Dein Hund leckt häufig? Wir verraten Dir die Gründe dafür!

In den meisten Fällen wirst Du ein Hunde lecken für ganz typisch halten. Vielleicht interpretierst Du es auch als Begrüßung, wenn Dein Hund leckt? Möglich wäre es, aber es spielen wie immer im Leben noch viele weitere Ursachen eine Rolle. Und im Übrigen darf erwähnt werden, dass es auch Hundebesitzer gibt oder eben Menschen, die es nicht mögen, wenn Hunde sie lecken und anlecken. Deswegen solltest Du hier vielleicht in paar Informationen einholen, wieso Dein Hund leckt, was Du dagegen tun kannst und welche Gefahren auch durch das Lecken möglich sind.

Die Gründe, wieso Dein Hund häufig Dich oder andere anleckt

Natürlich gibt es immer einen Grund, warum und weshalb Dein Hund nicht oder andere Menschen ableckt. Zum Beispiel einen Kumpel von Dir, die Verwandtschaft oder Deine Partnerschaften. Deswegen möchten wir Dir gerne behilflich sein, damit Du erfahren kannst, wieso vielleicht auch Dein Hund leckt und vor allem Dich oder euch womöglich auch anleckt.

Hunde lecken auch aus Freude

Es gibt eine Form der Begrüßung unter Hunden und ihre Besitzer. Die Körpersprache erklärt sich hier samt dessen, dass Dein Hund dich ableckt oder Deine Hand, dein Bein und manche leider auch das Gesicht, dass er sich freut. Wedelt Dein Vierbeiner womöglich noch mit dem Schwanz? Dann freut sich der Wauzi wirklich doll, dich wiederzusehen. Das kann auch bei Gästen sein, wenn diese zum Beispiel dem Hund durch nettes Verhalten, viel Streicheln, spielen oder Leckerchen in den Kopf geblieben sind. Deswegen ist es nicht selten, dass Hunde auch dort lecken, wo andere zu Besuch kommen.

Hunde markieren auch mit ihrer Zunge

Bei Katzen wird mit dem Kopf, der Nase, dem anreiben/anschmiegen und vielen weiteren Erkennungsmerkmalen auch der Besitzer markiert. Wer behauptet also, dass ein Hund nur pinkelt, um zu markieren? Das stimmt nicht und deswegen kann es auch bedeuten, dass wenn Dein Hund leckt, dass er eine Stelle oder sogar einen Menschen markiert. Es klingt komisch und gewöhnungsbedürftig, was aber eher der falschen Informationsquelle von früher zu verdanken ist, dass Du vielleicht das Markieren mit dem Speichel nicht kennst.

Deswegen kann es also passieren, dass wenn ein fremder Hund das Spielzeug Deines Vierbeiners in den Mund hatte, dass dieser es nicht mehr nutzt, knurrend anleckt und mehr. Wenn Du angeleckt wirst, will Dich dein Hund behalten und markiert Dich. Achte hier aber bitte auch darauf, dass der Hund weiß, wer der Rudelsführer ist und das bist Du als Besitzer, um keine Rollenverteilung vorzunehmen, die in einer zivilisierten Gesellschaft zu Problemen führen würde.

Tipp: Bevor Du einen Rüden kastrieren lässt, der extrem hormongesteuert und hierdurch nicht mehr ansprechbar ist, teste eine chemische Kastration. So kannst Du sehen, ob sich sein Verhalten dadurch ändert.

Wenn Dein Hund leckt, kann dies auch ein Liebesbeweis sein

Tja, wo sollen wir bei den Ursachen anfangen, damit Du erkennen kannst, wieso Dein Hund leckt und ausgerechnet in gewissen Momenten. Auch die Liebe ist ein möglicher Grund. Hunde zeigen mit dem Leckverhalten auch ihren Artgenossen eine gewisse Zuneigung und dieses Verhalten ist im Rudel ebenso vorhanden, wenn sich die Vierbeiner ausgiebig begrüßen oder nach langer Zeit wiedersehen. Es kann also auch gemeint sein, dass Dein Hund dich einfach besonders gern hat – süß, oder?

Hunde lecken auch aus Liebe
Dein Hund leckt Dir liebevoll durch das Gesicht? Das ist definitiv kein Grund zur Sorge, sondern ein Zeichen für eine enge Bindung zwischen Euch.

Unterwerfung in Form von Hunde lecken ist gerade bei jungen Vierbeinern zu beobachten

Hast Du mal junge Hunde und manchmal auch Welpen gesehen, die einem anderen Hund um die Schnauze lecken, aber gerne auch geduckt sind? Das ist ein Zeichen der Unterwerfung und junge Hunde sowie Welpen machen dies sehr häufig, weil sie eben ihren Rang in einer Situation kennen lernen und einzuschätzen wissen, wenn es vorher deutlich gemacht wurde. Daher ist dieses Verhalten ganz typisch für den Hund.

Hungrige Hunde lecken häufiger

Hast Du gerade eine tolle Speise zubereitet? Riecht der Hundenapf nach neuem Futter? Der Geruchssinn des Vierbeiners ist fantastisch und das wirst Du früh genug merken. Oder Du schaust mal genau auf seine Reaktionen. Hunde lecken kann nämlich auch bedeuten, dass ein intensiver und köstlich riechender Geruch in die Nase Deines Hundes gelangt ist und dieser sich deswegen um die Schnute leckt. Der Hund leckt sich daher auch die Schnute, wenn er den Geruch gerne selbst verkosten möchte.

Auch kann das Lecken Deines Hundes an Dir ein Hinweis darauf sein, dass ihm sein Magen knurrt. Wenn Du Deinen Hund lange genug kennst, kannst Du dieses mit Sicherheit sehr gut einschätzen. Achte auf ein gesundes, ausgewogenes Futter, damit Dein Hund alle Nährstoffe auch gut verwerten kann. AniFit Hundefutter ist aus unserer Sicht hier die beste Wahl.

Auch kann Dein Hund an Dir lecken, um Dir zu sagen, dass er Durst hat. Dein Hund trinkt viel? Dann solltest Du Dich genauer darüber informieren.

Die Fellpflege ist ein weiterer Grund, wieso sich Dein Hund leckt

Wieso denken viele Hundebesitzer immer nur das Schlechteste, wenn Hunde lecken? Es geht auch um die Sauberkeit und da haben Hunde sowie Katzen, aber auch viele andere Tiere nur die Möglichkeit, sich selbst mit der eigenen Zunge zu reinigen. Das tun sie natürlich auch. Achte darauf, dass es nicht übertrieben wird und ständig an einer Stelle, weil dann ist es in jedem Fall seltsam und sollte näher beobachtet werden.

Du solltest Deinem Hund natürlich auch Fellfplege geben. Erfahre hierüber in unserer Kategorie Fellpflege Hund.

Bei der Wundheilung hilft das Hunde lecken zum Teil auch

Bei der Wundheilung neigen die Vierbeiner, auch Katzen, immer wieder dazu, sich selbst zu lecken. Während bei Katzen zum Beispiel nach einer Kastration dies absolut vermieden werden sollte, wegen der rauen Zunge – kann ein Hunde lecken durchaus hilfreich sein. In manchen Fällen versteht sich. Denn die Vierbeiner haben Enzyme in ihrem Mund, welches für viele Bakterien den Tod bedeutet und damit deren Vermehrung verringert und die Wundheilung beschleunigen kann. Auch das darfst Du daher als Ursache sehen, wenn gerade Wunden da sind, wo der Hund leckt.

Wenn Dein Hund schmatzt, kann das ein zusätzliches Zeichen für eine Wunde sein.

Um ihn immer im Auge behalten zu können, auch wenn Du Deinen Hund alleine lassen musst, kannst Du die Furbo Hundekamera nutzen.

Kommunikation ist auch ein Mittel, welches mit dem Hunde lecken ausgedrückt wird

Gerade Hündinnen, die Welpen bekommen haben, siehst Du die Kommunikation über den Mund perfekt an. Sie putzen ihren Nachwuchs also nicht nur, sondern lieben ihn auch. Doch viel wichtiger, sie kommunizieren nicht selten darüber, wenn sie ihren Welpen lecken und abputzen. Das mag Dir komisch erscheinen, aber es ist ein natürliches Verhalten. Gewisse Gesten zeigen zudem noch Freude, die Unterwürfigkeit oder auch Abstand. Wenn Dein Hund zittert, kann das zudem auf einen Stress- oder Angstzustand hinweisen.

Ein Welpe zieht bald bei Dir ein? Erfahre hier alles über die Erstausstattung für Welpen.

Hundespeichel kann für uns Menschen durchaus gefährlich werden

So lustig und toll es manchmal auch sein mag, wenn Dein Hund dich ableckt, es kann auch zur Gefahr werden. Darüber müssen wir reden ohne, dass wir die Begrüßung und Liebe Deines Hundes mindern wollen. Es geht eben auch um Erfahrungen und vielleicht hast Du die letzten Wochen mal die Medien durchgelesen und Berichte wie „Mensch nach Hundeschlecker gestorben“ gelesen. Natürlich etwas anders verfasst, aber schon mehr als 10 Berichte allein aus diesem Jahr wirst Du dazu finden, aber malen wir mal nicht den Teufel in Hundeschleckperson an die Wand.

Auf keinen Fall ganz verbieten, aber es muss auch nicht übertrieben werden

Kennst Du Hundebesitzer, die sich immer wieder anlecken lassen? Hunde lecken sicherlich auch gerne, wenn man sie lässt, aber ganz verbieten solltest Du es sowieso nicht. Es ist eben Zuneigung und vieles mehr. Wichtig ist, dass man vor allem, wenn man krank ist aufpasst, offene Wunden von sich meidet und natürlich auch Schleimhäute nicht betroffen sind. Und regelmäßiges Händewaschen ist angesagt, wenn Dein Hund leckt und dabei Dich eben auch berührt. So kannst Du gewisse Bakterien verringern und auch Blutvergiftungen sind nämlich möglich. Das ist wirklich erstaunlich oder?

Babys bitte auf keinen Fall vom Hund ständig vom Hunde lecken lassen

Bei Babys musst Du ganz besonders vorsichtig sein. Ihr Immunsystem ist noch lange nicht ausgereift und sie sind anfällig für Erkrankungen. Deswegen musst Du unterbinden, dass das Baby regelrecht vom Hund angeleckt wird. Mal kurz zur Begrüßung und dann das Baby säubern, Okay, aber übertreibe es hier bitte keineswegs. Hände, Füße und das Gesicht des Babys sollten also sofort, wenn der Hund das Baby begrüßt, was ganz natürlich ist, gesäubert werden. Sicher ist sicher und das hat nichts mit Übervorsichtig zu tun. Und Menschen, die zu Dir sagen, davon sei noch keiner gestorben, den darfst Du gerne mal auf die Fälle aus den Medien hinweisen.

Hygienische Bedenken, wenn Hunde lecken kannst Du problemlos beheben

Eines ist natürlich ganz klar, wenn Dein Hund dich anleckt oder Gäste, dann muss man hygienisch dagegen vorgehen und nicht den Hund für ein teils natürliches Verhalten bestrafen. Es reicht dazu aus, wenn Du die Stelle, wo der Hund leckt, einfach säuberst. Mit Seife und einmal abwaschen reicht im Regelfall aus. Wenn es Dir sicherer erscheinen sollte, dann ist auch manchmal ein günstiges Desinfektionsmittel oder eine desinfizierende Seife sinnvoll. Übertreibe es aber natürlich nicht, weil es auch zur förmlichen Zwangshandlung ausufern kann, sich ständig zu desinfizieren. Und Du weißt dazu noch am besten, was Dein Hund gefressen hat, ob er gesund ist oder nicht.

Hund leckt sich Pfote
Wenn Dein Hund dauerhauft an einer bestimmten Stelle leckt, ist dies ein deutliches Anzeichen für eine Verletzung. Du solltest es in jedem Fall genauer untersuchen.

Außerdem kannst Du auch mit der richtigen Zahnpflege beim Hund Deine Bedenken minimieren.

Versuche Deinem Hund zumindest krankhaftes Ablecken auszutreiben

„Austreiben“ klingt so grausam, aber wenn Dein Hund leckt und das ständig sowie überschwänglich, ist das natürlich weniger gut. Zumal es immer Gäste geben wird, die das nicht wünschen. Du kannst sogar auch damit viel Ärger kriegen, wenn der Gegenüber das nicht mag und Dein Hund bei Fremden leckt. Deswegen solltest Du schon darauf achten, dass Du Deinen Hund nicht für das Anlecken belohnst, sondern es auch nicht förderst.

Fernhaltesprays zeigen kaum Wirkung

Eines darf abschließend nicht vergessen werden, kennst Du diese Fernhaltesprays? Diese werden gerne bei Katzen und Hunden genutzt, wenn sie von gewissen Stellen im Haus fernbleiben sollen oder die Besitzer Angst haben, dass dort das Markieren beginnt. Hier brauchst Du bitte nicht hoffen, dass das Fernhaltespray am eigenen Körper eine gute Angelegenheit ist. Es riecht meist streng und das magst Du daher weniger. Dazu kommt, dass nicht jeder Hund darauf reagiert und somit der Effekt auch geringfügig auftritt. Die Kosten für ein Fernhaltespray kannst Du dir also gerne sparen, denn Du möchtest schließlich ja auch nicht, dass Dich Dein Hund meidet?

Auch lachen kann für den Hund beim Lecken eine Bestätigung sein

Du möchtest nicht, dass Dein Hund Dich ableckt oder zumindest nicht ständig? Dann wäre lachen in dieser Situation oder streicheln keine gute Idee. Probiere es mal damit, dass Du einfach gehst und den Hund, so traurig das klingt, mit Ignorieren „strafst“. Manche Hunde verstehen sehr schnell, dass dies also in dieser Situation so nicht erwünscht ist und unterlassen es. Schreien oder Schlimmeres, hat sowieso keinen Sinn, aber aus verschiedenen Gründen, erwähnen wir dies immer wieder.

Fazit, wenn Hunde lecken

Halten wir also nochmal fest, ein Hund leckt aus ganz verschiedenen Gründen. Das haben wir jetzt natürlich erkennen können und Du, falls Du es nicht wusstest, weißt. Du kannst somit natürlich auch einordnen, wieso Dein Hund in welchen Situationen leckt und in manchen nicht. Fördere das Leckverhalten aber nicht, indem Du dann noch überschwänglich in einer süßen Tonart mit dem Hund sprichst, weil sonst kann dieses dauerhafte Leckverhalten auch Ärger mit Fremden fördern und das dürfte nicht in Deinem Interesse sein.

Achte also mal genauer auf die Situationen, in manchen Fällen kannst Du davon ausgehen, dass sich das Lecken nur sehr sporadisch zeigt und in anderen Situationen wieder häufiger. Vielleicht kannst Du gerade stressige Situationen und die Verlustängste ausbalancieren und das Lecken wird weniger? Versuch Dich einfach mal.

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