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Urlaub mit Hund in Dänemark: Einreise, Strandregeln und die besten Ferienregionen

Hund auf Wiese
Dänemark zählt zu den hundefreundlichsten Reisezielen Europas – mit viel Platz für ausgedehnte Spaziergänge und Ruhepausen.

Ein Hund, der frei über einen kilometerlangen Sandstrand rennt, dazu Dünen, Seeluft und ein Ferienhaus mit Garten: Dänemark gilt nicht ohne Grund als eines der hundefreundlichsten Reiseziele Europas. Damit Ihr Urlaub mit Hund in Dänemark wirklich entspannt wird, sollten Sie vor der Abreise ein paar Dinge wissen – von den Einreisebestimmungen über die Leinenpflicht am Strand bis zur Wahl der passenden Unterkunft. Dieser Überblick zeigt, worauf es ankommt, und stellt drei Ferienregionen vor, die sich besonders gut für Vierbeiner eignen.


Einreise mit Hund nach Dänemark – das ist Pflicht

Die Einreise ist für Hundehalter unkompliziert, solange die wichtigsten Voraussetzungen erfüllt sind. Ihr Hund muss durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein – eine gut lesbare Tätowierung wird ebenfalls anerkannt, wenn sie bereits vor dem 3. Juli 2011 angebracht wurde. Außerdem braucht er einen EU-Heimtierausweis, in dem eine gültige Tollwutimpfung eingetragen ist. Wichtig: Bei einer Erstimpfung müssen mindestens 21 Tage vergangen sein, bevor der Hund einreisen darf. Auch die dänische Botschaft in Deutschland erklärt auf Deutsch, was beim Reisen mit Hunden zu beachten ist.

Weniger bekannt, aber ebenfalls wichtig: In Dänemark ist eine Hundehaftpflichtversicherung vorgeschrieben. Prüfen Sie deshalb vor der Abreise, ob Ihre Versicherung auch Aufenthalte in Dänemark abdeckt, und nehmen Sie einen entsprechenden Nachweis am besten mit. Für den Notfall im Urlaub lässt sich über die Tierarztsuche des dänischen Tierärzteverbands eine Praxis in der Nähe der Unterkunft finden.

Außerdem führt Dänemark eine Liste mit 13 Hunderassen, deren Haltung und Einfuhr verboten sind. Dazu gehören unter anderem Pit Bull Terrier, Tosa Inu, American Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, American Bulldog, Boerboel, Kangal, mehrere Owtscharka-Rassen sowie Tornjak und Sarplaninac. Eine Übergangsregel gilt für Hunde bestimmter gelisteter Rassen, die bereits vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden: Sie dürfen unter besonderen Auflagen gehalten beziehungsweise mitgeführt werden und müssen in der Öffentlichkeit unter anderem einen Maulkorb tragen sowie an einer höchstens zwei Meter langen Leine geführt werden. Für Pit Bull Terrier und Tosa Inu gilt diese Ausnahme nicht, da beide Rassen bereits seit 1991 verboten sind. Gehört Ihr Hund zu einer der gelisteten Rassen oder handelt es sich um einen entsprechenden Mischling, sollten Sie die geltenden Bedingungen unbedingt vor der Buchung prüfen.

Leinenpflicht und Regeln an dänischen Stränden

An den Stränden Dänemarks gilt vom 1. April bis 30. September grundsätzlich Leinenpflicht. Im Herbst und Winter darf Ihr Hund an vielen Stränden dagegen frei laufen – vorausgesetzt, Sie haben ihn jederzeit unter Kontrolle. Örtliche Beschilderungen können zusätzliche oder abweichende Regeln vorgeben.

Für Strände mit der Blauen Flagge können weitere Einschränkungen gelten. Insbesondere dürfen Hunde während der Badesaison an entsprechend ausgewiesenen Badebereichen nicht ins Wasser. Je nach Strand und Kommune können darüber hinaus zusätzliche Vorgaben für Hunde gelten. Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die Beschilderung am jeweiligen Strandzugang.

Auch in Wäldern und vielen geschützten Naturbereichen müssen Hunde grundsätzlich an der Leine geführt werden. In Dünen- und Naturschutzgebieten können ebenfalls besondere Schutzbestimmungen gelten. Wer mit Hund unterwegs ist, sollte daher die Schilder vor Ort beachten und seinen Vierbeiner insbesondere in sensiblen Naturgebieten nicht unkontrolliert laufen lassen.

Verstöße gegen die Leinenpflicht können mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Hinweise an Stränden und Wegen sind meist mit gut verständlichen Symbolen versehen und daher auch ohne Dänischkenntnisse leicht zu erkennen.

Bei Restaurants, Cafés und Bars entscheidet grundsätzlich der jeweilige Betreiber, ob Hunde in den Gastraum dürfen. Eine besondere behördliche Sondergenehmigung ist dafür nicht erforderlich. Aus hygienischen Gründen dürfen Hunde jedoch nicht in Bereiche gelangen, in denen Lebensmittel zubereitet werden. Wer gemeinsam mit seinem Hund einkehren möchte, sollte deshalb vorab nachfragen oder auf entsprechende Hinweise am Eingang achten.

Hundewälder – Freilauf ganz ohne Leine

Gerade in den Monaten mit Leinenpflicht sind die dänischen Hundewälder – auf Dänisch Hundeskove – für Urlauber besonders praktisch. In diesen ausgewiesenen Bereichen dürfen Hunde unter bestimmten Voraussetzungen das ganze Jahr über ohne Leine laufen. Landesweit gibt es mehrere hundert solcher Flächen.

Ein Hundeskov ist ein speziell ausgewiesener Wald- oder Naturbereich, in dem Hunde frei laufen dürfen. Manche dieser Flächen sind vollständig eingezäunt, andere dagegen offen. Deshalb sollten Hunde auch dort zuverlässig unter Kontrolle ihres Halters stehen und jederzeit abrufbar sein. Sie dürfen weder andere Besucher noch Hunde oder Wildtiere belästigen.

Viele Hundewälder bieten Sitzgelegenheiten für die Halter, teilweise gibt es zusätzlich Trinkmöglichkeiten oder einfache Agility-Elemente. Vor allem für Urlauber sind die Anlagen praktisch, weil zahlreiche Hundeskove in der Nähe bekannter Ferienhausgebiete liegen. Tourismusseiten und regionale Portale führen die jeweiligen Auslaufflächen meist übersichtlich auf.


Bild von Elina Volkova auf Pexels


Ferienhäuser mit eingezäuntem Grundstück finden

Ein Ferienhaus ist für viele Hundehalter eine passende Unterkunft in Dänemark: kein Hoteltrubel, keine engen Flure und häufig direkter Zugang ins Grüne. Besonders entspannt wird es mit einem eingezäunten Grundstück oder einer abgeschlossenen Terrasse. Dann kann der Hund auch einmal draußen liegen oder im Garten schnüffeln, ohne dass Sie ständig die Leine in der Hand haben müssen.

Auf solche Ausstattungsmerkmale sollten Sie bei der Suche gezielt achten. Eine abgeschlossene Terrasse oder ein vollständig eingezäuntes Grundstück erleichtern den sicheren Aufenthalt im Freien. Ein großes Naturgrundstück von beispielsweise 5.000 Quadratmetern oder mehr bietet zwar viel Platz und Abstand zu Nachbarn, ist aber nicht automatisch umzäunt. Gerade bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb lohnt es sich deshalb, die Objektbeschreibung genau zu lesen.

Der Anbieter Dansk.de listet hundefreundliche Ferienhäuser und beschreibt bei den einzelnen Objekten unter anderem, welche Ausstattung vorhanden ist und wie viele Hunde willkommen sind.

Praktisch für die Reiseplanung: Über Feriepartner Danmark kann in zahlreichen Regionen ein Hundekorb ausgeliehen werden, sodass er nicht zusätzlich im Auto transportiert werden muss. Bei VillaVilla sind in vielen Ferienhäusern zwei Hunde oder andere Haustiere gestattet. Welche Regeln konkret gelten, steht jeweils in der Objektbeschreibung. Wer früh bucht, hat gerade in den beliebtesten Ferienregionen die größere Auswahl an Häusern mit eingezäuntem Grundstück.

Drei beliebte Ferienregionen für den Hundeurlaub

Dänemark ist überschaubar groß, und fast jede Region lässt sich gut mit Hund bereisen. Entscheidend ist vor allem, was Sie und Ihr Vierbeiner bevorzugen: weite Nordseestrände mit kräftigem Wind und Wellen oder die meist ruhigere Ostseeküste. Drei Ziele sind für einen Urlaub mit Hund besonders interessant.

Blåvand und Henne Strand an der Nordsee

An der Westküste Jütlands liegen Blåvand und Henne Strand, zwei Ferienorte mit breiten, kilometerlangen Sandstränden. Hier wandern Sie mit Ihrem Hund lange am Wasser entlang, streifen durch die Dünenlandschaft und finden vor allem in der Nebensaison ruhige Strandabschnitte.

Die Region ist ein klassisches Ferienhausgebiet. Viele Häuser stehen in ruhigen Nebenstraßen oder hinter der ersten Dünenkette, sodass der Weg zum Strand oft kurz ist. Henne Strand ist kleiner als Blåvand und bietet sich insbesondere für Reisende an, die einen eher ruhigen Ausgangspunkt für Spaziergänge an der Nordseeküste suchen.

Marielyst auf Falster

An der Ostküste der Insel Falster liegt Marielyst mit einem der bekanntesten Badestrände der Region. Feiner Sand und vergleichsweise flaches Wasser machen den Ort vor allem im Sommer zu einem beliebten Ferienziel.

Für Hundehalter interessant ist der Bøtø Hundeskov am Ende der Bøtø Ringvej. Dort steht eine eingezäunte Freilauffläche zur Verfügung, die auch während der Monate mit Leinenpflicht eine gute Möglichkeit für Bewegung ohne Leine bietet.

Marielyst selbst ist ein lebendiger Ferienort mit Restaurants, Geschäften und einer großen Auswahl an Ferienhäusern. Der lange Strand bietet zudem reichlich Möglichkeiten für Spaziergänge – während der Sommermonate allerdings unter Beachtung der geltenden Leinen- und Strandregeln.

Die Ostseeinsel Møn

Weiter südöstlich liegt Møn, bekannt vor allem für die weißen Kreidefelsen von Møns Klint. Für einen Urlaub mit Hund bietet die Insel eine abwechslungsreiche Mischung aus Küstenlandschaften, Feldwegen, Wäldern und ruhigen Ferienhausgebieten.

Auf zahlreichen Wegen und Strandabschnitten können Sie gemeinsam mit Ihrem angeleinten Hund unterwegs sein. In besonders sensiblen Naturgebieten gelten jedoch strenge Schutzregeln: An Møns Klint beispielsweise müssen Hunde an der Leine bleiben. Wer Freilaufmöglichkeiten sucht, sollte sich deshalb gezielt über ausgewiesene Hundeauslaufflächen in der Umgebung informieren.

Die Insel ist über Brücken mit Seeland verbunden und daher problemlos mit dem Auto erreichbar. Wer Natur, Ruhe und ausgedehnte Spaziergänge sucht, findet auf Møn gute Voraussetzungen für einen entspannten Hundeurlaub.

Fazit: Mit guter Vorbereitung entspannt nach Dänemark

Dänemark ist ein gut planbares Ziel für den Urlaub mit Hund: Die Einreisebestimmungen sind überschaubar, für Strand und Naturgebiete bestehen klare saisonale Regeln, und zahlreiche Hundewälder sowie hundefreundliche Ferienhäuser schaffen zusätzliche Bewegungsfreiheit.

Wer EU-Heimtierausweis, gültigen Tollwutschutz und Versicherungsnachweis im Gepäck hat, die örtliche Beschilderung beachtet und bei der Unterkunft auf passende Ausstattungsmerkmale achtet, findet gute Voraussetzungen für entspannte Ferientage mit Vierbeiner – ob an der Nordseeküste, auf Falster oder auf Møn.

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Bild von Dennis Rosenboom
Dennis Rosenboom
zert. Ernährungsberater für Hunde & Katzen Dennis ist seit seiner Kindheit von Tieren umgeben und kann sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Besonders Hunde und Katzen liegen ihm am Herzen: Von der Zucht und Ausbildung von Schäferhunden bis zum Alltag mit seinen beiden Hunden Artos und Dexter hat er unzählige Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam mit seiner Frau Insen hat er sich intensiv mit gesunder Tierernährung beschäftigt. Beide sind zertifizierte Ernährungsberater für Hunde und Katzen und möchten ihr Wissen durch pfoten.net weitergeben, um Tierhalter dabei zu unterstützen, ihre Vierbeiner gesund und artgerecht zu versorgen. Nebenbei engagiert sich Dennis ehrenamtlich im Tierschutz.