Chihuahua im Rasseportrait – extrem klein aber oho!

Manch eine Hunderasse ist bei Hundefans und potenziellen Hundebesitzern beliebter, als andere. Darunter zählt im Übrigen auch der Chihuahua, welcher es derzeit wieder einmal in den Top-10 schafft. Ganz verwunderlich ist das bei den putzigen Vierbeinern natürlich nicht, weil sie eben klein sind, handlich zugleich, wenn es mal schnell gehen muss und auch im Grundbedarf nicht allzu aufwendig erscheinen. Doch natürlich gibt es auch bei der Anschaffung eines Chihuahua einiges zu beachten und einige Thematiken, die Du vor der Anschaffung wissen und kennen solltest. Deswegen möchten wir neben viel Positivem auch alle rassetypischen Geschichten Dir mit auf dem Weg geben. Es soll doch schließlich jeder bestens beim Kauf eines Chihuahua informiert sein und nicht die sprichwörtliche Katze im Sack haben, die man später dann einfach wieder abgibt, oder?

Der Chihuahua und das notwendige Background-Wissen zur Hunderasse findest Du hier

Ehe Du mit der Anschaffung eines Hundes oder speziell der Rasse des Chihuahua nachdenkst, möchten wir Dir natürlich einige Informationen mit auf dem Weg geben, die Du im Vorfeld sicherlich ganz interessant finden wirst. Denn vergiss bei der Anschaffung eines Vierbeiners niemals, dass wir hier von einem Lebewesen reden, welches Dich jahrelang begleitet. Dieser Verantwortung musst Du dir samt Deiner Partnerschaft bewusst sein. Wir haben zu viele traurige und ausgesetzte Tiere im Tierheim, sodass wir hier an die Vernunft appellieren und natürlich auch zum Thema Chihuahua ein Paar Informationen offen legen, um Dir Deine Entscheidung wirklich zu erleichtern.

Alterserwartungen

Ob es der kurzhaarige oder langhaarige Chihuahua sein soll, spielt bei der möglichen Lebenserwartung im Grunde keine entscheidende Rolle. Du darfst bei Deinem neuen Mitbewohner auf vier Pfoten damit rechnen, dass der Chihuahua bei guter Pflege, einer guten Gesundheit und Genetik zwischen 12 bis 20 Jahre alt werden kann. Deswegen erwähnen wir auch hier nochmals für all diejenigen, die sich nicht sicher sind, wer diese Zeitspanne nicht ertragen kann, der ist für einen Vierbeiner mit Liebesbedarf, Pflege, Auslauf und mehr nicht geeignet.

Besondere Merkmale des Chihuahuas

Die meisten Chihuahuas zeichnen sich durch ihr dürres Erscheinungsbild aus. Das liegt vor allem daran, dass die kleine Hunderasse, welche zwischen 15 bis 23 cm im Durchschnitt und maximal 33 bis 40 cm groß ist, natürlich nicht zu viel Gewicht auf den Rippen haben darf, ohne dass sie gleich gefährdet in ihrer Beweglichkeit wäre. Darüber hinaus ist ein Chihuahua im Schnitt zwischen 500 bis 2,5 Kilogramm schwer. Bei 500 Gramm solltest Du aber wirklich mit einem Tierarzt sprechen, denn hier ist auch Gefahr im Verzug des Untergewichts und des Organversagens zu befürchten. Durchschnittlich liegt das Gewicht also in jedem Fall bei gesunden Tieren bei 1 bis 2,5 Kilogramm.

Der Chihuahua ist besonders gut als Hund geeignet für…

Wie bei allen Hunderassen ist es auch beim Chihuahua so, dass er für spezielle Zwecke geeignet ist oder einfach nur Deinen Geschmack entspricht. In den meisten Fällen ist es so, dass der Vierbeiner natürlich eher den Geschmack des Besitzers trifft, aber es ist bei einem Chihuahua auch so, dass dieser für folgende Thematiken durchaus geeignet ist und eine Überlegung wert wäre.

Ein Chihuahua springt über ein Hindernis
Die Zwergenrasse ist agil und sportlich. Deswegen solltest Du Deinem Hund auch etwas anbieten, denn das hält Körper und Seele im Gleichgewicht.

Es ist also nicht richtig, wenn vielleicht jemand in Deiner Umgebung behauptet, dass der Chihuahua langweilig im Wesen sei. Das stimmt bei Weitem nicht und den kleinen „Handtaschen-Hund“ kannst Du durchaus viel beibringen oder im Alltag fordern. Doch übertreibe es nicht, wir reden hier schließlich von einem kleinen Hund, der auch mal Ruhe und Zeit benötigt. Zudem muss das Wesen des Vierbeiners gestärkt werden, damit er Dir auch für jegliche Tricks vertraut.

Wo kommt der Chihuahua eigentlich her?

Natürlich fehlt Dir bei der Hunderasse des Chihuahuas auch nicht das Hintergrundwissen rundum seine Historie. Es ist historisch jedenfalls bewiesen, dass die Azteken und Tolteken bereits diese Hunderasse gehalten haben, was dazu führt, dass man vermutet, dass der Chihuahua aus Mexiko stammt. Laut der Geschichte wurden die beliebten Vierbeiner der Stars und Sternchen damals ebenso vergöttert von den Azteken, weil sie einen rundlichen Kopf und ihre Augen leuchten, sodass sie sogar bis ins Grab mit folgten. Leider gab es aber auch Opferungen im Bezug auf diese Hunderasse, sodass historisch wie fast überall auch immer Nachteile zu erkennen sind. Eine Legende der alten mexikanischen Azteken besagt, dass der Chihuahua den Weg ins Paradies ebnen würde und diese dort hinführen würde, sodass Du schon erkennen kannst, wie historisch behaftet diese Hunderasse ist, was viele aber bis heute nicht wissen.

Erst im 19. Jahrhundert in den USA wurde der Chihuahua als Rassehund eingetragen und hat seine quirlige und süße Ader schon damals in der High-Society entfalten können. Bis heute haben Stars wie Paris Hilton diese Hunderasse und ihr Dasein gefördert und vielleicht ist auch Dein Interesse für die niedlichen Vierbeiner deswegen aufgetreten?

Das Futter der Chihuahuas

Beim Futter solltest Du darauf achten, dass es bekömmlich und leicht zu verdauen ist. Vergiss auch nicht, dass der pH-Wert entscheidend sein kann, um durch einen Gendefekt empfindliche Harnsteine nicht zu bilden, wofür Chihuahuas vorbelastet sind. Sind Allergien bekannt, dann muss Dein Vierbeiner natürlich auch entsprechend angepasstes Futter bekommen. Alter, Gewicht, die tägliche Aktivität und etwaige Erkrankungen sind daher immer in der Fütterung zu berücksichtigen.

Damit hast Du schon viele Informationen gefunden, die über Chihuahuas wichtig sind, um den Vierbeiner bestens kennen zulernen. Es ist gar nicht so schwierig den Vierbeiner zu halten und darauf zu achten, dass es ihm gut geht. Du musst halt immer nur wissen, was Dich bei der Anschaffung eines Hundes erwartet. Jede Rasse kann genetische Vorerkrankungen mit sich bringen, andere sind etwas widerspenstig im Charakter und Wesen und andere wiederum sehr lieb. Deswegen wollten wir Dir beim Chihuahua auch gerne zur Seite stehen, um die besten Informationen auf Anhieb zu finden und zu wissen, ob der Hund nun etwas für Dich ist.

Rassetypische Merkmale des Chihuahuas nicht vergessen

Der Chihuahua wird immer gern als süßer Vierbeiner gesehen, den man möglicherweise nicht erziehen muss und wo sich alles fast von alleine ergibt. Doch so einfach ist es bei Weitem nicht. So klein diese niedliche Rasse auch ist, der Vierbeiner kann es faustdick hinter den Ohren haben. Es ist aus diesem Anlass wichtig, dass Du dich auch mit dem Wesen und den rassetypischen Merkmalen des Chihuahuas beschäftigst, wobei wir Dir helfen werden, um einen süßen Vierbeiner daheim vorzufinden.

Der Charakter  ist ganz vielseitig

Eines sei direkt zu sagen, der Chihuahua ist wirklich ein charakterstarkes Wesen, welches sich auch unterscheiden kann. Und natürlich steht auch Dein Vertrauen im Vordergrund, um die charakterlichen Eigenschaften zu stärken. Die meisten Chihuahuas sind jedoch sehr sensibel Wesen, die auch etwas ängstlich wirken. Nicht zu vergessen, sie zwar freundlich sind, aber argwöhnisch beziehungsweise misstrauisch. Trotzdem ist der kleine Vierbeiner sehr lebhaft und verspielt, aber auch schmusig. Er benötigt auch die körperliche Wärme der Menschen, sodass gerade auch als Schmusehund hier keine Grenzen gesetzt sind, wenn der Vierbeiner es zulässt. Loyalität steht dem Chihuahua sehr gut und er kann auch problemlos allein gehalten werden.

Erziehung ist auch bei dem niedlichen Vierbeiner wichtig

Um direkt einmal ein Missverständnis aus dem Weg zu räumen, bedarf der Chihuahua ebenso eine konsequente Erziehung. Bring ihm die Kommandos bei, auf die der Vierbeiner hören soll und lass Dich nicht immer um den Finger wickeln. Chihuahuas sind darin sehr eigenwillig und können auch ungehorsam sein, wenn sie feststellen, dass man es mit Dir machen kann. Aber auch hier gilt immer: liebevoll und konsequent erziehen. Schreien auf keinen Fall und schlagen ist sowieso ein absolutes No-Go.

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Der Chihuahua ist ein wahres Aktivitätenbündel

Der Chihuahua ist klein und deswegen muss man mit diesem Hund nicht spielen, auslaufen usw. Das sind nur ein Teil der Ausreden, die wir immer wieder hören, wenn es darum geht, wieso der Vierbeiner lieber im Park in der Handtasche sitzt und mehr. Doch auch der Chihuahua ist sehr agil und spielt hin und wieder gerne. Zudem ist er wissbegierig, neugierig und lernfähig. Deswegen eignen sich diese Vierbeiner auch besonders gut für die Agility Trainings oder dem Dog-Dancing. Manch ein Chihuahua schwimmt jedoch auch gerne, sodass Du ruhig mal schauen kannst, was Dein Vierbeiner möchte.

Chihuahua rennt durch Gras
Chihuahuas lieben es, zu rennen und zu toben. Unterschätze also Deinen kleinen Vierbeiner nicht.

Achte aber darauf, dass Dein Hund unterwegs zu den Aktivitäten immer gesichert ist. Wir haben Dir Hundeautositze vorgestellt.

Der Chihuahua kann rassetypische Erkrankungen mit bringen

Leider sind viele Hunderassen derart überzüchtet und das merkt man nicht nur am bekannten Beispiel des „Mops“. Es sind auch Chihuahuas, die leider durch die Art der Züchtung in der Vergangenheit und durch manche Menschen, die die Vierbeiner als finanzielle Gebährmaschine nutzen, viele Erkrankungen aufgetreten, die einen Chihuahua geradezu rassetypisch erkranken lassen. Wir möchten auch, dass Du darüber bescheid weißt, um immer zu wissen, worauf Du dich eventuell einlässt. Es ist kein „muss“, dass Dein Vierbeiner daran erkrankt, aber trotzdem solltest Du dies wissen, um auch im Ernstfall reagieren zu können, die finanzielle Sicherheit im Auge behältst und dem Vierbeiner all seine Notwendigkeiten für eine bestmögliche Gesundheit zuteil werden lässt.

Diabetes mellitus hat bei Chihuahua schon „Hochkonjunktur“

Chihuahuas haben ein hohes Risiko an Diabetes mellitus zu erkranken, sowohl den Typ 1 als auch den Typ 2. Es ist daher wichtig, dass Du regelmäßig auf das Futter achtest und beim Tierarzt auch schaust, ob hier erste Anzeichen zu erkennen sind. Beim Typ 1 Diabetes musst Du im Grunde auch nur, ähnlich wie beim Menschen, Insulin dem Vierbeiner verabreichen. Genetische Veranlagungen, Entzündungen sowie das Futter sind für diese Stoffwechselerkrankung verantwortlich, sodass Du auch im Vorfeld ein wenig vorgreifen kannst, was das Futter und das gesunde Körpergewicht des Chihuahuas angeht. Die Genetik kannst Du derweil nicht beeinflussen und nicht immer kennt man die Vorgeschichte der Elterntiere.

Achte somit auf jeden Fall auf gesunde Ernährung. Selbst bei Hunden, die bereits an Diabetes mellitus erkrankt waren, konnte durch die Gabe von AniFit Hundefutter die Insulindosis nach und nach drastisch reduziert werden. Sprich uns gerne an und wir beraten Dich hierzu.

Ein Anzeichen für Diabetes ist es, wenn Dein Hund viel trinkt oder durchgehend Hunger hat.

Zahnfehlstellungen kommen häufiger vor

Der Kopfform des Chihuahuas ist es leider geschuldet, dass Zahnfehlstellungen nicht selten den Vierbeiner ereilen. Dies kann wiederum dazu führen, dass sich der Abrieb verringert oder auch die Zahnsteinbildung gleichermaßen fördert. Regelmäßige Zahnpflege ist beim Chihuahua daher vorbeugend und kann teure narkotisierte Zahnreinigungen beim speziellen Tierarzt vermeiden. Die Unterkiefercaninus ist die häufigste Fehlstellung, die Du bei einem Chihuahua entdecken kannst und im schlimmsten Fall auch operativ verbessert werden muss, weil sonst der gesamte Kauapparat zu Problemen führen kann.

Chihuahuas neigen aufgrund eines Gendefekts zur häufigen Bildung von Harnsteinen

Eine Erkrankung, die wirklich sehr häufig auftritt, weil ein Gendefekt der Grund ist, sind Harnsteine. Symptome sind u. a. häufiges oder schmerzhaftes Blasen entleeren oder gar blutiger Urin. Uratsteine sind insbesondere wegen des Gendefekts häufiger Harnsteinprobleme, sodass Du unbedingt darauf achten musst, dass der pH-Wert im Futter stimmt. Sprich hier vorbeugend mit dem Tierarzt, um das Futter anzupassen und die Harsteinbildung zu minimieren.

Leider ist der Chihuahua eben auch neben vielen süßen Eigenschaften ein wenig vom Schicksal seiner Gene gebeutelt. Das ist aber wirklich kein Grund, wieso Du diesem Vierbeiner nicht ein liebevolles zu Hause geben solltest. Diese liebevollen Tiere sind süß, niedlich und sehr schmusebedürftig. Dazu kommt, dass sie leicht zu erziehen sind und in jedem Fall erzogen werden sollten. Denk eben bei den rassetypischen Erkrankungen immer daran, dass sie auftreten können, einige ein erhöhtes Risiko haben, welches Du wiederum minimieren kannst und es nicht direkt bedeutet, dass Dein Vierbeiner auch erkrankt.

Mann hält Hund im Arm
Diese Rasse liebt es oft. zu kuscheln und nahen Körperkontakt zu seiner Bezugsperson zu haben. Doch ein reiner Schoßhund ist diese Rasse nicht.

Fazit Chihuahua

Bist Du Single und möchtest nicht einsam sein? Dann wäre der Chihuahua sicherlich eine Überlegung. Doch auch für ältere Ehepaare und Menschen sind die Chihuahuas sicherlich eine Rassenempfehlung, weil sie einfach im Unterhalt sind, leicht im Alltag integriert werden können, wenig fordern und dennoch viel geben. Vielleicht möchtest Du daher auch mit dem Chihuahua auf Tuchfühlung gehen? Soll es denn ein Kurzhaar-Chihuahua oder ein Langhaar-Chihuahua sein? Hast Du dir schon Gedanken gemacht?

Auf pfoten.net findest Du noch viele weitere Portraits zu Hunderassen.

2 Gedanken zu „Chihuahua im Rasseportrait – extrem klein aber oho!“

  1. Guten Tag, Ich habe einen Shihuahua 5 Jahre alt mit Probleme an der Wirbelsäule lt. RÖNTGEN. Bin betroffen in diesen Alter??? Möchte ihm ein Physeo Bett kaufen gerecht für den Rücken. Bitte hatten Sie diesbezüglich einen Vorschlag? Marley hat 2,40 kg Gewicht. Liebe Grüße Frau Kurz

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