Muskelaufbau beim Hund – mit tollen Übungen zum Nachmachen

Muskelaufbau beim Hund ist wichtig, uns zwar nicht erst, wenn Dein Hund bereits erkrankt ist oder Probleme zeigt, sondern auch vorbeugend. Muskeln schützen die Gelenke Deines Hundes und so kann eine gute Muskulatur dafür sorgen, dass Dein Hund lange gesund und munter bleibt. Aber natürlich auch nach einer Operation oder Erkrankung helfen Euch gezielte Übungen, damit Dein Hund sich wieder erholen kann. Wir erklären Dir, worauf Du achten solltest und stellen Dir ein paar einfache Übungen vor.

Wofür ist eine gute Muskulatur beim Hund wichtig?

Muskeln dienen zum Schutz von Gelenken und Knochen. Hat Dein Hund also eine sehr gute Muskulatur, kannst Du hierdurch Verletzungen und Schmerzen vorbeugen und vermeiden. Hat Dein Hund eine gute Muskulatur, kann er sich besser ausbalancieren und verfällt nicht so leicht in Schonhaltung. Durch einen guten Muskelaufbau beim Hund kann er sich in schwierigen Situationen auch abfangen und gefährlichen Situationen besser ausweichen.

Muskeln sind an jeder Bewegung Deines Hundes beteiligt. Sie sorgen dafür, dass Dein Hund umher tollen kann, spielen kann, oder aber auch einfach sitzt und wartet. Sie halten das gesamte Knochengerüst Deines Vierbeiners und auch seine Bänder zusammen. Eine Erholung nach einer Operation geht bei einer guten Muskulatur häufig schneller.

Muskelaufbau beim Hund – was Du vor dem Training beachten solltest

Natürlich möchtest Du jetzt sofort loslegen. Aber dennoch solltest Du vor dem Training zum Muskelaufbau beim Hund noch einige wichtige Informationen beachten.

Wann sollte ich mit dem Muskelaufbau beim Hund beginnen?

Wenn Du mit dem Muskelaufbau beim Hund beginnst, solltest Du daran denken, dass Sehnen, Gelenke und Bänder eines Welpens stärkere Belastungen noch nicht standhalten können. Deswegen solltest Du nicht zu früh mit dem Muskelaufbau anfangen.

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Die Hauptwachstumsphase Deines Hundes liegt zwischen dem dritten und siebten Lebensmonat.

Wann der Wachstum abgeschlossen ist, hängt von der Hunderasse bzw. der Größe Deines Hundes ab. Bei kleinen Hunden kann er bereits nach dem zehnten Monat abgeschlossen sein, bei großen Hunden verlängert er sich und kann zum Teil erst nach dem zweiten Lebensjahr vollendet sein.

Mit Übungen für einen gezielten Muskelaufbau solltest Du erst ab dem zwölften Lebensmonat beginnen.

Gesundheitscheck durch einen Tierarzt und einen Hundephysiotherapeuten

Bevor Du mit dem Training los legst, solltest Du Deinen Vierbeiner unbedingt durch einen Tierarzt durchchecken lassen. Auch solltest Du Deinen Hund regelmäßig bei einem Tierphysiotherapeuten vorstellen. Dieser kann Euch gezielt Übungen zeigen, die ihr im Training zu Hause umsetzen könnt.

Muskelaufbau im Wasserlaufband
Ein Tierphysiotherapeut hat natürlich noch weitere Möglichkeiten. Ein Wasserlaufband gehört läufig zu der Therapiestunde.

Eine Diagnose ist zudem wichtig, damit Du weißt, wo genau Eure Schwachstellen liegen und wie viel Training gut ist. Außerdem bieten Physiotherapeuten unterstützend auch häufig Wasserlaufbänder und Osteopathie für Hunde an.

Gesunde Ernährung ist das A und O für einen guten Muskelaufbau beim Hund

Ja, Du hast richtig gelesen: Es geht nicht mit dem Training los, sondern mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Zum einen schadet Übergewicht bei Hunden natürlich extrem Gelenken und Organen. Aber damit Dein Hund Muskeln aufbauen kann, benötigt er zudem ein gesundes Hundefutter mit einem hohen Fleischanteil und Proteinanteil ergänzt durch Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen. Dieses findest Du beispielsweise im AniFit Hundefutter. Ergänzend kannst Du Deinem Hund zusätzlich Futterzusätze geben. Achte bitte auch auf gesunde Snacks, möchtest Du Deinen Hund zwischendurch belohnen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit EasyBarf von AniFit als Leckerlis gemacht. Du kannst aber auch Hundekekse selber machen.

Proteine sind die Basis eines guten Muskelwachstums, da sie dafür sorgen, dass Muskelstränge wachsen. Es handelt sich bei Proteinen um Eiweißmolekühle, die aus verschiedenen Aminosäuren bestehen. Vor allem Fisch, Geflügel und generell Fleisch enthalten viel Eiweiß. Außerdem sollten auch Kohlenhydrate im Futter enthalten sein, zum Beispiel Kartoffeln und Reis.

Nun musst Du sicher nicht einen detaillierten Fitness-Ernährungsplan für Deinen Hund anlegen. Aber wenn Du bei der Wahl des Hundefutters schon darauf achtest, ist dies sehr hilfreich für die Gesundheit und im speziellen für den Muskelaufbau Deines Hundes.

Muskelaufbau beim Hund
pug dog as personal trainer lifting a very heavy dumbbell bar having trouble with it

Aber auch bei die Gelenke benötigen „gutes Futter“. Besonders gut haben sich hier Nahrungsergänzungen mit Grünlippmuschel bewährt. Ein sehr gutes Nahrungsergänzungsprodukt ist folgendes:

Aufwärmen ist Pflicht

Du kennst das sicherlich auch aus dem Sport: Bevor es mit dem Training los geht, solltest Du Dich aufwärmen. Und das gleiche gilt auch für Deinen Hund. Eine Aufwärmphase solltest Du zudem einplanen, wenn Du Hochleistungssport mit Deinem Hund machst wie THS, Dogscooting oder andere Hundesportarten.

Wärmst Du Deinen Hund auf, vermeidest Du Verletzungen.

Du kannst am besten mit Deinem Hund spazieren gehen, auch mal vom Schritt in den Trab wechseln und vor dem eigentlichen Trainingsbeginn auch einige Übungen zum Dehnen und Biegen machen. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Slalom durch die Beine.

Nach dem Training solltest Du Deinem Hund übrigens auch eine sogenannte Cool Down Phase bieten. Auch hier kannst Du einen kleinen gemeinsamen Spaziergang machen.

Welches Zubehör benötige ich für ein Muskelaufbautraining beim Hund?

Für viele Übungen benötigst Du nicht mal besonderes Equipment. Du kannst sie in der Wohnung, im Garten oder auch auf Euren Spaziergängen einbringen.

Um gezielter zu trainieren, ist aber ein sogenanntes Balancekissen ganz toll. Du erhältst es inzwischen in vielen verschiedenen Formen und auch Farben. Wir werden Dir bei den Übungen ein tolles Balancekissen genauer vorstellen.

Was solltest Du beim Muskelaufbau Training beachten?

Ist Dein Hund nun aufgewärmt und Du hast das Go vom Tierarzt und die Unterstützung vom Physiotherapeuten, könnt Ihr loslegen. Bevor wir Dir nun ein paar Übungen erklären, hier noch ein paar grundlegende Dinge, die Du beim Training beachten solltest.

Beginne mit leichten Übungen

Auch Hunde könnten Muskelkater bekommen. Deswegen beginne Euer Training zum Muskelaufbau beim Hund mit einfachen Übungen. Da es bei diesem Training nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern einzig und allein um eine kontinuierliche Verbesserung der Muskulatur geht, solltest Du Deinen Hund nicht gleich überfordern. Das Training solltest Du anfangs nur zwei bis dreimal in der Woche durchführen und Dich auf wenige Wiederholungen beschränken. Dies kannst Du langsam nach und nach steigern – angepasst an die Kondition Deines Hundes.

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Führe die Übungen langsam durch

Für einen guten Muskelaufbau beim Hund kommt es nicht auf die Menge der Wiederholungen an. Es ist eher wichtig, dass das Training gezielt und genau durchgeführt wird. Die Übungen sollten langsam gemacht werden. Somit ist es für viele Hunde zudem auch noch eine tolle Übung zur Konzentration und zum ruhigen Arbeiten.

Langeweile ist ein Motivationstöter

Denke daran, dass Dein Hund natürlich motiviert mitmachen sollte. Und Langeweile kann sehr schnell die Motivation schmälern. Deswegen varriere das Training, sorge für Abwechslung. So wird Dein Hund auch weiterhin Spaß an dem Training haben. Deswegen solltest Du auch nicht mit schlechter Laune oder Ungeduld ins Training gehen. Das wird sich auf Deinen Hund übertragen und ist somit eher kontraproduktiv. Dann solltest Du das Training lieber verschieben.

Übungen immer auf beiden Seiten durchführen

Wenn Dein Hund nur einseitig trainiert wird, kann dies schnell zu einer Fehlbelastung und einer daraus resultierenden Schonhaltung führen. Deswegen solltest Du Übungen immer beidseitig ausführen (sofern nicht durch eine Operation oder andere Hindernisse nicht möglich).

Sollte Dein Hund übrigens eine Übung partout nicht durchführen wollen und zeigt zusätzlich vielleicht noch deutliche Beschwichtigungssignale, breche diese Übung umgehend ab. In diesem Fall solltest Du mit Eurem Hundephysiotherapeuten darüber sprechen und gegebenenfalls auch die Meinung Eures Tierarztes hinzu ziehen.

Muskelaufbau für Hunde – einfache Übungen zum Nachmachen

Einige Übungen wird Dir Euer Physiotherapheut sicher mit auf den Weg gegeben haben. Sehe unsere Vorschläge daher als zusätzliche Inspiration an. Gerade nach einer Operation oder einer Verletzung solltest Du immer nur nach Absprache mit einem erfahrenen Tierarzt und / oder Therapeuten trainieren.

Der „Elefanten-Trick“

Durch den Elefantentrick kannst Du wunderbar die Hinterhandmuskulatur trainieren und förderst zudem noch die Koordination Deines Hundes.

Hierfür sollte Dein Hund mit den Vorderpfoten auf einem Gegenstand nehmen. Hierfür eignet sich ein umgekippter Eimer oder Blumentopf, ein größeres Buch, ein Baumstumpf oder ähnliches. Achte aber darauf, dass nichts wackeln oder umfallen kann. Dein Hund soll sich nicht erschrecken.

Du positionierst Deinen Hund mit den Vorderpfoten auf Eurem Gegenstand und stellst Dich neben Deinen Hund. Dein Hund sollte Dich mit seiner Schulter berühren. Nun nimmst Du ein Leckerli in die Deinem Hund zugewandten Seite. Bringe Deine Hand nun auf die andere Seite Deines Hundes und locke seinen Kopf etwas herum (stehst Du links neben dem Hund, nimmst Du also die rechte Hand und hältst sie auch rechts von Deinem Hund). Dein Hund wird nun mit der Hinterhand herum treten und diese aktivieren. Anfangs reicht es, wenn Dein Hund es an Deinem Bein ausführt (es ist übrigens auch eine tolle Übung, dem Hund ein gutes „Fuß“ für die Unterordnung beizubringen, denn er lernt, an Deinem Bein zu kleben, wenn Du Dich herum bewegst).

Der Elefantentrick zum Muskelaufbau
Der Elefantentrick ist eine tolle Übung. Sie erfordert Konzentration und Koordination und fördert gleichzeitig den Muskelaufbau Deines Hundes.

Später ist es natürlich auch toll, wenn Dein Hund die Übung auch alleine ausführen kann. Trete hierzu einfach ein Stückchen zurück, wenn Deine Hand Deinen Hund herum führt. Er wird dann vor Dir die Seite wechseln und es sicherlich gar nicht bemerken.

Denke immer daran, dass diese Übung auch immer in beide Richtungen ausgeführt werden sollte.

Hier ein kleines Erklärvideo zum besseren Verständnis von Autorin Wiebke und Ihrer Hündin Mira von www.sleepherds.de

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Bitte entschuldige die Qualität des Videos. Daran müssen wir definitiv noch arbeiten 🙂

Übungen mit dem Fitbone

Für diese Übungen zum Muskelaufbau nutzen wir das Ball Dynamics FPK9BONE (kurz: Fitbone). Das Schöne ist, dass bei diesem Produkt bereits Übungen mitgeliefert werden, die Dir eine Inspiration sein können.

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Fangen wir mit einer einfacheren Übung an: Dein Hund steht mit den Vorderläufen auf dem Fitbone und die Hinterläufe sind am Boden. Nun forderst Du Deinen Hund auf, sich hinzusetzen. Die Vorderläufe sollen dabei auf dem Balancekissen bleiben. Denke auch hier bitte daran, dass es nicht um Geschwindigkeit geht. Belohne Deinen Hund.

Fitbone zum Muskelaufbau
Das Fitbone ist eine tolle Unterstützung zum Muskelaufbau beim Hund. Du kannst es in vielen verschiedenen Farben kaufen. Für Mira gab es natürlich pink bzw. beere 🙂

Im zweiten Schritt soll Dein Hund nun wieder aufstehen, auch hierbei sollen seine Vorderläufe auf dem Balancekissen bleiben. Sehr hilfreich ist es, wenn Dein Hund das Kommando „Steh“ bereits kennt. Zu Anfang solltest Du maximal drei bis fünf Wiederholungen machen.

Bei unserer zweiten Übung steht Dein Hund mit den Hinterläufen auf dem K9 Fitbone und mit den Vorderläufen auf dem Boden. Nun soll sich Dein Hund hinlegen und wieder aufstehen. Hierbei sollen die Hinterläufe auf dem Balancekissen bleiben. Fortgeschrittene können aus dieser Position auch den Diener oder High Five als Trick abfragen. Wie Du sie aufbaust, erfährst Du in unserem Beitrag über Hundetricks.

Hundetricks – 10 einfache Anleitungen zum Nachmachen

Es kommt übrigens nicht darauf an, ob Dein Hund die Kommandos „Sitz“ oder „Platz“ bei diesen Übungen perfekt beherrscht! Du darfst ihn gerne mit einem Leckerli in die gewünschte Position locken.

Übungen für den Spaziergang

Auch unterwegs kannst Du immer wieder ein paar kleine Übungen einbauen, um die Muskulatur Deines Hundes zu stärken. Und dies hat auch noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Eure Spaziergänge werden für Deinen Hund interessanter und es stärkt hierdurch Eure Bindung!

Du kannst Deinen Hund zum Beispiel an einem Bordstein (oder alternativ an einem liegenden Baumstamm) im Slalom langsam auf und ab führen. Wichtig bei der Ausführung ist, dass Du es langsam durchführst, sodass Dein Hund bewusst treten muss. Er soll sich bewusst dabei konzentrieren und eine Pfote nach der anderen setzen.

Eine weitere tolle Übung ist das Cavalettitraining. Lege hierzu einfach ein paar Äste hintereinander auf den Weg. Führe Deinen Hund nun langsam über die Hindernisse. Er soll nicht darüber traben oder gar springen, sondern konzentriert im Schritt gehen und alle vier Läufe bewusst nacheinander anheben.

Fazit zum Muskelaufbau Hund

Eine gut trainierte Muskulatur bei Hunden ist aus vielerlei Gründen wichtig. Sie beginnt bereits mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung und kann durch viele verschiedene Übungen unterstützt werden.

Egal, ob Dein Hund aufgrund einer Verletzung oder Operation zusätzlichen Muskelaufbau benötigt, oder Du es vorbeugend machst – es lohnt sich in jedem Fall und macht zudem auch noch eine Menge Spaß. Vor allem prophylaktisch kannst Du Deinen Hund hiermit zusätzlich vor Verletzungen schützen und ihm zu einem längeren, gesunden Leben verhelfen.

Wir vom pfoten.net Team wünschen Dir viel Freude beim Ausprobieren!

PS: Alternativ zum Fitbone haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit diesem Produkt gemacht. Du kannst beide Balancekissen auch wunderbar miteinander kombinieren:

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Stand: September 30, 2020 10:21 pm Uhr
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