Die Perserkatze – sanfter Stubentiger zum Verlieben

Bei 20 Millionen Katzen in den deutschen Haushalten wundert es nicht, dass auch Du dich für die Perserkatze interessierst. Die Vielfalt von der ganz normalen Hauskatze bis zu expliziten Rassekatzen könnte umfassender nicht sein. Deswegen wollen wir Dir die Perserkatze einmal näher vorstellen, welche eine ganz besondere Katzenrasse ist. Sie gelten als ideale Einsteiger-Katzen, sind lieb, verschmust, attraktiv und strotzen vor Anmut. Du findest diese Katzenrasse besonders interessant? Dann lese Dich gerne in Ruhe ein und schau mal, ob die Perserkatze etwas für Dich oder Euch wäre.

Die Perserkatze und ihren Charakter muss man einfach lieben

Die Perserkatzen gelten als extrem freundliche Wesen und sind deswegen auch in einem stressigen Haushalt mit Kindern oft der Ruhepol der Familie. Derweil wirken sie zwar aufgrund ihrer eingedrückten oder platten Gesichtsform etwas „grimmig“, aber das sind sie im Regelfall nicht. Natürlich, das darfst Du niemals vergessen, ist jeder Charakter einer Katze einzigartig und wenn man seinen schmusigen Wohnungstiger nervt, kann er auch durchaus mal anders. Doch im Allgemeinen gelten Perserkatzen als ausgesprochen lieb und freundlich.
Darüber hinaus solltest Du in jedem Fall wissen, dass eine Perserkatze stets mit einem ausgeglichenen Charakter begeistern kann. Wie angemerkt, sind sie nicht selten der Ruhepol im Haushalt, was ihrem Wesen natürlich entspricht. Mal sind sie gemütlich, was nicht heißt, dass sie nicht auch gerne spielen würde, und mal einfach nur schmusig. Es kommt eben auch ganz auf den Haushalt an, denn Perserkatzen können sich sehr gut in ihrer Umgebung anpassen.

Die Erziehung einer Perserkatze sollte Dich vor keinen allzu großen Problemen stellen

Da Perserkatzen für ein ausgeglichenes Wesen stehen, ihre Freundlichkeit nur in den seltensten Fällen ablegen und unkompliziert sind, dürfte die Erziehung Deines neuen Mitbewohner mit Fell keine großartige Problematik mit sich bringen. Perserkatzen lassen sich durchaus leicht erziehen, aber wie bei allen Katzen musst Du da schon etwas hinterher eilen. Denn diese liebevollen Tiere sind sehr eigensinnig, manchmal auch schwer erziehbar und etwas anders in der Erziehung als ihre bellende Freunde. Doch wenn Du etwas ganz entschieden möchtest, das Leckerchen zu Beginn bereithältst und Deine Perserkatze auf den richtigen Fuß erwischt, kriegst Du auch gewisse Marotten wieder schnell in den Griff.
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Katze in Spielzeugtunnel
Meist sind Perserkatzen nicht die großen Spieler. Leider ist das zum Teil auch darin begründet, dass sie durch die Kurznäsigkeit schlechter Luft bekommen. Dennoch freuen sich die Perserkatzen auch mal über Abwechslung.

Die Lebenserwartung von Perserkatzen schwankt stark

Immer weisen wir darauf hin, dass nur jemand mit einem großen Verantwortungsbewusstsein sich ein Tier anschaffen sollte. Da macht die unkomplizierte Lady oder der Herr unter den Perserkatzen keine Ausnahme. Wir reden von Tieren, die auch nicht selten mal locker 20 Jahre alt werden können. Und daher begrüßen wir stets eine gute Informationseinholung, ehe man sich ein Tier anschafft, es zu alt wird und man dieses dann tragischerweise in ein Tierheim ohne Hoffnung auf eine neue Bleibe aufgrund des Alters schiebt.
Die Fürsorge, das Futter und die Pflege, die Du investierst, bekommst Du von Deiner Perserkatze in Lebensjahre geschenkt. Das bedeutet, dass Du maßgeblich mit für das hohe Alter Deiner Katze verantwortlich sein kannst, wenn Du es richtig anstellst. Natürlich spielen Faktoren wie die Genetik und der allgemeine Gesundheitszustand und die Elterntiere eine Rolle, aber das sind Thematiken, die Du eben nicht beeinflussen kannst.

Die mögliche Herkunft Deiner Perserkatze ist bis heute ungeklärt

Ein wenig Hintergrundwissen über Perserkatzen schadet im Grunde nicht, aber das gestaltet sich bei dieser Katzenrasse gar nicht so leicht wie es daher gesagt wird. Einst wurde behauptet, dass anmutenden Tiere aus dem nahen Osten, bevorzugt aus dem Iran, stammen würden. Möglicherweise entstammte auch deswegen der Name „Perser“. Allerdings gibt es auch langhaarige Perserkatzen, welche nachweislich aus dem russischen Raum kommen, sodass man heute auch vermutet, dass Perserkatzen wohl eher aus Russland kämen. Klar ist nur, dass schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Züchtung in England stattfand.
Ab hier hat die Perserkatze einen regen Zulauf an Interessenten genossen, weil sie gerade als „Schmuckwerk“ für die damaligen Reichen und Schönen galt. Heute ist das in vielen elitären Kreisen nicht anders, aber auch unter klassischen Haustierbesitzern kommt die wunderschöne Perserkatze gerne zum Vorschein.

Die vielen Farben einer Perserkatze solltest Du kennen

Perserkatzen sind Zuchtkatzen, sodass die meisten Farben auch entsprechend gezüchtet werden. Du kannst davon halten, was immer Du möchtest und auch wir haben dazu eine Meinung, wenn man unbeschränkt vermehrt, aber es ist nun einmal, wie es ist. Dennoch darfst Du natürlich die Farbwahl Deiner zukünftigen Perserkatze nicht außer acht lassen, weil auch die Optik spielt bei einem Haustierbesitzer eine wichtige Rolle. Darüber lässt sich wohl kaum streiten, oder? Folgende Fellfarben waren einst vollkommen normal.
  • Weiß
  • Schwarz
  • Blau
  • Getigert
Das waren die gängigsten Farbmuster, die eine Perserkatze aufbringen konnte. Allerdings wird derzeit mal wieder „fleißig“ nach etwas Besonderem gezüchtet, sodass Lilac und Chocolate weitere Farben sind, die von vielen Perserliebhabern bevorzugt gezüchtet werden.

Fellpflege Deines Stubentigers

Das Fell Deiner Perserkatze ist ein wenig empfindlich und bedarf entsprechender Pflege. Die Fellpflege ist für manch einen Haustierbesitzer auch etwas nachteilig zu beurteilen, aber ein wenig Schwund ist bekanntlich immer. Ob Du nun den Hund baden müsstest oder draußen den Kot wegmachen musst, oder mal eben der Perserkatze durch das Fell gehst. Der Aufwand ist meist derselbe.
Die meisten Perserkatzen haben ein sehr üppiges Fell, was bedeutet, dass sie regelmäßige Fellpflege durch kämmen/bürsten benötigen. Denn sonst verfilzt ihre Unterwolle derart schnell, dass oftmals nur der Kahlschlag hilfreich ist. Am besten wäre es also schon, wenn Du täglich für wenige Minuten das Fell bürstest oder kämmst, aber bitte nicht länger warten, als alle 2 Tage.
Fang, als kleiner Tipp, direkt an, wenn Du eine Perserkatze als Kitten bekommst. Denn dann gewöhnt sich das Tier an das Kämmen und/oder Bürsten und wird nicht so genervt reagieren.

Perserkatzen sind glücklicherweise lieber in den vier Wänden

Wenn Du dir Gedanken darüber gemacht hast, wo Deine Perserkatze in Zukunft leben soll, wirst Du feststellen, dass sie daheim glücklicher ist. Üblicherweise sind Perserkatzen keine Freigänger und lieber im warmen daheim. Sie liegen eben lieber auf dem Kratzbaum, dem Sofa oder anderswo als draußen auf der Jagd zu gehen. Da unterscheidet sich die wohl eher gemütliche Katzenrasse deutlich von vielen ihrer Artgenossen, aber das kommt Dir sicherlich zu Gute, wenn Du ohnehin nicht über eine Freigängerkatze nachgedacht hast. Achte aber bitte darauf, dass es viele Giftige Pflanzen für Katzen gibt. Mach also Deine Wohnung katzensicher.
Wenn Deine Katze doch lieber raus möchte, ist die Einrichtung einer Katzenklingel eine tolle Idee.

Der Spieltrieb Deiner Perserkatze ist nicht stark ausgeprägt

Katzen haben Instinkte und die kann auch die Perserkatze natürlich nicht einfach vergessen. Klar spielt sie gerne mal ein wenig mit der Angel und auch rennt sie durchaus manchen Spielzeugen nach. Doch sie ist dennoch weniger aktiv als die restlichen Katzenrassen, was nicht zuletzt an ihrem allgemein ruhigen Wesen liegt. Die platzgedrückte Nase kann derweil ähnlich wie bei einem Mops die Nasenatmung in aktiven Zeiten etwas erschweren, sodass röcheln oder schneller atmen nicht selten vorkommt, wodurch die Perserkatze meist schon von allein das Spielen stoppt. Lass sie dennoch spielen und von Kitten an, damit sie auch etwas fitter bleibt, aber übertreibe es eben nicht.
Außerdem kannst Du auch Clickertraining mit Katzen machen. Hier kannst Du auch darauf achten, dass es langsamer zugeht. Belohnen kannst Du mit Gesunden Snacks für Katzen.

Besondere Eckdaten in einer kurzen Übersicht

Damit Du die wichtigsten Faktoren an und um die Perserkatzen einmal in einer Übersicht genießen kannst, führen wir diese gerne für Dich auf. So kannst Du besser das Wichtigste filtern, aber es lohnt sich dennoch, die restlichen Hinweise und Informationen gut durchzulesen. Das schadet bekanntlich nie, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich eine Katze anzuschaffen.
  • Lebenserwartung: Bis zu 20 Jahre bei guter Pflege und gesundheitlicher Rückendeckung
  • Fell: Dicht, lang und pflegebedürftig
  • Charakter: Freundlich, ausgeglichen, unkompliziert, liebevoll, verschmust und manchmal träge
  • Haushaltung: In jedem Fall. Perserkatzen sind weniger Freigänger
  • Augenfarbe: weit herausstehend, groß, rundlich und von orangefarbend bis kupferfarbend
  • Gesundheit: Häufige Atemprobleme und manchmal Nierenprobleme
  • Gewicht: Katzen bis zu 6 Kilogramm und Kater bis zu 8 Kilogramm
Das sind die wichtigsten Eckdaten, die Du hier finden kannst, um Deine zukünftige Katze besser kennenzulernen. Auch hier siehst Du natürlich, dass die Gewichtsklasse variiert und nur, weil manche Perserkatzen eine Nierenproblematik aufweisen, muss das nicht auf Dich zutreffen.

Perserkatzen sind sanft, schmusig und können trotzdem allein bleiben

Natürlich sagt man, dass man Katzen nicht den ganzen Tag allein lassen soll. Denn sonst kann es selbst bei der gemütlichen Perserkatze passieren, dass sie an Wände kratzt oder vielleicht sogar pinkelt. Nicht zu vergessen, dass Verlustängste sich bemerkbar machen können. Doch um eines vorwegzunehmen, nicht jede Perserkatze wünscht sich einen Artgenossen. Das heißt schon, dass auch Du mal daheim sein musst und wenn Du beruflich sowie privat eben gar keine Zeit dafür hast und nur mal mit dem Tier dich beschäftigen kannst, sind Perserkatzen nicht dazu geeignet. Sie sind schmusig, besitzerbezogen, möchten ab und an spielen, aber auch ihr sanftes Wesen in Deiner Nähe ausleben.

Vorsicht beim Futter

Eines müssen wir unbedingt noch loswerden. Perserkatzen fressen nicht wie üblich das Futter mit den Zähnen. Sie nutzen ihre Zunge, sodass das Futter natürlich eine spezielle Konsistenz haben muss, um keine großen Brocken verschlucken zu können. Nassfutter mit leckerer Soße kommt da besonders gut an. Das Aufnehmen geschieht daher immer mit der Zunge, sodass Du acht geben musst, dass das Futter entsprechend ist, um es auch so aufnehmen zu können.
Eine gute Wahl ist das Katzenfutter von AniFit. Außerdem kannst Du auch Lachsöl für Katzen beimischen. So ernährst Du Deine Katze gesund und ausgewogen und läufst nicht die Gefahr für Übergewicht bei Katzen.

Die Gesundheit einer Perserkatze in einer Übersicht

Perserkatzen, das siehst Du auf Anhieb, haben eine platt gedrückte Nase, die ähnlich einer Mops-Nase beim Hund entspricht. Das führt im Übrigen zu im Grunde denselben Problemen, und zwar bei der Atmung. Die meisten Perserkatzen neigen daher dazu, etwas schwerfälliger zu atmen und gerade auch nach einem kleinen Spieltrieb. Das ist vollkommen normal, weil dies aufgrund ihrer Nasenform nicht anders möglich ist. Sie schnappen daher intensiver nach Luft ähnlich wie bei manchen Hunderassen.
Perserkatze liegt in Garten
Perserkatzen sind gerne Wohnungskatzen. Aber Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Nierenerkrankungen

Erblich bedingte Nierenerkrankungen sind bei einigen Perserkatzen geradezu die Regel, aber nicht immer treten diese auch auf. Es kommt da leider auch auf die Zucht an, die Elterntiere und Deine Pflege, die Du der Katze gesundheitlich beim Futter zukommen lässt. Nierenerkrankungen treten wenn dann in der Regel im höheren Alter auf.
Manche Perserkatzen weisen zudem Augenprobleme auf, die dann zu tränenden Augen führen können. In den meisten Fällen ist das kein Problem und muss auch nicht tierärztlich behandelt werden. Es geht hier meist um einen verstopften Tränenkanal, was immer wieder besser wird, wieder auftreten kann und im Übrigen auch dann, wenn der Tierarzt dies professionell löst.
Wie man Niereninsuffizienz bei Katzen erkennen und richtig behandeln kann, erfährst Du in unserem Beitrag. Achte aufgrund dieser Gefahr übrigens auch immer auf Katzenfutter ohne Zucker.

Die majestätische Perserkatze stellt sich Dir mit breiter Brust

Der Körperbau der Perserkatze ist manchmal etwas brachial. Die breite Brust wirkt wie eine stolze Katze, die sich Dir geradezu präsentieren möchte. Bei manch einem grimmigen Blick könnte man wirklich etwas Böses vermuten, aber dem ist nicht so. Während die rundlichen Pfötchen typisch für die Perserkatzen sind sowie Haare zwischen den Pfoten. Die stämmigen Beine sind kraftvoll, sodass Kratzbäume in den vier Wänden nicht fehlen dürfen, auch wenn Deine Perserkatze den bequemeren Eindruck macht.

Ist die Perserkatze jetzt auch etwas für Dich?

Wolltest Du nur mehr über eine Perserkatze aus reiner Neugierde erfahren? Dann hoffen wir, dass alle wichtigsten Fakten für Dich klar geworden sind. Wenn Du jedoch eine Perserkatze in die engere Auswahl genommen hast, würde es uns brennend interessieren, ob Du dich jetzt nach allen Informationen für das Tier entschieden hast? Mit Stolz, Anmut und breiter Brust darfst Du bald nämlich neben Deiner freundlichen und arg gemütlichen Perserkatze den Alltag meistern, aber das sollte Euch vor keine allzu großen Herausforderungen stellen.
Auf pfoten.net findest Du natürlich auch noch weitere Portraits zu Katzenrassen. Lies doch gerne auch mehr über die BKH oder die Maine-Coone-Katze.

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