Gymnastikübungen für Hunde – Für mehr Fitness & Muskulatur

Eine gute Fitness und starke Muskulatur sind Stützfeiler für ein langes, gesundes Hundeleben. Mit Gymnastikübungen für Hunde kannst Du Deinen Hund auf diesem Wege unterstützen. Sie sollten nicht nur als Aufwärmübungen im Hundesport eingesetzt, sondern in den Alltag eines jeden Hundes implementiert werden. Welche Übungen Du ganz einfach mit Deinem Hund zuhause oder unterwegs durchführen kannst, zeigen wir Dir heute mit einigen tollen Inspirationen.

Warum sind Gymnastikübungen für Hunde so wichtig?

Ist Dein Hund gesund und besitzt eine gute Fitness, ist er besser gewappnet gegen mögliche Erkrankungen. Eine gute Muskulatur schützt vor Stürzen und Verletzungen. Auch das Wohlbefinden wird durch ein besseres Fitnesslevel positiv beeinflusst. Das Bewegen macht mehr Spaß und vielleicht kennst Du es auch von Dir: Bist Du fit, gehen viele Dinge leichter von der Hand.

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So ist es nicht verwunderlich, dass Hundesportler ihre Hunde schon lange mit Fitnessübungen unterstützen. Aber nicht nur im Hundesport solltest Du darauf achten, dass Dein Hund eine gute Muskulatur hat. Es kann immer wieder zu Situationen kommen, in denen Dein Hund mit gesunden Muskeln eine bessere Voraussetzung hat: Nach einer Operation müssen viele Hunde Ruhe einhalten, Muskulatur wird abgebaut. Und so hat es ein Hund, der nicht fit ist, wesentlich schwerer, wieder auf die Beine zu kommen. Aber auch im Alter baut die Muskulatur ab. Das ist ein natürlicher Prozess. Aber wer rastet, der rostet. Also lohnt es sich, mit Gymnastikübungen für Hunde dran zu bleiben!

Was ist Gymnastik genau?

Gymnastik dient dazu, den Körper gleichmäßig und allgemein auszubilden (Quelle: Wikipedia). Im früheren Verständnis wurden hierzu keine Geräte eingesetzt.

Wozu sind Gymnastikübungen für Hunde noch gut?

Das schöne an Gymnastikübungen für Hunde ist, dass sie nicht nur für die Fitness und Muskulatur gut sind, sondern noch einen weiteren Sinn haben: Dein Hund wird auch vom Kopf her ausgelastet. Denn bei den Übungen soll Dein Hund aktiv mitmachen! Somit schaffst Du auch noch eine kognitive Beschäftigung.

Das gemeinsame Training hilft Euch auch dabei, Eure Beziehung weiter zu vertiefen und aus einer guten Beziehung zueinander entsteht eine engere Bindung. Wichtig ist natürlich, dass Ihr Beide Freude am Training habt und es ohne Druck oder Stress abläuft.

Für welche Hunde eignen sich Fitnessübungen?

Pauschal gesagt eignen sich Gymnastikübungen für Hunde für alle Vierbeiner! Du solltest aber selbstverständlich das Alter, die Größe und das Fitnesslevel Deines Hundes einbeziehen. Bei Welpen und Junghunden sind die Knochen und Gelenke noch nicht fertig ausgereift. Sie sollten nicht alle Übungen machen. Ältere Hunde haben es nicht unbedingt leichter. Da kann es hier und da schon mal ziepen und sie benötigen einen langsameren Trainingsfortschritt als beispielsweise ein Border Collie, der gerade in der Blüte seines Lebens steht.

Gymnastikübungen für Hunde
Gymnastikübungen eignen sich für alle Hunde. Aber natürlich solltest Du diese auf Größe, Alter, Fitness und Entwicklung anpassen.

Große Hunde neigen wesentlich schneller zu einer Überbelastung der Muskulatur, weswegen Du auch mit ihnen nicht alle Übungen machen solltest.

Aber auch das allgemeine Fitnesslevel spielt eine Rolle. Hast Du mit Deinem Hund noch nie trainiert? Dann solltest Du unbedingt langsam anfangen! Muskeln bauen sich nach und nach auf. Vermeide unbedingt einen Muskelkater. Dies ist zum einen schädlich, zum anderen wird Dein Hund aber dann zukünftig nicht mehr so motiviert mit Dir arbeiten.

Welche Faktoren haben noch Einfluss auf die Fitness meines Hundes?

Neben einem gezielten Training durch Gymnastikübungen und Muskelaufbau beim Hund kannst Du noch über weitere Faktoren Einfluss auf die Gesundheit Deines Hundes nehmen.

Der erste Schritt ist natürlich eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Dein Hund sollte mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden und alles überflüssige – wie Aromastoffe, Farbstoffe, Konservierungsstoffe etc. – solltest Du nicht füttern. Gute Beispiele für gesundes Hundefutter sind RyDog und AniFit.

Du kannst die RyDog Menü in 200, 400 und 800 Gramm-Dosen beziehen.
Du kannst die RyDog Menüs in 200, 400 und 800 Gramm-Dosen beziehen.

Zudem ist natürlich auch eine gute Figur ausschlaggebend. Übergewicht beim Hund führt nicht nur zu Schädigungen am Bewegungsapparat, sondern wirkt sich auch extrem schädlich auf die inneren Organe aus! Ein Teufelskreis beginnt: Durch das Übergewicht möchte sich Dein Hund nicht mehr so gerne bewegen und durch die geringere Bewegung baut sich die Muskulatur ab und Dein Hund kann nicht abnehmen.

Futterzusätze als Fitnessbooster für Hunde

Neben einem gesunden Hauptfutter kannst Du Deinen Hund auch durch Futterzusätze unterstützen. Diese können sich positiv auf die Muskulatur, die Gelenke – aber auch im Allgemeinen auf das Immunsystem auswirken.

In verschiedenen Beiträgen hatten wir Dir bereits einige Superfoods für Hunde vorgestellt:

Was benötige ich, um Gymnastikübungen für Hunde durchzuführen?

Wir haben bei unseren Inspirationen gezielt darauf geachtet, dass Du neben guten Leckerlis und eventuell einen Clicker kein zusätzliches Equipment kaufen musst. Du kannst also direkt loslegen mit dem Training – wenn es der Zustand Deines Hundes zulässt und Du die Freigabe vom Tierarzt oder Therapeuten hast.

An dieser Stelle dennoch ein kleiner Tipp: Möchtest Du in diesem Bereich mehr mit Deinem Hund machen, eignen sich Balanceboards oder -kissen hervorragend. Qualitativ hochwertig ist zum Beispiel das Fitbone. Es wird auch mit einigen Übungsanleitungen geliefert.

Gymnastikübungen für Hunde – unsere Inspirationen

Bevor Du nun mit unseren Übungen loslegst, möchten wir Dir an dieser Stelle noch einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg geben: Sollte Dein Hund Auffälligkeiten im Gangapparat zeigen oder generell krank wirken, sollte Dich Dein erster Weg immer zum Tierarzt führen. Fange bitte nicht auf eigene Hand an, rumzuprobieren. Je früher Erkrankungen erkannt werden, desto größer ist die Möglichkeit, dass Deinem Hund geholfen werden kann.

Auch solltest Du Deinen Hund regelmäßig vom Hundephysiotherapeuten und / oder Osteophathen untersuchen und behandeln lassen. Gerade Fehlbelastungen können zu einer Verschlimmerung der Situation führen. Deswegen lass Dir bitte von einem Profi helfen! Wir erarbeiten gerade eine ausführliche Liste an HundephysiotherapeutInnen nach Postleitzahlen. Vielleicht wirst Du dort direkt fündig?

Dehnübungen für die Beine Deines Hundes

Durch das regelmäßige Dehnen der Beine wird die Muskulatur gelockert. Außerdem können Übungen hierzu den Gleichgewichtssinn Deines Hundes stärken.

Einfache Übungen hierzu sind das Pfoten geben. In unserem Beitrag Hundetricks verraten wir Dir, wie Du diese Übung mit Deinem Hund trainierst. Eine bessere Dehnung erreichst Du, wenn Dein Hund sich später mehr strecken muss. Dies erreichst Du, wenn Du den Abstand zwischen Deinem Hund und Dir vergrößerst. Auch kannst Du vom Pfote geben ins High Five gehen, damit sich Dein Hund stärker strecken muss. Bitte denke immer daran, beide Seiten gleichmäßig zu trainieren.

Auch die Hinterpfoten kannst Du Dir geben lassen. Das bedarf zwar etwas mehr Training, aber ist auch eine tolle Gymnastikübung.

Nutze einen Hocker als Podest

Mit einem Podest kannst Du viele Gymnastikübungen für Hunde erweitern. Solltest Du keinen passenden Hocker zuhause haben, eignet sich auch ein umgedrehter Wäschekorb oder eine einfache Box. Wichtig ist, dass sie natürlich zu der Größe und dem Gewicht Deines Hundes passen. Außerdem sollte das Podest nicht hin- und her rutschen. Deswegen ist ein Teppich als Untergrund besser geeignet. Durch das Podest werden weitere Muskelregionen angeregt und Dein Hund muss sich zusätzlich besser ausbalancieren.

Workout für den Hund

Eine weitere tolle Fitnessübung besteht darin, dass Dein Hund vom Stehen ins Sitzen geht, vom Sitz ins Platz und vom Platz wieder ins Steh. Hierfür sollten die Kommandos natürlich schon bekannt sein. Sehr effektiv ist es vor allem dann, wenn Dein Hund grade aufsteht. Du kannst Dir durch eine Leine oder ein Brett oder einen Stock eine Art Begrenzung legen. Diese Übung fördert die gesamte Muskulatur und ist anspruchsvoll. Deswegen solltest Du anfangs maximal zwei Wiederholungen machen. Du kannst es schrittweise ausbauen.

Für manche Hunde ist die Wiederholung bestimmter Aufgaben langweilig oder sie hinterfragen, warum sie denn die Übung sooft wiederholen sollen. Eventuell haben sie dann ja bei den ersten Ausführungen etwas falsch gemacht. Achte also auf Deinen Hund. Es soll Spaß machen!

Kann Dein Hund die Steh-Sitz-Platz-Steh-Abfolge, so kannst Du auch den Hundetrick Diener einbauen. Auch hierzu findest Du die Trainingsanleitung in unserem Beitrag Hundetricks. Auch ein „Dreh Dich“ in beiden Richtungen kann die Übung abwechslungsreich gestalten und führt zur Dehnung.

Slalom durch Deine Beine

Auch zu der Übung Slalom durch die Beine findest Du die Trainingsanleitung unter Hundetricks. Diese Übung kannst Du wunderbar auf den Spaziergängen einbauen. Sie trainiert beide Seiten gleichmäßig und eignet sich zudem perfekt, um den Hund auch für den Hundesport aufzuwärmen.

Einige Hunde können diesen Trick unglaublich schnell oder sogar rückwärts. Sollte Dein Hund eher ein gemütlicher Vertreter sein, mache Dir bitte keinen Druck. Voran ist voran – Geschwindigkeit ist dabei nicht wichtig. Jeder Hund sollte sein eignes Tempo gehen dürfen und es muss nicht immer schneller, höher, weiter sein.

Gymnastikübungen für Hunde
Beim Agility fliegen die Hunde nur so durch den Slalom. Möchtest Du aber Gymnastik mit Deinem Hund machen, achte darauf, dass Du ihn langsam durch den Slalom führst. Ist Dein Hund zu groß für den Slalom durch die Beine, geht das auch mit Stangen oder Hütchen.

Und solltest Du eine „Rakete“ haben, dann versuche doch mal, Slalom durch die Beine langsam auszuführen. Denn das ist zum Training der Muskulatur wesentlich besser.

Du kannst Deinen Hund übrigens auch in Achten durch Deine Beine führen, wenn Du Angst hast, über Deinen Hund zu stolpern. Bei dieser Übung ist der Trainingseffekt sogar noch größer als beim normalen Slalom durch die Beine.

Fazit Gymnastikübungen für Hunde

Wie Du siehst, ist es gar nicht so schwierig, Deinem Hund durch gezielte Übungen zu helfen, Muskulatur aufzubauen und eine bessere Fitness zu haben. Und die meisten Hunde haben großen Spaß daran, mit Dir zu arbeiten und neues zu lernen.

Wichtig ist, dass die Freude daran an erster Stelle steht. Trainiere niemals mit schlechter Laune oder Zeitdruck. So sorgst Du dafür, dass Dein Hund auch weiterhin motiviert bei der Sache ist. Du kannst die Übungen auch kombinieren oder variieren und erweitern. Dies sollte aber immer angepasst auf den Entwicklungsstand und das Fitnesslevel Deines Hundes geschehen.

Eine gute Unterstützung bieten Dir Physiotherapeuten, die speziell auf die Bedürfnisse von Hunden ausgebildet sind. Dort kannst Du noch weitere tolle Übungen lernen und Dein Hund wird zudem regelmäßig behandelt.

Hast Du Anregungen zu diesem Thema für unsere anderen Leser? Oder Fragen? Dann freuen wir uns über ein Kommentar von Dir.

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