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Dein Hund zittert? Dies können die Ursachen sein!

Hund zittert

Wenn der Hund zittert, sind Haustierbesitzer oft besorgt. Dies gilt vor allem dann, wenn das Leiden vermehrt auftritt. Daher ist es natürlich wichtig zu wissen, ob sich hinter der körperlichen Reaktion eine ernste Erkrankung verbirgt. Nur so kannst Du nämlich beurteilen, wann sich ein Gang zum Tierarzt lohnt. In diesem Artikel erhältst Du deshalb ausführliche Informationen zu diesem Thema, wobei Dir gleichzeitig mögliche Ursachen für das Zittern genannt werden.

Der Hund zittert – die Gründe sind vielfältig

Das wird unter „Zittern“ verstanden

Geht es um die Gesundheit Deines Tiers, solltest Du dazu imstande sein, ernsthafte Erkrankungen zu erkennen. Da das Zittern relativ häufig auftreten kann, ist es wichtig, dass Du weißt, wie die körperliche Reaktion einzustufen ist. Dabei musst Du dazu in der Lage sein, zwischen harmlosem Zittern und ernsten Krampfanfällen zu unterscheiden.

Bei einem Krampf wirkt Dein Hund abwesend und hat keine Kontrolle mehr über seinen Körper. Dieser Zustand kann bis zu mehrere Minuten lang andauern. Beim Zittern ist Dein Vierbeiner hingegen ansprechbar. Dies erkennst Du daran, dass er versucht, Dir in die Augen zu schauen- zittert Dein Hund, ist er also bei vollem Bewusstsein.

Die Ursachen für Zittern bei Hunden

Zittern kann bei Deinem Vierbeiner ganz harmlose Ursache haben. So sind häufig Freude oder auch Aufregung der Grund für diese körperliche Reaktion. Kommt das Zittern allerdings vermehrt und scheinbar ohne erkennbare Ursache vor, beunruhigt dies oft den Haustierbesitzer. Denn liegen bei einem zitternden Hund harmlose Gründe vor. Im Zweifelsfall sollten Sie daher den Gang zum Tierarzt in Betracht ziehen.

Dieser kann in der Regel schnell herausfinden, warum diese physische Reaktion bei Ihrem Tier auftritt. Natürlich können Sie anhand der Häufigkeit und der Art des Zitterns auch selbst eine erste Vermutung und Diagnose anstellen – folgende Ursachen sind bei einem zitternden Tier denkbar:

Hund zittert nach großer Anstrengung

Der Hund zittert nach Bewegung

Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Zittereffekt. Dieser tritt bei Vierbeinern nach intensiver Bewegung auf – oft fängt Dein Hand dann an, im Schlaf zu zittern. Dies kann bereits bei Welpen ab ihrem sechsten Lebenstag beobachtet werden. Wenn Dein Hund nach ausgedehnten Spaziergängen im Schlaf zittert, besteht also kein Grund zur Sorgen. Hierbei handelt es sich um eine normale physische Reaktion, die der Muskelentspannung und dem Stressabbau dient.

Es ist außerdem möglich, dass Dein Hund nach intensiver Aktivität auch im wachen Zustand zittert. Verringern kannst Du das Zittern, indem Du Deinem Vierbeiner vor dem Spaziergang ein Stück Traubenzucker gibst. Sollte die körperliche Reaktion trotzdem auftreten oder gar stärker werden, dann ist ein Gang zum Tierarzt ratsam.

Intensive Träume als Auslöser

Hat Dein Vierbeiner einen ereignisreichen Tag hinter sich, kann es vorkommen, dass aufgrund lebhafter Träume Dein Hund zittert. Dadurch verarbeitet Dein Haustier seine Erfahrungen. Das Zittern ist in diesem Fall vollkommen ungefährlich und kein Grund zur Sorge.

Zittern durch Kälte

Wie bei Menschen, können auch niedrige Temperaturen dazu führen, dass Dein Hund zittert. Denn die Muskelzuckungen lassen die Körpertemperatur wieder ansteigen. Was das Ausmaß und die Intensität des Zitterns betrifft, spielt die Körpergröße Deines Vierbeiners eine wichtige Rolle. So frieren kleinere Artgenossen schneller als große Hunderassen – zu schnellem Zittern neigen des Weiteren Nackthunde sowie Tiere ohne Unterwolle – ein Beispiel hierfür sind Chihuahuas.

Vor allem im Winter solltest Du darauf achten, dass Du für Deinen Hund, wenn dieser unter der Kälte leidet, passende Wintermäntel für Hunde hast – denn die tiefen Temperaturen können, genau wie beim Menschen, zu Erkältungen führen.

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Das Zittern als Alterserscheinung

Auch das Alter kann dafür verantwortlich sein, dass bei Deinem Vierbeiner spontane Muskelzuckungen auftreten. Doch für Gewöhnlich handelt es sich dabei um einen natürlichen Alterungsprozess, der kein Grund zur Sorge ist.

Alte Hunde können zittern

Zittern vor Angst

Auch hier ist der Hund dem Menschen ähnlich. Hat er Angst ist das Zittern eine häufige Begleiterscheinung. Ob sich Dein Hund fürchtet, erkennst Du an seiner Körperhaltung. Duckt sich Dein Vierbeiner, legt seine Ohren an, knurrt er und zieht den Schwanz zwischen die Beine, ist es sehr wahrscheinlich, dass Dein treuer Begleiter Angst hat. In der Regel sind kleinere Rassen ängstlicher als größere Hunde – dies liegt zumeist daran, dass die Welt auf Hunde mit geringer Körpergröße einfach bedrohlicher wirkt.

Eine Angstsituation kann sowohl durch einen anderen Hund als auch durch Menschen ausgelöst werden. Fängt Dein Vierbeiner an vor Furcht zu zittern, solltest Du diesen so schnell wie möglich in eine sichere Umgebung bringen. Zeigt Dein Hund häufige Angstreaktionen, dann kann dafür auch eine schlechte Sozialisierung die Ursache sein. Willst Du als neuer Hundebesitzer diesem Szenario entgegenwirken, solltest Du Deinen Welpen schon möglichst früh mit beunruhigenden Situationen – hierbei kann es sich um laute Geräusche im Straßenverkehr sowie die Begegnung mit anderen Menschen und Hunden handeln – vertraut machen.

Reagiert Dein Vierbeiner ängstlich, darfst Du nicht den Fehler machen, ihn durch Streicheln zu trösten. Dadurch signalisierst Du Deinem Hund nämlich, dass seine Angst berechtigt war. Wenn Du jedoch selbst gelassen bleibst, wird sich Dein Begleiter schon bald von selbst beruhigen. Der Hund ist ein Rudeltier und orientiert sich stets an der Laune seines Besitzers. Ist dieser in guter Stimmung, bleibt Dein Vierbeiner auch in ungewohnten Situationen gelassen.

Die Freude als Auslöser

Im Gegenzug zur Angst kann auch extreme Freude ein Grund dafür sein, dass Dein Hund zittert. Positive Erregung kann nämlich dazu führen, dass Dein Vierbeiner einen Freudenrausch erlebt. Diese Situation wird durch intensives Wedeln mit dem Schwanz, Springen und sogar Tänzeln begleitet. Bekommt das Tier daraufhin Aufmerksamkeit in Form von Leckerli oder Streicheln, kann dies zu Zittern führen.

Einige Hunde führen die körperliche Reaktion auch künstliche herbei, um Belohnungen zu erhalten. Willst Du Deinem Vierbeiner dieses Verhalten abtrainieren, darfst Du ihm beim Zittern keine Leckerli geben. Belohne Deinen Liebling erst, wenn er sich wieder beruhigt hat. Gehst Du so vor, gehört dieses Verhalten schon bald der Vergangenheit an.

Hund zittert durch Epilepsie

Ein Anzeichen für Epilepsie

In einigen Fällen kann das Zittern leider auch ernste Ursachen haben. Dies ist dann der Fall, wenn Ihr Hund an Epilepsie leidet. Hierbei handelt es sich um einen Krampfanfall, der dazu führt, dass Ihr Vierbeiner die Kontrolle über seinen Körper verliert. Der Krampf dauert über einen längeren Zeitraum an und ist dafür verantwortlich, dass es vor allem in den Gliedmaßen des Hundes zu vermehrtem Zittern kommt.

Bei Epilepsie handelt es sich um eine Erkrankung des Gehirns, an der in etwa zwei Prozent der Vierbeiner leidet. Öfter betroffen sind Rassen wie Beagle, Schäferhunde. Golden Retriever, Berner Sennenhunde und Labrador. Epilepsie lässt sich leider nicht heilen, allerdings können die Symptome mithilfe von Medikamenten eingedämmt werden. Generell läuft ein epileptischer Anfall in drei Phasen ab. Zuerst wird Dein Hund unruhig, wobei es auch zu vermehrtem Speichelflussoder Erbrechen kommt.

Danach setzen die charakteristischen Muskelzuckungen ein – mitunter verliert Dein Vierbeiner dabei auch das Bewusstsein. Nach einigen Minuten gehen die Zuckungen wieder zurück. Dein Hund wirkt hierbei verwirrt, wobei es dazu kommen kann, dass er vorübergehend die Kontrolle über Blase und Darm verliert.

Hast Du den Verdacht, dass Dein Liebling an Epilepsie erkrankt ist, solltest Du den Tierarzt aufsuchen. Dauert ein Krampf zu lange an, kann dies für den Hund lebensbedrohlich sein. Der Arzt kann die Symptome der Epilepsie mit Medikamenten stoppen. Außerdem ist es wichtig, dass Ursachen wie Tumore, Missbildungen oder Verletzungen als Auslöser ausgeschlossen werden können.

Eine Magendrehung als Auslöser

Bei großen Hunden kann es vorkommen, dass sich der Magen um die eigene Längsachse dreht. Vor allem Rassen wie Dobermann, Irish Setter oder Doggen sind stark betroffen. Bleibt die Magendrehung unbehandelt, führt diese unweigerlich zum Tod des Tieres. Ein erstes Anzeichen für eine Magendrehung kann verstärktes Zittern sein.

Ursache hierfür sind die Schmerzen und der Schock, die mit einer Magendrehung einhergehen. Wenn Dein Hund zittert, unruhig ist und einen Blähbauch aufweist, solltest Du Dich sofort zum Tierarzt begeben – Zögern kann in diesem Fall nämlich den Tod bedeuten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Magendrehung steigt, wenn Du Deinen Vierbeiner mit großen Mengen an Trockenfutter fütterst.

Denn diese Nahrung enthält zumeist einen hohen Getreideanteil, der anschließend im Magen aufquillt. Willst Du einer Magendrehung vorbeugen, solltest Du also vor allem bei großen Rassen darauf achten, dass Du dem Hund eine ausgewogene Ernährung zur Verfügung stellst – dabei muss sich insbesondere der Getreideanteil in Grenzen halten.

Eine Infektion mit Staupe

Bei Staupe handelt es sich um eine Virusinfektion. Diese kann nämlich zu Krampfanfällen mit zittern führen und das Gehirn Ihres Vierbeiner schädigen. Neben dem Zittern sind Atemnot, Fieber, Durchfall, Appetitlosigkeit, Husten und Lähmungen häufige Symptome. Sollten Sie diese an Ihrem Hund beobachten, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf. Denn Staupe kann zu dauerhaften Schäden an den Atemwegen, am Nervensystem sowie am Verdauungstrakt führen – oft endet die Infektion auch tödlich.

Allerdings ist es heutzutage bereits möglich, den Hund gegen die Infektion impfen zu lassen. Übertragen wird das Virus über Exkremente infizierter Tiere.

White Dog Shaker Syndrom

„White Dog Shaker Syndrom“

Wie der Name schon sagt, kommt diese Form des Zitterns lediglich bei weißen Hunden vor. Es handelt es sich hierbei um eine Erbkrankheit, bei der das betroffene Tier am Köper zu zittern anfängt und in eine Orientierungslosigkeit verfällt. Ein markantes Symptom sind dabei auch schnelle Augenbewegungen.

Das „White Dog Shaker Syndrom“ wird mithilfe von Medikamenten behandelt. Manchmal verschwinden die Symptome nach der Verabreichung der Arzneimittel völlig – es gibt aber auch Hunde, die ein Leben lang Medikamente einnehmen müssen.

Zittern als Anzeichen einer Vergiftung

Auch bei einer Vergiftung kann es vorkommen, dass Dein Hund zittert. Die meisten Vierbeiner vergiften sich, indem sie unverträgliche Wildpflanzen, aber auch Lebensmittel, die nur für den Menschen bestimmt sind, zu sich nehmen.

Auf keinen Fall fressen dürfen die Tiere:

  • Schokolade
  • Süßstoff
  • Alkohol
  • Weintrauben
  • Zwiebel

Im schlimmsten Fall greift eine Vergiftung den gesamten Körper Deines Vierbeiners an. Mögliche Symptome, die auf eine Vergiftung hinweisen können, sind Erbrechen, Durchfall, Fieber, starker Speichelfluss, Bauchkrämpfe, Herzkreislaufbeschwerden, Atemnot und generelle Unruhe.

Wenn Du einer Vergiftung entgegenwirken willst, solltest Du Deinen Hund in der Dunkelheit stets an der Leine führen. Außerdem ist es ratsam, dem Vierbeiner bereits in jungen Jahren Befehle wie „Aus“ oder „Komm‘ her“ beizubringen. Solltest Du an Deinem Hund Anzeichen für eine Vergiftung erkennen, ist so schnell wie möglich ein Tierarzt aufzusuchen.

Nierenversagen führen zu Zittern

Zu starken Zitteranfällen kann es kommen, wenn Dein Vierbeiner Probleme mit seinen Nieren hat. Nierenversagen erkennst Du aber nicht nur daran, dass Dein Hund zittert – häufige Begleiterscheinungen sind auch Durchfall, Apathie und Erbrechen.

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Neurologische Erkrankungen als Auslöser

Auch neurologische Erkrankungen können dazu führen, dass es bei Deinem Haustier zu vermehrtem Zittern kommt. Zu den häufigsten Leiden des Gehirns und des Nervensystems gehören Schlaganfälle, Gehirnschläge, Gehirntraumata, Hitzeschläge sowie auch Koordinationsstörungen.

In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass das Risiko für viele der erwähnten Krankheiten mit steigendem Alter zunimmt. Aus diesem Grund solltest Du vor allem bei betagten Hunden, bei denen das Zittern plötzlich auftritt, einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Zittern durch Schmerzen

Hat Dein Vierbeiner Schmerzen, kann es leicht passieren, dass der Hund zittert. Vor allem Bauchschmerzen führen sehr schnell zu dieser körperlichen Reaktion. Falls Dein Hund parallel zum Zittern noch andere Symptome aufweist, solltest Du zur Sicherheit einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann ernste Erkrankungen ausschließen.

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Rat vom Tierarzt

Viele Haustierbesitzer fragen sich, wann es ratsam ist, die Hilfe eines Veterinärmediziners in Anspruch zu nehmen. Generell solltest Du Deinen Liebling in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen. Zumindest einmal pro Jahr musst Du den Tierarzt aufsuchen, um Impfungen zu erneuern und den allgemeinen Gesundheitszustand Deines Vierbeiners beurteilen zu lassen.

Dabei hast Du auch die Möglichkeit, Fragen in Bezug auf etwaiges Zittern zu klären. Dieses Vorgehen ist allerdings nur dann ratsam, wenn die Zitteranfälle leicht ausfallen und mit keinen Begleitsymptomen einhergehen. Haben Sie hingegen den Verdacht, dass dem Leiden eine ernste Krankheit zugrunde liegt, dann sollten Sie nicht lange warten und den Tierarzt sofort aufsuchen.

So kann beispielsweise schnelles Handeln bei einer Magendrehung zwischen Leben und Tod entscheiden. Wenden Sie sich im Zweifelsfall daher sofort an einen Spezialisten, um eine lebensbedrohliche Ursache auszuschließen.

Fazit

Es ist nicht immer leicht, herauszufinden, wo die Ursache für das Zittern liegt. Weißt Du aber über den Charakter und über die Gewohnheiten Deines Vierbeiners Bescheid, kannst Du leicht abschätzen, ob sich hinter jener physischen Reaktion eine ernsthafte Erkrankung verbirgt.

Im Zweifelsfall solltest Du einen Tierarzt zu Rate ziehen. Dieser kann nicht nur ernsthafte Krankheiten ausschließen, sondern Dir auch dahingehend Tipps geben, wie Du das Zittern Deines Hundes in den Griff kriegst.

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Bild von Dennis Rosenboom
Dennis Rosenboom
zert. Ernährungsberater für Hunde & Katzen Dennis ist seit seiner Kindheit von Tieren umgeben und kann sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Besonders Hunde und Katzen liegen ihm am Herzen: Von der Zucht und Ausbildung von Schäferhunden bis zum Alltag mit seinen beiden Hunden Artos und Dexter hat er unzählige Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam mit seiner Frau Insen hat er sich intensiv mit gesunder Tierernährung beschäftigt. Beide sind zertifizierte Ernährungsberater für Hunde und Katzen und möchten ihr Wissen durch pfoten.net weitergeben, um Tierhalter dabei zu unterstützen, ihre Vierbeiner gesund und artgerecht zu versorgen. Nebenbei engagiert sich Dennis ehrenamtlich im Tierschutz.