Grannen beim Hund – die stille Gefahr!

Hunde lieben es, durch das hohe Gras zu springen und uns Halter freut es natürlich auch, unsere Vierbeiner so glücklich zu sehen. Doch gerade dort, wo sich unsere Hunde am liebsten austoben, lauert eine Gefahr die schnell zu großem Leid für uns führen kann. Die Rede ist hier von Feldern, auf denen Getreide wächst. Denn ist das Getreide einmal reif, entsteht eine große Gefahr deinen Hund – Grannen könnten sich in seinem Fell festsetzen.

Was sind Grannen?

Grannen sind kleine Pflanzenteile, die sich an den Ähren verschiedener Getreidearten befinden und das Korn gänzlich umschließen. Die kleinen, borstigen Teilchen kommen samt eines Miniatur Widerhakens daher und können sich damit besonders gut am Hundefell sowie an deiner Kleidung festheften. Vor allem dort, wo die Ernte in vollem Gange ist, können sich in nächster Umgebung Grannen befinden. Durch die Ernte werden die kleinen Pflanzenteilchen so aufgewirbelt, dass sie sich gern auch auf den Naturpfaden nebenan befinden.

Grannen beim Hund
Selbst so eine kleine Granne kann eine schwere Verletzung bei Deinem Hund hervor rufen.

Von Frühjahr bis Herbst findest du Grannen aber nicht nur direkt auf Feldern, sondern auch an sämtlichen Wegesrändern und oftmals auch auf ganz normalen Wiesen. Das liegt daran, dass Getreide nicht ausschließlich auf Feldern wächst, sondern sich hier und dort auch gerne mal ein kleines Samenkorn auf die nächste Wiese verirrt und im Folgejahr dort erblüht. Die Kleinen Widerhaken an den langen Grannen nutzt die Pflanze um sich zu vermehren. Vom Wind fortgetragen, verankert sich die Granne durch ihre kleinen Borsten besonders gut im Boden. Diese Eigenschaft ist aber ebenso eine Gefahr für deinen Hund. Denn wenn man sie nicht sofort aus dem Fell des Hundes entfernt, gräbt sie sich immer tiefer hinein, bis sie an der Haut angekommen ist.

Wie gelangt eine Granne in den Körper deines Hundes?

Springt dein Hund auf einer Wiese herum, schleicht durchs Gebüsch oder spaziert schlicht auf einem Feldweg entlang. Überall dort lauert die Gefahr von kleinen, mit Widerhaken besetzten Grannen. Einerseits können die Grannen bereits auf dem Boden liegen und der Hund streift sie beim vorbeigehen einfach ab. Oder er läuft durch die Ähren hindurch, wodurch sich die kleinen Grannen am schnellsten in Fell festsetzen können. Die Widerhaken an den Grannen verhindern dann, das dein Hund sein ungeliebtes Mitbringsel einfach abschütteln kann. Er wird es dadurch nicht los. Ganz im Gegenteil – durch die ständige Bewegung werden die Grannen noch viel tiefer in das Fell deines Hundes befördert und bohren sich letzten Endes wie kleine Pfeilspitzen in seine Haut.

Erste Hilfe bei Grannen

Zeigt dein Hund nach einem Spaziergang erste Symptome von Grannen, solltest du ihn etwas näher untersuchen. Auch wenn du auf seinem Fell keine sichtbare Granne findest, musst du das Haarkleid deines Hundes unbedingt näher betrachten und sämtliche Grannen vorsichtig entfernen. Haben sich die kleinen Gräser bereits in die Haut deines Hundes gebohrt? Dann entferne sie am besten mit einer sterilen Pinzette und desinfiziere die kleine Wunde anschließend. Eine Ausnahme stellen Grannen im Gehörgang deines Hundes dar. Diese solltest du keinesfalls selbst entfernen um deinen Hund nicht zu verletzen. An dieser Stelle ist es besser, unverzüglich deinen Tierarzt aufzusuchen damit er die Grannen aus dem Ohr deines Hundes entfernen kann, noch bevor sie sich ihren Weg in den Körper deines Hundes bahnen.

Kann ich Grannen beim Hund vorbeugen?

Wirklich vorbeugen kannst du den kleinen Grannen leider nicht. Allerdings kannst du auf ein paar Dinge achten, um ihnen aus dem Weg zu gehen.

Paar geht mit Hund spazieren
Achte darauf, dass Dein Hund nicht durch Wiesen läuft, denn dort ist die Gefahr für Grannen am höchsten.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Am wichtigsten ist es natürlich, wenn du deinen Hund nach einem langen Spaziergang gründlich kontrollierst. Hierfür bietet sich vor allem einen feinzinkiger Kamm an, mit dem du ihm das Fell gleichmäßig ausstreichst – ein Flohkamm oder einer guten Bürste zum Beispiel. Weiterhin solltest du darauf achten, seine Pfoten regelmäßig zu kontrollieren, da sich die Grannen hier am liebsten festsetzen und es am schnellsten zu schmerzhaften Entzündungen kommen kann.

Wichtig ist es auch, die Ohren, die Augen und das Maul deines Hundes, im Sommer täglich, zu kontrollieren. Auch hier setzen sich die Grannen beim Hund besonders gern ab. Viele Hunde lassen sich allerdings ungern in die Ohren schauen und sie säubern.

Medical Training

Das Überprüfen der Ohren solltest Du in jedem Fall mit deinem Hund trainieren. Jeden Abend ein mal das linke sowie das rechte Ohr kurz anschauen, damit dein Hund merkt, dass an dieser Untersuchung nichts schlimmes ist. Solltest du die Möglichkeit dazu haben, bietet es sich an, mit diesem Training direkt im Welpenalter zu beginnen, damit der Hund es später als Routine ansieht. Keinesfalls solltest du ihn dazu zwingen, sich ins Ohr oder ins Maul schauen zu lassen. Bist du dir unsicher, dann kannst du auch zu deinem Tierarzt gehen und deinen Hund einfach untersuchen lassen.

Pfotenpflege

Im Sommer und im Herbst, gerade in der Erntezeit, empfiehlt es sich außerdem, das Fell zwischen den Zehen deines Hundes und rund um die Ohren herum ein wenig zu kürzen. Dadurch können sich Grannen beim Hund weniger gut verfangen.

Auch die Nutzung von Hundeschuhen ist möglich.

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Weg für deinen Spaziergang

Wahlweise kannst du natürlich auch überlegen, ob du deinen täglichen Spaziergang statt auf der Wiese nebenan einfach in ein schönes kühles Waldgebiet verlegst. Denn dort ist das Risiko für eine Granne beim Hund deutlich geringer, da hier weniger Getreide wächst. Auf keinen Fall solltest du deinen Hund lustig durch ein Getreidefeld springen lassen – ganz egal, wie viel Freude ihm das macht. Eine Granne, die im Körper wandert, kann lebensbedrohlich werden.

Symptome für die Granne beim Hund

Eine Granne beim Hund zeigt meistens recht deutlich und schnell die ersten Symptome. Hat sich eine Granne beim Hund einmal verfangen, bereitet sie ihm oftmals Schmerzen, derer dein Hund sich natürlich schnellstmöglich entledigen möchte. Folglich wird er die betroffene Stelle ständig ablecken. Je nachdem wo die Grannen lokalisiert ist, zwinkert er vielleicht auch mit den Augen, schüttelt seinen Kopf, hält ihn schief oder kratzt sich ständig die Ohren. Bleibt die Granne weiter unentdeckt, kommt es meist sehr schnell zu einer Entzündungsreaktion des Körpers deines Hundes. Das äußert sich durch eine stark gerötete und geschwollene Stelle, die sich bei Berührung heiß anfühlt. Je nachdem, wie tief die Granne bereits in den Körper eingedrungen ist, kommt es danach auch zu offenen und nässenden Wunden. Die Granne beim Hund kann dann meist nur noch operativ entfernt werden.

Symptome im Überblick – nach Körperteilen geordnet

Grannen beim Hund im Ohr

Hat sich eine Granne im Ohr deines Hundes verfangen wird er deutlich öfter seinen Kopf schütteln als sonst – damit versucht er die Granne aus seinem Gehörgang zu schütteln. Auch wird er sich vermehrt kratzen. Leider ist dieses Verhalten oftmals nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil – es macht alles meist noch viel schlimmer und die Granne bewegt sich immer tiefer in Richtung Gehörgang. Kannst du die Granne noch am äußeren Teil des Ohres deines Hundes sehen, kannst du sie vorsichtig entfernen. Keinesfalls solltest du versuchen die Granne beim Hund mit einem Wattestäbchen zu entfernen. Das Risiko, dass du die Granne nur noch tiefer in den Gehörgang schiebst oder mit dem Wattestäbchen das Ohr deines Hundes verletzt ist viel zu groß. In diesem Fall solltest du unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen, dieser weiß, wie man die Grannen vorsichtig aus dem Gehörgang entfernen kann.

Hund wird von Tierarzt an Ohren kontrolliert
Grannen setzen sich gerne am oder im Ohr ab. Kontrolliere sie nach einem Spaziergang.

Grannen beim Hund in der Pfote

Für die Pfoten gilt das gleiche wie für die Ohren – ist die Granne noch sichtbar, kannst du sie vorsichtig entfernen. Oftmals ist es bei den Pfoten aber so, dass sich die Grannen beim Hund schon tiefer in die Haut gebohrt haben – bedingt durch das ständige Auftreten mit der Pfote. Vor allem die Schwimmhäute sind verletzlich. Hier sind die Grannen nicht nur schwer zu finden, sie verletzen die dünne Hautschicht besonders schnell. Dein Hund wird versuchen seine Pfote nicht weiter zu belasten und eventuell sogar auf drei Beinen laufen, da die Grannen an dieser Stelle schnell zu starken Schmerzen führen.
Hat sich die Granne beim Hund nur leicht verhakt, kann dein Tierarzt sie, mittels eines kleinen Schnittes, schnell entfernen. Schlimmer wird es jedoch, wenn es bereits zu einer Entzündungsreaktion und einem Abszess gekommen ist. Hier bedarf es meist einer Operation und damit verbunden, auch zu einem längeren Genesungsweg.

Grannen beim Hund im Auge

Grannen im Auge führen zu stark vermehrtem Tränendrang. Damit soll die Granne ausgeschwemmt werden. Auch wird dein Hund versuchen, die Granne mit seiner Pfote aus dem Auge zu wischen. Meist entwickelt sich schnell eine Bindehautentzündung, bei der das betroffene Auge stark geschwollen und gerötet ist. Versuche bitte nicht selbst, das Auge deines Hundes zu verarzten. Geh lieber zum Tierarzt und lass die Granne fachgemäß entfernen. Wird eine Bindehautentzündung nicht rechtzeitig behandelt, droht eine Hornhautentzündung im Auge deines Hundes.

Grannen beim Hund – in der Lunge

Es klingt schauderhaft und ist für deinen Hund äußerst unangenehm. Grannen können leider auch eingeatmet werden. Befindet sich die Granne noch in der Nase, wird dein Hund stark zu Niesen beginnen. Im Verlauf kommt es dann zu vermehrter Sekretausschüttung der Nase, der mit dem Fortschreiten der Entzündungsreaktion auch eitrig werden kann. Da die Granne von allein keinen Weg mehr nach draußen findet, musst du, bei dem Verdacht, dass dein Hund eine Granne eingeatmet haben könnte, bitte schnellstmöglichst den Tierarzt aufsuchen.

Fazit zur Granne beim Hund

Grannen sind eine meist unterschätzte Gefahr im Hochsommer und zur Erntezeit. Sie können für deinen Hund schnell gefährlich werden und ihn stark belasten.
Dennoch musst du dich vor Spaziergängen bei herrlichstem Sommerwetter nicht fürchten. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Freigang – damit minderst du das Risiko, dass sich eine Granne im Haarkleid deines Hundes versteckt, enorm.

Letzte Aktualisierung am 25.02.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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