Hund humpelt – erste Hilfe, Ursache und Behandlung

Dein Hund humpelt und Du fragst Dich, warum und wie Du ihm helfen kannst? In unserem heutigen Beitrag zeigen wir Dir die möglichen Ursachen und gehen auf Erste-Hilfe-Maßnahmen und mögliche Behandlungsmöglichkeiten ein. Natürlich möchten wir an dieser Stelle direkt erwähnen, dass eine endgültige Diagnose nur durch eine Untersuchung bei einem kompetenten Tierarzt möglich ist und Du nicht erst wochenlang selber versuchen solltest, zu behandeln.

Woran erkenne ich, dass mein Hund humpelt?

Natürlich gibt es Situationen, in denen das Humpeln des Hundes eindeutig sind: Er steht auf drei Beinen dar oder hinkt deutlich beim Laufen. Doch nicht immer ist es so klar zu erkennen. Du solltest Deinen Hund beim Laufen also beobachten, damit Du einen Blick dafür bekommst, wie er normal läuft. Dann kannst Du schnell Abweichungen davon sehen.

Aber es gibt auch weitere Indikatoren, die darauf hinweisen, wenn Dein Hund Probleme mit seinem Gangapparat hat. Wir nennen Dir ein paar Fragen, auf die Du ganz einfach mit Ja oder nein antworten kannst. Solltest Du einmal oder mehrfach mit ja antworten, ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass Dein Hund Probleme hat.

  • Hat Dein Hund Probleme beim Aufstehen?
  • Läuft Dein Hund steif oder „hoppelt“ er?
  • Zieht Dein Hund beim Laufen ein Bein hinterher oder belastet es gar nicht?
  • Spreizt Dein Hund beim Sitzen ein Bein ab und stellt die Hüfte schief?
  • Wirft Dein Hund sich einfach auf den Boden anstatt sich normal hinzulegen?
  • Nimmt Dein Hund bei Treppen hoch und/oder runter die Stufe mit beiden Beinen gleichzeitig? (abhängig natürlich von der Größe des Hundes und der Stufe)
  • Läuft Dein Hund viel im Passgang?
  • Möchte Dein Hund plötzlich nicht mehr spazieren gehen oder toben, obwohl er das sonst gerne gemacht hat?
  • Beißt oder Knabbert Dein Hund stark am Bein oder and er Pfote?
Exkurs: Passgang
Der Passgang beim Hund deutet häufig auf Probleme und Schmerzen im Gangapparat hin, da es sich um eine Schonhaltung handelt. Hierbei treten bei Deinem Hund gleichzeitig entweder die linken oder rechten Beine vorwärts – im Normalfall läuft Dein Hund mit entgegen gesetzten Vorder- und Hinterbeinen. Bei einigen Tierarten ist Passgang vollkommen normal. Auch einige Hunderassen zeigen dies regelmäßig. Aufmerksam solltest Du aber dann werden, wenn Dein Hund sonst nie Passgang gezeigt hat und dies plötzlich tut.

Wichtig ist natürlich, dass Du Dich fragst: War das Verhalten meines Hundes schon immer so oder hat es sich plötzlich oder schleichend verändert? Hilfreich sind hierbei auch Videoaufnahmen, die Du immer mal wieder von Deinem Hund machen kannst, wenn dieser läuft. So kannst Du die Aufnahmen auch später vergleichen oder einem Tierarzt zeigen, wenn Dein Hund humpelt.

Bist Du Dir nicht sicher, stelle Deinen Hund lieber ein Mal zu viel als zu wenig einem Tierarzt oder einem Tierphysiotherapeuten vor. Denn bei manchen Erkrankungen und Verletzungen kannst Du durch schnelles Handeln einen schlimmen Verlauf vermeiden.

Dein Hund humpelt: Das können die Ursachen sein

Die Ursachen für das Humpeln Deines Hundes können ganz verschieden sein. Lahmheit entstehen meist durch Verletzungen und Schmerzen am Bein oder an der Pfote / den Pfotenballen. Auslöser können aber auch Rückenprobleme sein.

Sollte Dein Hund plötzlich humpeln, können dies die Verursacher sein

  • Dein Hund hat eine Prellung, Zerrung oder Verstauchung
  • Er hat Dornen, Holzsplitter, Glassplitter oder andere Fremdkörper im Bein oder in der Pfote
  • Ein Bienen- oder Wespenstich
  • Verletzungen am Pfotenballen durch Streusalz oder Split oder aber auch im Sommer durch zu heißem Boden (Verbrennung)
Hund humpelt
Ist es nur eine kleine Verletzung, wird die Wunde behandelt und danach gegebenenfalls verbunden.

Dein Hund humpelt und es gibt keinen plötzlichen Grund oder Unfall?

Natürlich gibt es aber auch noch Verletzungen bzw. Ursachen, die nicht plötzlich auftreten, sondern durchaus einen langfristigeren Verlauf haben können.

Übergewicht: Bringt Dein Hund zu viele Kilo auf die Waage?

Was hier so lustig klingt, ist es tatsächlich nicht. Übergewicht ist nicht nur schädlich für die Organe Deines Hundes, sondern natürlich auch für den Bewegungsapparat. Die Gelenke werden hierdurch zu stark belastet. Zudem produziert Fettgewebe auch entzündungsfördernde Stoffe. Achte immer ganz genau auf das Gewicht Deines Hundes, denn so tust Du ihm wirklich etwas Gutes! Sollte Dein Hund ein zu hohes Gewicht haben, setze ihn auf Diät.

Tipp
Lasse bei einer Gewichtsreduktion die Finger von Diätfutter. Oft ist dieses mehr als ungeeignet zur Fütterung und enthält Füllstoffe – unter anderem sogar Holz! Füttere Deinen Hund gesund und ausgewogen. Sehr gut geeignet ist hierfür AniFit Hundefutter. Dort findest Du auch einen Futterrechner und kannst das derzeitige Gewicht und das Zielgewicht Deines Hundes eingeben und so die Menge abschätzen.

Zu lange oder eingerissene Krallen

Verletzungen an den Krallen können Schmerzen bei Deinem Hund verursachen und somit zum Lahmen führen. Dein Hund kann sich die Krallen beim Spielen oder beim Hundesport einreißen oder aber auch einfach irgendwo hängen bleiben. Blutet Dein Hund stark, lege ihm am besten einen Druckverband an. Sofern die Blutung nicht aufhört, lasse es von einem Tierarzt prüfen.

Aber auch zu lange Krallen können zu Schmerzen und Veränderungen im Gangbild führen. Deswegen sollte die regelmäßige Krallenpflege Pflicht und entweder Du oder ein Tierarzt oder Hundefrisör sollte regelmäßig die Krallen schneiden.

Malassezien

Die Malassezien-Dermatitis beim Hund ist eine durch eine Pilzinfektion hervor gerufene entzündete Haut. Diese Erkrankung kann auch die Krallen und Ballen Deines Hundes befallen, welches sehr schmerzhaft ist und somit zu Problemen im Gangbild führt.

Kreuzbandriss

Humpelt Dein Hund auf einem der Hinterbeine, kann es sich um einen Kreuzbandriss handeln. Es ist eher selten, dass das Kreuzband durch eine falsche Bewegung reißt. Häufiger ist es so, dass es sich um eine Chronisch degenerative Erkrankung handelt. Es reißt also nach und nach, bis es irgendwann vollständig reißt.

Mehr dazu erfährst Du in unserem Beitrag über Kreuzbandriss beim Hund.

Ellenbogendysplasie / Hüftdysplasie

Auch die ED und HD ist ein häufiger Grund für Lahmheiten bei Hunden. Diese ist meist angeboren und sehr häufig genetisch bedingt. Einige Hunderassen wie der Deutsche Schäferhund, Labrador oder der Rottweiler (also eher größere Rassen) sind häufiger davon betroffen. Gerade Hunde mit HD kippen beim Sitzen häufig das Becken ab.

Hund humpelt
Ein häufiger Grund für Lahmheiten beim Hund ist die Gelenksdysplasie.

Seriöse Züchter lassen die Elterntiere immer auf HD und ED untersuchen. Achte also beim Kauf Deines Hundes bereits auf ein gesundes Tier.

Arthrose

Bei der Arthrose verändert sich das betroffene Gelenk Deines Hundes langsam. Diese Erkrankung ist chronisch und entsteht meist durch Entzündungen, Übergewicht und Fehlbelastungen.

Patellaluxation

Von der Patellaluxation sind häufig kleine Hunderassen betroffen und dann genetisch veranlagt. Sie kann aber auch durch einen Unfall entstehen. Bei der Patellaluxation springt die Kniescheibe (Patella) Deines Hundes aus der Führungsrinne. Häufig springt die Kniescheibe von alleine wieder zurück, aber nicht immer.

Tendovaginitis

Die Sehnen Deines Hundes können entzündet sein. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: So kann die Entzündung durch Überbelastung (zum Beispiel beim Hundesport im Agility oder CaniCross) entstehen, aber auch durch einen Anriss, eine Infektion oder gar einen stumpfen Schlag beim Spielen. Eine Tendovaginitis ist äußerst schmerzhaft für Deinen Hund

Tumore

Sollte Dein Hund einen schmerzhaften oder bösartigen Tumor haben, kann dieser auf Gelenke und Sehnen drücken, wodurch Dein Hund humpelt. Auch Knochenkrebs kann eine Ursache sein.

Bandscheibenvorfall

Hat dein Hund einen Bandscheibenvorfall, wirkt sich dies natürlich auch auf den Gangapparat aus. Diese Hunde nehmen häufig eine Schonhaltung ein und haben dadurch eine Fehlbelastung

Knochenbruch

Natürlich kann auch ein Knochenbruch die Ursache sein, wenn Dein Hund humpelt. Dieses geschieht meist durch ein dumpfes Trauma und ist nicht immer offensichtlich.

Bitte beachte: Es gibt natürlich noch weitere Ursachen, warum eine Hund humpelt. Unsere Liste ist daher nicht vollständig. Sie dient nur dazu, Dir häufige Ursachen aufzuzeigen. Sollte Dein Hund humpeln, solltest Du immer einen kompetenten Tierarzt aufsuchen, um eine Diagnose zu erhalten. Denn davon ist abhängig, wie die weitere Behandlung abläuft.

Erste-Hilfe-Maßnahmen, wenn der Hund lahmt

Nun siehst Du, dass Dein Hund humpelt, und möchtest ihm schnell erste Hilfe leisten. Manchmal kann ein schnelles und gezieltes Handeln weiteres Unheil abwenden. Daher möchten wir Dir gerne ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben. Im Übrigen bieten auch viele Hundeschulen Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter an. Das können wir Dir von Herzen empfehlen, denn so bist Du für den Fall der Fälle gut vorbereitet. Erkundige Dich einfach mal in Deiner Gegend.

Nun aber zu unseren Tipps für die erste Hilfe

Ganz zu Anfang sei gesagt: Ruhe bewahren! Brichst Du in Hektik und Panik aus, wird sich das auf Deinen Hund übertragen! Also atme tief ein und wieder aus, auch wenn es natürlich nicht schön ist, den geliebten Hund mit Schmerzen zu sehen.

  • Wenn Du die Möglichkeit hast, lasse sich Deinen Hund auf die Seite legen (hier ist ein guter Tipp, schon früh mit einem Medical Training zu beginnen)
  • Sorge dafür, dass Dein Hund umgehend ruhig gestellt wird und nicht noch weiter rennt oder tobt. Vermeide nun unbedingt auch Treppen
  • Fühle am Bein, ob Du Verhärtungen der Muskel oder Schwellungen ertasten kannst (vergleiche hierzu mit dem anderen Bein)
  • Achte darauf, ob Dein Hund eine Reaktion zeigt, die auf Schmerzen hindeuten kann (dies können zum Beispiel Beschwichtigungssignale sein) Sei aber vorsichtig: Hat Dein Hund starke Schmerzen könnte er nach Dir schnappen
  • Prüfe die Pfotenballen, ob ein Fremdkörper in Form eines Dornen, Splitters oder Stachels in ihnen steckt. Manchmal sind diese winzig klein und nicht immer mit dem Bloßen Auge zu erkennen. Siehst Du einen, kannst Du ihn vorsichtig mit dem Finger oder einer Pinzette entfernen
  • Prüfe auch die Zwischenbereiche und die Krallen, ob Du Verletzungen erkennen kannst. Siehst Du vielleicht sogar irgendwo Blut? Kleine Wunden kannst Du desinfizieren (achte bitte darauf, dass das Desinfektionsmittel nicht in der Wunde brennt. Anschließend kannst Du eine Heilsalbe auftragen. Viele Hunde knabbern und lecken an verwundeten Stellen, dies solltest Du unterbinden (zum Beispiel durch eine Halskrause oder einem Verband)

Solltest Du zum Tierarzt fahren müssen, möchten wir Dir noch folgende Tipps mit auf den Weg geben:

  • Rufe bei Deinem Tierarzt, der Klinik oder dem Notdienst an. So kann die Praxis alles vorbereiten, um Deinem Hund schnell zu helfen
  • Achte darauf, dass Dein Hund nicht an der Wunde lecken kann
  • Hebe Deinen Hund vorsichtig ins und aus dem Auto und trage ihn, damit er die Verletzung nicht belastet
  • Bedenke, dass Dein Hund unter Schmerzen anders reagieren kann als gewohnt – auch Dir gegenüber. Es kann daher empfehlenswert sein, einen Maulkorb anzulegen.

Wenn der Hund humpelt: Wie erfolgt die Diagnose durch den Tierarzt?

Auch die Untersuchung ist abhängig davon, warum Dein Hund lahmt. Deswegen führen Tierärzte im Normalfall vor der Untersuchung ein Anamnesegespräch. Dabei versucht er Informationen über die Vorgeschichte Deines Hundes zu erhalten. Du kannst ihm helfen, indem Du Dir Notizen machst: Wann trat die erste Lahmheit auf, in welchem Moment humpelt Dein Hund besonders stark, gibt es Vorerkrankungen oder gab es eine bestimmte Situation, seitdem Dein Hund humpelt? Diese Informationen können bei der Ursachenfindung helfen!

Sofern die Ursache für das Hinken Deines Hundes eine offene Verletzung oder ein Wespenstich oder Bienenstich ist, wird Dein Tierarzt den Fremdkörper entfernen und die Pfote behandeln oder sogar nähen und verbinden. In manchen Fällen müssen Krallen entfernt werden. Das ist zwar für Deinen Hund nicht schön, die Heilung geht aber sehr in den meisten Fällen sehr schnell. Du wirst noch eine Anleitung zur weiteren Versorgung und einen Folgetermin zur Nachuntersuchung erhalten.

Lahmheitsuntersuchung beim Hund

Liegt der Grund der Lahmheit aber tiefer oder kann nicht direkt festgestellt werden, wird der Tierarzt weitergehende Untersuchungen starten.

Anfangs wird er sich das Gangbild Deines Tieres anschauen. Hilfreich können hierfür auch Videos sein, die Du ihm mitbringst. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn Dein Hund die Lahmheit nicht immer zeigt. Gegebenenfalls wirst Du Deinen Hund draußen vorführen müssen. Gerade im Trab sieht man Lahmheiten deutlicher – vor allem dann, wenn sie noch nicht so deutlich sind.

Im zweiten Schritt wird er Deine Fellnase orthopädisch und neurologisch untersuchen. Er wird die Gliedmaßen abtasten. Hier geht er so vor, dass er zuerst die gesunden abtastet, um zu sehen, wie Dein Hund dort reagiert und einen besseren Vergleich mit dem verletzten Bein zu haben. Bei der Untersuchung tastet er Knochen und Gelenke ab und bewegt sie in alle Richtungen. Zusätzlich gibt es spezielle Untersuchungsmethoden, die er anwenden kann, wie zum Beispiel den Schubladentest, der beim Kniegelenk genutzt wird.

Kreuzbandriss beim Hund
Sobald Du Symptome erkennst, kontaktiere umgehend einen Tierarzt. Diesem stehen verschiedene Methoden und Techniken zur Verfügung, um eine Diagnose zu stellen.

Bildgebende Diagnostik

Eine große Hilfe bei der Untersuchung von Lahmheiten sind bildgebende Verfahren. Durch diese Bilddaten kann ein Tierarzt sehr genaue Diagnosen stellen. Nicht jeder Tierarzt vor Ort hat die Möglichkeit, alle dieser Verfahren anzubieten. Daher kann es sein, dass er Dich zu einem Spezialisten oder eine Tierklinik überweist.

Die Durchführung der Verfahren wird meistens in Narkose durchgeführt, da Dein Hund vollkommen still liegen muss (Ausnahmen sind hier eine Ultraschalluntersuchung als auch einige Röntgenaufnahmen, zum Beispiel im Bauchbereich).

Radiologie / Röntgen

Das Röntgen ist eine sehr bekannte Diagnosemöglichkeit und sicherlich hattest auch Du schon Kontakt damit. Diese konventionelle Radiologie wird vor allem dann genutzt, wenn Aufnahmen vom Skelett Deines Hundes gemacht werden sollen (aber auch für Bauchraumaufnahmen oder Aufnahmen des Herzens und der Lunge).

Mittels Röntgenstrahlen und Bildverstärkertechnik wird Dein Hund durchleuchtet.

Röntgenbild
Das Röntgen ist wohl die bekannteste und auch am häufigsten eingesetzte Methode zur Diagnose.
Dieses kann meist direkt bei Deinem Tierarzt vor Ort durchgeführt werden.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die MRT ist in der Humanmedizin schon lange bekannt. Aber es wird auch immer mehr bei Tieren genutzt, denn es bietet einen sehr genauen Einblick, um Ursachen für Lahmheiten oder andere Erkrankungen zu finden. Die Magnetresonanztomographie arbeitet mit starken Magnetfeldern und elektromagnetischen Wechselfeldern. Es ist ein Schnittbildverfahren, was zudem den Vorteil hat, dass nicht mit Röntgenstrahlen gearbeitet wird. Eine MRT wird vor allem dann eingesetzt, wenn das Weichgewebe untersucht werden soll, also zum Beispiel das Rückenmark, Tumore oder das Gehirn Deines Hundes.

Computertomographie (CT)

Die CT arbeitet wie auch die Radiologie mit Röntgenstrahlen, allerdings kann durch den CT-Scan ein dreidimensionales Bild erstellt werden, welches einen genaueren Einblick bietet. Auch diese Technik ist ein Schnittbildverfahren. Die Computertomographie eignet sich vor allem zur Untersuchung der Gelenke und Knochen, als aber auch der Weichteile (zum Beispiel Lunge). Bei der CT kann es notwendig sein, dass ein Kontrastmittel verabreicht wird.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn Dein Hund lahmt?

Die Behandlung ist selbstverständlich abhängig von der Ursache und der Diagnose. Einige Erkrankungen können mit Medikamenten behandelt werden, hierbei kommen zum Beispiel Schmerzmittel zum Einsatz. Auch durch eine längere Schonung können manche Verletzungen in den Griff bekommen werden. Hierbei darf Dein Hund dann kaum oder nur kontrolliert laufen (an der Leine).

Unterstützen kann meist eine Physiotherapie und Osteopathie, damit Dein Hund lernt, die Fehlhaltung abzubauen. Auch Muskelaufbau ist ratsam, um betroffene Gelenke und Sehnen zu unterstützen.

Einige Ursachen lassen sich nur operativ beheben wenn der Hund humpelt. Daher ist es ratsam, dass Du Dich durch eine Hundekrankenversicherung oder OP-Versicherung vor immens hohen Kosten schützt. Auch nach einer OP wird Dein Hund durch Physiotherapie unterstützt und muss eine gewisse Zeit geschont werden.

Einige Tierärzte schwören auch auf die Behandlung mit Goldakupunktur. Zusätzlich kann Dein Hund auch durch eine Tierheilpraktikerin unterstützt werden.

Lahmheiten beim Hund vorbeugen

Natürlich kannst Du nicht allen Krankheiten vorbeugen, denn Unfälle passieren und einige Erkrankungen sind genetisch bedingt und angeboren. Dennoch kannst Du einige Dinge beachten:

  • Achte unbedingt auf das Gewicht Deines Hundes
  • Ernähre Deinen Hund gesund und ausgewogen
  • Die Bewegung sollte dem Alter entsprechend sein (ein Welpe sollte nicht zu weit laufen und schon gar nicht am Fahrrad)
  • Du kannst Hundetreppen für das Auto oder auch für zu Hause anbieten, damit Dein Hund nicht springen muss
  • Mache mit Deinem Hund Übungen zum Muskelaufbau
  • Stelle Deinen Hund regelmäßig bei der Physiotherapie vor – auch wenn bisher keine Lahmheit vorliegt
  • Mache Deinen Hund warm, bevor Du mit ihm Sport machst (Warm-Up) und lasse ihn sich nach dem Sport langsam abkühlen (Cool-Down)
  • Lasse Deinen Hund nicht zu viel auf Asphalt laufen (gerade am Fahrrad kann das je nach Hunderasse und Menge sehr schädigend sein)
  • Laste Deinen Hund artgerecht aus – nicht jeder Hund ist ein Dauerläufer
  • Füttere als Futterzusatz Grünlippmuschelpulver
Hundetreppe
Eine sehr gute Unterstützung für Hunde kann so eine Hundetreppe sein. Diese müssen nicht erst eingesetzt werden, wenn bereits etwas passiert sind, sondern können von Anfang an genutzt werden.

Fazit zum Humpeln beim Hund

Wie Du siehst, gibt es unzählige Ursachen, warum Dein Hund möglicherweise humpelt. Natürlich kann er sich auch einfach nur mal vertreten oder unglücklich aufkommen. Aber es können auch ernsthafte Gründe dahinter stehen. Unsere Empfehlung ist ganz klar: Lieber ein Mal mehr überprüfen lassen als ein Mal zu wenig. Nach unbehandelten Verletzungen kann sich leicht Arthrose einschleichen.

Hast Du schon Erfahrungen mit diesem Thema machen müssen? Berichte uns gerne in einem Kommentar von Eurer Geschichte.

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