Hund schüttelt sich extrem oft – was kann das bedeuten?

Dein Hund schüttelt sich, wenn er nass ist. Das ist vollkommen normal und da musst Du dir im Übrigen auch keine Sorgen machen. Allerdings machen viele Hunde den Schüttelmodus auch, wenn sie eigentlich nicht nass sind, was einige Hundebesitzer tatsächlich verwirrt. Glücklicherweise stecken zu 90 Prozent immer gute Gründe dahinter, wenn sich der Vierbeiner schüttelt. Deswegen wollen wir dennoch nicht mit den vielen Informationen hinterm Berg halten, damit Du weißt, warum ein Hund sich schüttelt und was Du wissen musst, erfährst Du dazu natürlich hier.

Hund schüttelt sich – mögliche Ursachen

Wenn sich Dein Hund nach dem wohltuenden Bad im See, Fluss oder daheim schüttelt, ist das der generelle Trocknervorgang. Du kannst noch so dankbar mit einem Handtuch den Vierbeiner abschrubben, er wird sich früher oder später dennoch schütteln. Vielleicht nicht nur einmal, aber er wird es tun. Der Grund ist ganz einfach, er schüttelt sich Restwasser vom Fell, weil er so bis zu 70 Prozent des Wassers am Körper und im Fell wegschütteln kann. Der Hund wird sich also immer rein natürlich und aufgrund seines Instinkts schütteln, um so das erhöhte Gewicht durch das nasse Fell wieder loszuwerden, aber auch, damit die Körpertemperatur sich wieder perfekt anpassen kann.

Interessante Details zum Trocken-Schütteln

Hast Du gewusst, dass Dein Hund sogar Stunden benötigen würde, wenn er sich nicht schüttelt, eher das Fell komplett trocken ist? Kommt einem irgendwie gar nicht so vor, aber es stimmt. Von daher ist der natürliche Schüttelvorgang geradezu bestens geeignet, um fast alles an Wasser loszuwerden, sich zu trocknen und das Gewicht am Fell wieder zu kompensieren. Es macht Deinen Vierbeiner zudem glücklich.

Übrigens ist es egal, ob Du deinen Hund badest und er sich schüttelt, Dein Hund im See schwimmt und sich sofort schüttelt oder im Fluss sowie Meer. Sobald Dein Vierbeiner nass wird, wird er sich frühzeitig schütteln, weil er schnell merkt, dass das Fell zu schwer wird. Sogar beim strömenden Regen wirst Du das Schütteln beobachten können. Der beste Trockner für Deinen Hund ist also das Schütteln. Ein Hund schüttelt sich trocken und erleichtert sich sofort von seinem nassen Fell. Egal ob beim Regen, im Bad, unter der Dusche oder sonst wo.

Altes Fell kann auch dazu führen, dass sich der Vierbeiner gerne schüttelt

Wenn Du vergisst, Deinen Hund regelmäßig zu bürsten, gerade bei langhaarigen Hunden, dann schüttelt er sich. Der Hund schüttelt sich, um so das alte Haar loszuwerden, welches eben tot ist, dazu führt, dass das Fell verfilzt und eben das Gewicht der zu tragenden Last weiterhin etwas erschwert. Du solltest Deinen Vierbeiner also regelmäßig mit einer Fellpflege für den Hund verwöhnen, sodass altes Fell ausgebürstet wird und das neue Fell glänzt und nicht mehr verfilzt.

Eine Übersicht der besten Hundebürsten , um Deinen Hund bürsten zu können, haben wir Dir zusammen gestellt.

Hund schüttelt sich – Geruch „aufschütteln“

Häufig sieht man das Schütteln auch, wenn Hunde zum Beispiel im Mantrailing arbeiten. Hier schüttelt der Hund quasi den Geruch auf, um diesen noch mal intensiver wahr zu nehmen. Wenn Du mit Deinem Hund also Nasenarbeit und Pfärtenarbeit machst, kann es durchaus vorkommen, dass sich Dein Hund dabei schüttelt.

Hund schüttelt sich, wenn ihm kalt ist – kannst Du das glauben?

Wenn uns kalt ist, was tun wir dann? Richtig, wir bewegen uns und das machst Du wahrscheinlich nicht anders, wenn es an den Füßen frisch wird, oder?

Hund schüttelt sich
Meistens hat das Schütteln Deines Hundes ganz einfache Gründe. Mache Dir also nicht gleich große Sorgen.

Ein Hund hat derweil eine etwas andere Auffassung davon, was ihm hilft. Er schüttelt sich und dadurch wird ihm wieder wärmer. Denn die Muskulatur bewegt sich, was wiederum Wärme erzeugt. Es kann also auch gerade im tiefsten Winter, wenn Du beobachtest, dass sich Dein Hund schüttelt ist das meist ein Zeichen dessen, dass der Vierbeiner womöglich etwas friert. Gerade bei kurzhaarigen Hunden kann es also passieren, dass dieses Verhalten häufiger vorkommt und vielleicht beugst Du durch einen warmen Pullover oder Mantel vor?

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Sogar zur Beruhigung schütteln sich die meisten Vierbeiner

Wir dürfen Dir auch freudig mitteilen, dass Hunde ihre Erregung über den Alltag verteilt einfach wegschütteln können. Man was wäre es schön, wenn auch Du diese Eigenschaft hättest oder? So viel Stress wie die Gassirunde, andere Vierbeiner sehen, wenn es daheim klingelt, Du dich vielleicht selbst gestresst verhältst und mehr. Das führt dazu, dass Vierbeiner unmittelbar positiv oder negativ im dauerhaft stressigen Zustand verfallen könnten, wenn da das beliebte schütteln nicht wäre. Hund schüttelt sich? Es kann also auch sein, dass dies darauf zurückzuführen ist, wenn der Vierbeiner einfach nur sich locker von allem Alltagsstress macht. Eine tolle Eigenschaft, die wir Menschen auch gebrauchen könnten, findest Du nicht?

Auch die Aufmerksamkeit ist durch das Schütteln auf Seiten Deines Hundes

Ein Hund schüttelt sich gerne mal, wenn er Deine Aufmerksamkeit möchte. Das kann einfach aus heiterem Himmel passieren, weil er gerade möchte, dass Du ihn beachtest. Selbst auf dem Sofa, wenn eigentlich alles in Ordnung scheint, kommt bei manchen Vierbeinern das divenhafte Verhalten heraus und der Hund schüttelt sich. So möchte er Dir gerade einmal kurz mitteilen, dass er anwesend ist, er gerne gestreichelt werden möchte oder einfach nur möchte, dass Du mal kurz rüber guckst. Schon klasse, was das Schütteln eines Vierbeiners eigentlich alles bedeuten kann, oder?

Hund schüttelt sich – wenn ernsthaftere Gründe hinter dem Schütteln stecken können

Leider gibt es auch andere Gründe, wieso man sich durchaus mal hier und da etwas sorgen machen sollte, wenn der Hund sich schüttelt. Das bedeutet nicht, dass wir direkt vom Schlimmsten ausgehen. Es geht primär darum, dass auch Flöhe, Zecken oder Parasiten der Grund sein können. Vielleicht hängt aber auch nur ganz harmlos irgendwo etwas im Fell? Wir zeigen Dir die wichtigen Informationen darüber, wann Du mal genauer hinschauen solltest, wenn sich Dein Hund ständig schüttelt.

Wenn der Hund Flöhe hat – hilft oftmals das Schütteln gegen den Juckreiz

Wenn Du häufig mit dem Vierbeiner unterwegs bist, die Wiesen und Felder unsicher machst, ist es kinderleicht, dass dieser sich etwas einfängt. Zecken und Flöhe sind keineswegs seltene Begleiter eines Hundes, sodass das Schütteln auch ein Grund sein kann, wieso Du mal das Fell kontrollieren musst. Es geht dem Vierbeiner nämlich darum, dass der schwere Juckreiz aufhört und bei Zecken kann es natürlich auch ein wenig piksen. Früher oder später würdest Du eine Zecke erkennen, weil sie sich voller Blut gesogen hat, was aber natürlich auch aufgrund der möglichen Übertragungskrankheiten keine gute Idee wäre. Daher ist auch im Nachhinein mal der Gang zum Tierarzt ratsam.

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Vielleicht ist es aber auch nur Erde, Sand oder andere Mitbringsel von außerhalb?

Ein Hund schüttelt sich auch gerne mal, wenn er vorher in der Erde gerollt ist, im Sand gerollt und die Gegend unsicher gemacht hat. Da kann ein wenig Schmutz schon im Fell etwas kitzeln oder jucken. Gleichzeitig ist dies natürlich auch der Versuch, sich zu reinigen. Es kann also auch wieder eine ganz harmlose Angelegenheit außerhalb der Zecken- und Flöhevermutung sein. Du musst daher einfach nur genauer schauen, wenn es vor allem in einer gewissen Häufigkeit stattfindet statt gelegentlich.

Möglicherweise reagiert Dein Hund auch allergisch

Jetzt kommt eine weitere Erklärung dafür, wieso Dein Hund sich möglicherweise schüttelt und schüttelt. Passiert dies zum Beispiel vor allem im Frühling oder Sommer? Ist bei Dir gerade die Pollenzeit im Anmarsch? Auch da wäre eine Überlegung sicherlich die, ob Dein Vierbeiner Allergien hat. Das wäre natürlich auch denkbar.

Wenn Dein Hund sich weniger draußen als daheim schüttelt und Du das Gefühl hast, dass dies nach dem Essen stattfindet oder vielleicht, wenn er im Körbchen auf der Decke liegt oder anderswo, wechsel einfach mal das Futter und/oder die jeweiligen Dinge, die Du als mögliche Ursache festgemacht hast. Dann weißt Du, wenn das Schütteln aufhört, ob Dein Vierbeiner womöglich allergisch reagiert hat.

Bei der Futterwahl solltest Du genau darauf achten, was Du fütterst. Viele Futtermittel enthalten Getreide, Lockstoffe, Konservierungsstoffe oder andere unverträgliche Zusätze. Hier solltest Du auf ein gesundes, ausgewogenes Frischfutter achten, welches gerne 90% und mehr Frischfutter in Lebensmittelqualität enthält. Selbstverständlich sollte es frei von sämtlichen Zusatzstoffen sein – denn vor allem auf diese reagieren Hunde allergisch. Eine ausgewogene Ernährung für Deinen Hund ist AniFit Hundefutter. Achte bitte auch auf eine gute Darmnsanierung.

Schütteln und kratzen sind jedoch keine guten Kombinationen

Bei Deinem Hund fällt Dir nicht nur das häufige schütteln auf, sondern auch ein explizites Kratzen an bestimmten Stellen? Da würden wir uns auch schon so unsere Gedanken machen. Vor allem, wenn dieses Verhalten häufiger auftritt. Schau Dir also bitte mal das Fell Deines Vierbeiners an und guck mal nach folgenden Hinweisen:

Hund schüttelt sich
Der häufigste Grund, warum sich Dein Hund schüttelt, wird Nässe im Fell sein. Sollte Dein Hund aber nicht gerade vom Baden kommen, solltest Du ihn genauer untersuchen.

Kannst Du so was erkennen? Denn dann hast Du auch im Grunde schon den Grund gefunden, wieso es juckt, kratzt und Dein Hund sich schüttelt. Hier wäre natürlich je nach Begründung der Tierarzt empfehlenswert, um wahlweise die Zecke professionell zu entfernen, die Flohbehandlung anzuregen und die passenden Produkte zu empfehlen sowie Milben etc. zu entfernen. Kratzer oder andere Wunden jucken früher oder später im Heilungsprozess auch, sind aber auch eine Gefahr für Blutvergiftungen, sodass auch hier kurz mal der Tierarzt drüber schauen sollte. Sicher ist ja auch sicher und das dürfte für Dich auch die oberste Priorität sein.

Schuppen sind derweil vielleicht ein Anzeichen für eine allgemeine Hauterkrankung oder auch ein rassetypisches Problem bei dickeren Hunden, wo die Falten Schuppenflechte oder rissige Haut durchaus fördern können. Hier muss natürlich die Begründung gefunden werden. Zu viel Pflege? Zu wenig Pflege? Falsches Futter? Falsche Ernährung im Allgemeinen? Hautfalten, die die Atmung der Haut erschweren? All das kann ein Grund für die Schuppen sein, welche jucken und das Schütteln sowie kratzen des Hundes auch erklären würden.

Langhaarige Rassen könnten auch unter Ohrproblemen leiden

Bei langhaarigen Rassen, wo das Fell auch die Ohren häufig verdeckt kommt es nicht selten vor, dass die Ohren entzündet sein können, jucken oder gar Parasiten aufweisen. Natürlich solltest Du schauen, dass Du den Ohren die regelmäßige Pflege gönnst, die sie benötigen. Viel wichtiger ist aber, dass Du das ständige Kopfschütteln des Vierbeiners genau interpretieren kannst. Denn im Regelfall schüttelt dieser seinen Kopf aus den folgenden Gründen: das Ohr juckt, es kitzelt im Ohr oder er hat wirklich im schlimmsten Fall Parasiten im Ohr. Wahrscheinlich hast Du aber viel Glück und da Du deinen Hund regelmäßig selbst kontrollierst, sind es nur die Problematiken, dass es kitzelt oder juckt.

Wenn Dein Hund sich schüttelt, ist meist eine harmlose Ursache der Grund

Du siehst ja bei all den vielen Ursachen, dass es in den meisten Fällen vollkommen natürliche Schüttel-Aktionen Deines Hundes sind und im Regelfall gar nichts Ernstes dahinterstecken muss. Das sollte Dich in jedem Fall beruhigen und kein Grund mehr sein, dass Du direkt in Panik verfällst, sofort den Tierarzt aufsuchst oder immer direkt an das Schlimmste denkst. Selbst wenn Du ein Pessimist bist, hast Du hier etliche Gründe und Hilfestellungen, um festzumachen, dass die meisten Ursachen sehr harmlos sind und der Natur des Hundes entsprechen.

Sicherlich gibt es Ausnahmen, die für das Schütteln und gleichzeitige Kratzen sprechen, aber auch hier hast Du die besten Hilfestellungen zur Seite gestellt bekommen, die wir bieten können. So kannst Du ganz allein schon die Risiken oder harmlosen Ursachen auseinanderhalten, um Deinen Vierbeiner beim schütteln beruhigt zu wissen oder mal mit dem Tierarzt genauer schauen zu müssen.

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