Schwarzkümmelöl für Hunde als natürliches Heilmittel?

Schwarzkümmelöl wird schon seit langer Zeit als Allheilmittel bei Menschen eingesetzt. Die Wirkung der Öle zeigt sich jedoch nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Vierbeinern wie Hunden und Pferden. Welche Anwendung es beim Schwarzkümmelöl für Hunde gibt, wie die richtige Dosierung ist und ob wir eine Wirksamkeit feststellen konnten, erfährst Du in unserem weiteren Beitrag.

Die Geschichte und die Produktion vom Schwarzkümmelöl

Ein Prophet stellte schon vor über 700 Jahren fest: „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“. Das native Schwarzkümmelöl oder auch Nigella Sativa hat seinen Ursprung in den Mittelmeerländern und im Orient. Vor allem Ägypten ist für die Herstellung von diesen Ölen bekannt.

Im Jahre 2014 machte der Schüler Alexander Betz die Entdeckung, dass Schwarzkümmel auch gegen Zecken schützen soll und stellte diese Entdeckung bei Jugend forscht vor. Diese These ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, allerdings haben wir schon von vielen anderen Hundehaltern gehört, dass es auch bei ihnen und ihren Tieren klappt.

Für die Herstellung werden Schwarzkümmelsamen gepresst. Um die wärmeempfindlichen Inhaltsstoffe zu schonen, solltest Du möglichst auf kalt gepresstes Schwarzkümmelöl achten.

Positive Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl

Die Wirkung von Schwarzkümmelöl hat sich sowohl bei dem Einsatz bei Menschen, als auch beim Einsatz von Tieren bewährt. Man sagt ihm antiseptische, antibakterielle und antimykotische Wirkung nach.

Außerdem soll es den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel senken und verdauungsfördernd sein. Dies liegt vor allem an seinem hohen Anteil von ätherischen Ölen. Bitte wende es nicht an, wenn Dein Hund Leberprobleme haben sollte.

Die Anwendung von Schwarzkümmelöl

Das Öl kann ganz einfach angewendet werden und auch die Dosierung ist leicht. Deshalb ist Schwarzkümmelöl bereits in vielen Haushalten zu finden.

Beim Hund gibt es zahlreiche Möglichkeiten, für was man das Schwarzkümmelöl einsetzen kann. Die Wirkstoffe im Öl sorgen dafür, dass Dein Vierbeiner sich einfach wohler fühlt. Ebenso kann es eingesetzt werden, um verschiedene Beschwerden entweder vorzubeugen oder zu lindern. Das Schwarzkümmelöl ist dabei besser verträglich für den Hund wie beispielsweise Teebaumöl, denn es ruft keine Allergien hervor und es löst keine Atemprobleme aus.

Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen Prostaglandine sorgen für eine Linderung gewisser Beschwerden. Beispielsweise Allergien sind bei Hunden seltener, denn auch sie leiden teilweise an Flohbissen oder reagieren auf die verschiedenen Bestandteile ihres Futters. Wenn ein Hund an irgendeiner Allergie leidet und man herausgefunden hat, woran es liegt, dann kann Schwarzkümmelöl eingesetzt werden, um das Immunsystem aufzubauen und zu stärken. Ebenso kann es die Schmerzen bei einer Verletzung oder Erkrankung lindern und Entzündungen hemmen.

Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Anwendungsgebiete bei einem Hund.

1. Bei Problemen mit der Atmung

Bei Hunden mit einer Allergie kann man entweder versuchen, den gewissen Stoff zu meiden oder man versucht, das Allergen zu neutralisieren. Dies ist mit Schwarzkümmelöl möglich und der Hund wird vom Juckreiz am Körper und von bestehenden Atembeschwerden befreit.

2. Bei Hunden mit Epilepsie

Es gibt immer mehr Hunde, die an Epilepsie leiden. Es gibt Medikamente, mit denen die Beschwerden gemindert werden und die die Anfälle reduzieren. Wenn man dem Hund Schwarzkümmelöl gibt, dann können die Anfälle ebenfalls deutlich reduziert werden. Am besten gibt man das Öl einfach ins Futter, da der Hund es dann darüber aufnehmen kann. Die Anfälle werden reduziert, da im Schwarzkümmelöl der Wirkstoff Thymokinon enthalten ist. Die Dosierung für einen Hund ist abhängig vom Körpergewicht. Man verabreicht pro Kilogramm Gewicht ein Milligramm Öl und dies für einige Wochen.

3. Entzündungen bei Hunden

Wenn ein Hund Rheuma oder Arthritis hat, dann können Öle die Schmerzen lindern oder auch Entzündungen beruhigen. Ebenso wird das Immunsystem gestärkt und dadurch kann sich der Körper des Hundes dann selbstständig gegen die Entzündung wehren und schützen.

Somit kannst Du diese Art von Ölen auch prophylaktisch geben, um das Immunsystem Deines Hundes oder aber auch Deiner Katze zu schützen.

4. Hunde mit Verletzungen

Viele Hunde ziehen sich oft Verletzungen, die oberflächlich sind, zu. Damit die Verletzungen besser heilen, kann man direkt auf die Verletzung am Körper etwas Schwarzkümmelöl tupfen. Das Schwarzkümmelöl desinfiziert und pflegt zugleich. Auch bei einem Ekzem kann das Öl für ein schnelleres Abklingen der Beschwerden sorgen.

5. Hunde mit Parasiten wie beispielsweise Zecken

Zecken sind eine richtige Plage für Hunde. Hauptsächlich erkranken unsere Vierbeiner an Borreliose, die von den Zecken übertragen wird. Beim Spazieren gehen fängt sich ein Hund schnell Zecken ein, denn diese halten sich am Hundefell fest und sie suchen sich eine Stelle zum Blutsaugen. Vor allem Hunderassen mit längerem Fell sind stark davon betroffen.

Je länger die Zecke saugt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund angesteckt wird. Borreliose ist eine sehr hartnäckige Krankheit, die Du nicht leicht zu diagnostizieren ist und nur mit Hilfe Deines Tierarztes in den Griff kriegen kannst. Deswegen solltest Du Deinen Hund unbedingt vor einer Infektion schützen.

Oft wird der Zeckenbiss auch gar nicht entdeckt, da sich die Zecke dann wieder fallen lässt und durch das Fell kann auch die Rötung der Haut nicht entdeckt werden.

Jedoch wurde im Jahr 2014 von einem Schüler festgestellt, dass sein Hund, nach der Behandlung mit Schwarzkümmelöl, keine Zecken mehr hatte. Wenn man ein paar Tropfen des Öls auf das Fell gegeben hat, hatte es schon die gewünschte Wirkung. Auch Flöhe und Milben können durch das Schwarzkümmelöl abgehalten werden. Dadurch muss man nicht auf chemische Mittel vom Tierarzt zurückgreifen, um den Hund vor Parasiten wie Zecken oder Flöhen zu schützen.

Beachte aber bitte: Die Wirkung gegen Zecken und Flöhe ist nicht wissenschaftlich belegt!

Die Gabe von Schwarzkümmelöl ist bei richtiger Dosierung aber absolut unbedenklich, also können wir Dir ruhigen Gewissens empfehlen, es auszuprobieren. So kannst Du heraus finden, ob Öle aus Schwarzkümmel eine alternative für chemische Mittel vom Tierarzt für Euch sind.

6. Fellpflege beim Hund

Auch für die Fellpflege beim Hund können wir Dir das Schwarzkümmelöl wärmstens empfehlen. Man muss dafür nur ein paar wenige Tropfen des Öls auf die Hundebürste geben und den Körper damit bürsten. Danach ist das Fell wieder glänzend, seidig und richtig weich. Wenn man dem Hund das Öl zusätzlich noch ins Futter gibt, dann wird die Wirkung auf das Fell noch zusätzlich verstärkt.

7. Magen-Darm-Problemen / Unterstützung der Verdauung

Auch zur Unterstützung der Verdauung Deiner Fellnase kannst Du das Schwarzkümmelöl einsetzen, denn es soll verdauungsfördernde Wirkung haben.

Wie ist die richtige Dosierung von Schwarzkümmelöl für Hunde?

Das richtige Dosieren ist sehr einfach, da man pro Kilogramm Körpergewicht Deines Tieres ein Miligramm Öl verabreicht. Wenn Du wissen möchtest, wie viele Tropfen Du für die Menge Deines Hundes benötigst, dann musst Du es am besten einmal ausmessen und Deinen Vierbeiner genau wiegen.

Am einfachsten werden die Tropfen dann ins Hundefutter gegeben und somit kann der Hund das Schwarzkümmelöl ganz bequem beim Fressen mit aufnehmen oder besteht auch die Möglichkeit es über ein Leckerli zu verabreichen.

Sollte Dein Hund es so mögen, kannst Du es ihm auch über das Trinkwasser reichen. In den meisten Fällen ist es aber besser, ein Leckerli oder das Futter hierfür zu nutzen, einfach weil Du dann sicher gehen kannst, dass Deine Fellnase die richtige Menge an Öl aufgenommen hat.

Jeder kann es so handhaben, wie es beim jeweiligen Hund am besten klappt. Die äußere Anwendung erfolgt noch einfacher über eine Bürste, mit der das Öl ins Fell gekämmt wird.

Dein Hund verträgt das Öl nicht?

Sollte Dein Hund irgendwelche Auffälligkeiten oder Nebenwirkungen zeigen, stelle bitte umgehend die Gabe ein. Das gilt natürlich für alle Futterzusätze.

Kann ich Schwarzkümmelöl auch bei Wurmbefall geben?

Das ist nicht zu empfehlen. Schwarzkümmelöl hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Da es im Fall von Darmparasiten in einer hohen Dosis verabreicht werden müsste, könnte dies zu erhöhten Leberwerten bis zur Schädigung der Leber führen.

Dürfen Katzen Schwarzkümmelöl bekommen?

Bei Katzen solltest Du das Schwarzkümmelöl nicht einsetzen. Katzen können aufgrund von Enzymmangel ätherische Öle in der Leber generell langsamer verstoffwechseln. Hierdurch kann es bei zu hoher oder langfristiger Anwendung sogar zu Vergiftungen und Lebererkrankungen kommen.

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