Wurfkiste – Sicherheit für Deine Welpen

Ungefähr 14 Tage vor dem eigentlichen Geburtstermin ist es an der Zeit, eine passende Wurfkiste für Deine Hündin und ihre zukünftigen Welpen vorzubereiten. Sollte die werdende Mutter bereits vorher deutlich unruhiger werden, ist es ratsam, den gemütlichen Rückzugsort schon früher einzurichten.

Dabei sollte die ideale Wurfbox den Bedürfnissen Deiner Hündin angepasst sein, damit die Geburt für sie so entspannt wie möglich ablaufen kann.

Die richtige Größe der Wurfkiste

Bei der Wahl der Größe der Wurfbox gibt es einiges zu beachten, da die Wurfkiste ja nicht nur ein gemütlicher Rückzugsort sein soll, sondern genug Platz für Deine Hündin und ihre Welpen bieten muss.

Als erstes ist zu bedenken, dass einige Hündinnen während des Geburtsvorganges aufgeregt und nervös, teils sogar recht ungestüm werden können. Daher solltest Du die Größe der Wurfbox so wählen, dass sich Deine Hündin darin problemlos drehen und strecken kann.

Ausstrecken wird sie sich auch nach der Geburt, wenn sie beginnt, die Welpen zu säugen. Denn dazu legt sich Deine Hündin auf der Seite nieder, alle Viere von sich gestreckt und benötigt, damit sie sich nicht eingeengt fühlt, entsprechend viel Platz.

Wenn Du während des Geburtsvorganges uneingeschränkten Blick auf Deine Hündin und das spannende Geschehen haben möchtest, solltest Du es in Betracht ziehen, die Wurfbox sogar soweit zu vergrößern, dass Du selbst mit hineinpasst.

Auch sollte die Grundfläche der Wurfkiste ausreichend groß sein, um genug Platz für Deine Hündin und ihre Welpen für die ersten vier Lebenswochen zu bieten. Die Wurfbox wird fast während der gesamten Zeit das alleinige Zuhause für die Welpen darstellen. Und diese wachsen in der ersten Zeit bekanntlich ziemlich rasch.

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Die Höhe der Wurfkiste

Neben der Grundfläche, also der Größe der Wurfkiste, spielt natürlich auch die Höhe der Wurfbox eine große Rolle. Die drei Haupt-Seitenteile der Wurfbox sollten in etwa mit der Schulterhöhe Deiner Hündin abschließen.

Gehört Deine Hündin zu einer besonders kleinen Rasse (zum Beispiel dem Malteser), müssen die Seitenwände eine Mindesthöhe von etwa 5 cm bis 10 cm aufweisen, da sonst die Gefahr besteht, dass die neugeborenen Welpen aus der Wurfbox herausfallen könnten.

Die vierte Seite der Wurfbox stellt die Einstiegsseite dar und muss entsprechend niedrig gewählt werden. Hier hat es sich bewährt, mit einer Höhe von 10 cm bis etwa 20 cm zu arbeiten, damit die kleinen Hundewelpen gerade nicht darüber klettern können, es Deiner Hündin aber dennoch nicht den Einstieg in die Wurfkiste erschwert.

Wahlweise kann hier eine komplette Seite als Einstieg dienen oder aber Du suchst oder baust Dir eine Wurfkiste, die einen separaten Eingang bietet. Im Handel gibt es sogar Wurfkisten zu kaufen, die mit einer kleinen Tür ausgestattet sind, durch die Deine Hündin bequem hinein und wieder hinaus gelangen kann.

Achte bitte unbedingt darauf, dass ich am Einstieg keine scharfen Kanten befinden, die die jungen Welpen oder das empfindliche Gesäuge Deiner Hündin verletzen könnten.

Der Boden der Wurfkiste

Die Wurfbox sollte immer so naturbelassen wie nur möglich sein – denn gerade Welpen neigen zum Anknabbern und Ablecken ihre unmittelbaren Umgebung. Entscheidest Du Dich für eine Wurfbox samt Bodenplatte aus Holz, sollte sie unbedingt unbehandelt sein und das Holz muss frei von giftigen Farben, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien sein.

Einige der vorgefertigten Wurfkisten werden gänzlich ohne Bodenplatte angeboten. In diesem Fall und für den Fall, dass Du Deine Wurfkiste selbst baust, solltest Du Dir Gedanken über die Unterlage machen. Urin und andere Flüssigkeiten müssen problemlos weggewischt werden können. Eine Bodenplatte aus Kunststoff oder einem anderen wasserabweisenden Material, ist zu empfehlen, da sich Untergründe aus Holz meistens mit Flüssigkeiten vollsaugen und schwer zu reinigen sind. Als Alternative kann man auf einen Untergrund aus Holz aber auch eine extra Lage PVC aufbringen. Hierbei musst Du nur darauf achten, dass keine Ränder entstehen, an denen die kleinen Welpen sich zu schaffen machen könnten.

Wenn Du planst Deine Wurfkiste selbst zu bauen, ist es ratsam wenn Du den Rahmen von der Unterlage trennst. Bei Verschmutzung erleichtert das das Austauschen der Unterlage ungemein. Später kann der Rahmen dann losgelöst von der Unterlage als kleiner Auslauf dienen, wenn die Welpen ihre ersten Schritte wagen.

Der Distanzrahmen

Sicherheit geht vor – während viele ihn für überflüssig halten, kann er im Zweifelsfall jedoch das Leben Deiner Welpen retten. Die größte Gefahr in solch einer Wurfkiste geht nämlich nicht von der Kiste selbst, sondern von der Mutterhündin aus.

Es kann durchaus vorkommen, dass diese einen ihrer Welpen hinter sich, zwischen sich selbst und der Wand der Wurfbox, einklemmt. Leider meist unbemerkt, kann der kleine Vierbeiner dann leicht ersticken. Ein Distanzrahmen kann diesbezüglich leicht Abhilfe schaffen.

Dieser Schutz besteht aus einem simplen umlaufenden schmalen Brett in etwa 10 cm Höhe über dem Boden. Durch die 8 cm bis 10 cm Breite der umlaufenden Bretter entsteht ein Hohlraum, der die Welpen schützt, damit sie sich aus einer misslichen Lage notfalls selbst befreien können.

neugeborene Welpen in einer Wurfkiste
Welpen in einer Wurfkiste © depositphotos/ willeecole

Der richtige Platz für die Wurfkiste

Damit Deine Hündin eine ungestörte Geburt erleben kann ist es natürlich wichtig, dass der Platz der Wurfkiste entsprechend in einer ruhigen Ecke gewählt wird. Dabei ist es sinnvoll, den Ort der Wurfbox so zu wählen, dass auch die folgende Aufzucht der Welpen im gewählten Raum erfolgen kann.

Denn eine Umsiedlung des Muttertieres, mitsamt ihrer Welpen, in den ersten paar Wochen, kann schnell zu Problemen führen. Deine Hündin würde wahrscheinlich häufig versuchen, ihre Welpen an ihren ursprünglichen Wurfplatz zurückzubringen.

Am besten steht die Wurfkiste in Sicht- und Hörweite von Dir, denn dann fühlt sich Deine Hündin, die sicher auch unter der Geburt Deine Nähe nicht missen möchte, am wohlsten. Dafür hat sich eine geschützte Ecke in einem Wohnraum besonders bewährt, damit ich die Hündin dort sowohl zurückziehen kann aber dennoch nicht alleine ist.

Zugluft muss unbedingt gemieden werden, um die Welpen vor dem Auskühlen zu schützen und ihnen frühe Erkrankungen zu ersparen.

Benötige ich eine Wärmelampe?

In der ersten Lebenswoche benötigen die Welpen zur Thermoregulation eine Umgebungstemperatur von etwa 29 Grad Celsius. In den folgenden zwei Wochen kann die Umgebungstemperatur dann langsam bis auf 24 Grad Celsius abgesenkt werden.

Solltest Du einem Hundezüchterverband1 angehören, muss Deine Zuchtstätte in der Regel vorher abgenommen werden. Eine Wäremlampe kann Pflicht sein um die Abnahme zu bestehen.

Auch wenn Wärmelampen, Wärmekissen oder -Decken dafür recht praktisch erscheinen, werden sie im Normalfall kaum benötigt. Die Nähe der Welpen zur Mutterhündin ist naturgemäß vollkommen ausreichend, um die Körpertemperatur der Welpen im Normbereich zu halten.

Befindet sich die Mutterhündin gerade nicht in der Wurfkiste, so liegen die kleinen Vierbeiner meist eng aneinander gekuschelt, um sich gegenseitig die nötige Wärme zu spenden.

Solltest Du dennoch eine Wärmelampe benutzen wollen, achte auf einen korrekten Abstand zu Deinen Hunden, denn nicht selten kommt es vor, dass der Mutterhündin viel zu warm wird und sie daraufhin die Wurfkiste meidet.

Was gehört sonst noch in die Wurfkiste?

Ist das Grundgerüst der Wurfbox vorhanden und sie an einem passenden Platz in der Wohnung aufgestellt, kannst Du sie noch ein wenig herrichten, um es Deiner Hündin gemütlicher zu machen.

Damit der Boden noch etwas besser isoliert wird, kannst Du eine Decke als Grundlage verwenden. Teppichreste aus Schlingenware sind eher ungeeignet, da sich Deine Hündin oder die Welpen mit ihren Krallen darin verfangen und verletzen könnten.

Um den Nestbau Deiner Hündin ein bisschen anzuregen kannst Du wahlweise auch noch ein paar Handtücher, Bettlaken oder anderes Nistmaterial zur Verfügung stellen. Aller Voraussicht nach wird sie sich daraus eine kleine Kuhle bauen, in der sie letztlich ihre Welpen zur Welt bringen kann.

Weiterführende Informationen

https://de.wikipedia.org/wiki/Zuchtverband

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Durch meine Hündin Mira erlebe ich täglich, wie sozial und empathisch Tiere sind. Deswegen ist es mir wichtig, Menschen aufzuklären und so die Welt für Tiere ein Stückchen besser zu machen.

Besser bekannt bin ich unter dem Usernamen SLEEPHERDS auf Instagram und meinem Blog.

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