Ulmenrinde für Hunde – 5 Tipps zur Anwendung

Lesedauer 7 Minuten

Wir Hundehalter sind doch sehr an einer gesunden Ernährung interessiert und verzichten möglichst auf Chemie. Praktisch ist, dass Du in der Natur viele Möglichkeiten findest, Deinen Hund eben auch auf natürliche Weise zu unterstützen. Wir lernen immer mehr über pflanzliche Heilmittel und Ihre Wirkungen und Anwendungen. Wissen, was es seit Jahrhunderten gibt und fast verloren gegangen wäre. Zu diesem Wissen gehört auch Ulmenrinde für Hunde. In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Du sie richtig einsetzt und dosierst, worauf Du achten solltest und ob es ggf. auch Nebenwirkungen gibt.

Ulmenrinde für Hunde – wann lieber zum Tierarzt?

Bevor wir Dich nun mitnehmen und zeigen, was die Ulme für ein tolles, natürliches Mittel erschaffen hat, ist uns an dieser Stelle noch eins ganz wichtig zu erwähnen: Stelle einen erkrankten Hund zur Sicherheit immer einem Tierarzt vor. Schulmedizin und Heilpraktik schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern können sich wunderbar ergänzen. Wichtig ist, dass Du die Ursache des gesundheitlichen Problems kennst. Solltest Du erst tagelang oder vielleicht sogar wochenlang selbst an Deinem Hund „herumdoktern“, könntest Du die Ursache verschlimmern oder nur die Symptome bekämpfen.

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Grundsätzlich gilt: Sind die Beschwerden sehr schlimm (akut) oder halten sie über mehr als 2-3 Tage an, solltest Du Dich zum Tierarzt Deines Vertrauens begeben. Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du bei der Tierarztpraxis anrufen und die Situation schildern. Mit jahrelanger Erfahrung kann dann Dein Tierarzt einschätzen, ob Du direkt losfahren solltest.

Unser Beitrag Ulmenrinde für Hunde soll Dich nur dabei unterstützen, Deinem Hund eine zusätzliche Möglichkeit zur Selbstheilung zu geben. Jedoch lassen sich viele gesundheitliche Probleme eben nicht nur durch die Gabe von natürlichen Heilmitteln lösen.

Ulmenrinde für Hunde – welche Wirkung hat das natürliche „Heilmittel“?

Es mag vielleicht erst mal komisch klingen, dass die Rinde eines Baumes heilende Wirkung haben kann. Aber genauso wie wir wissen, dass bestimmte Pflanzen und Samen Linderung und Heilung bringen können, so können das auch Bäume, unter anderem die Birke und eben auch die Ulme.

Jetzt fragst Du Dich vielleicht, was die Ulmenrinde für Hunde bewirken kann? Tatsächlich ist die Anwendungsmöglichkeit vielfältig, da sie viele tolle Eigenschaften mitbringt. Sie wirkt entzündungshemmend, schleimbildend aber auch beruhigend und entgiftend. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass auch das Einsatzgebiet breit gefächert ist:

Verdauungstrakt

Ulmenrinde für Hunde ist ideal zur Unterstützung bei Problemen im Magen-Darm-Trakt. So kannst Du es zum Beispiel bei einer Gastritis oder bei Sodbrennen beim Hund einsetzen. Häufige erste Symtpome hierfür sind Gras fressen und Schmatzen. Wird Ulmenrinde mit Wasser gemischt, reagiert sie mit Schleimbildung.  Dieser Ulmenrindenschleim legt sich beruhigend auf die Magenschleimhaut und die Darmschleimhäute.

Ulmenrinde für Hunde
Frisst Dein Hund zwanghaft Gras? Dann könnte dies ein Zeichen für Probleme im Verdauungstrakt sein.

Zudem ist sie auch bei Erbrechen, Durchfall und sogar Verstopfung eine tolle Unterstützung. Doch das war es noch lange nicht, denn Ulmenrinde für Hunde kann noch mehr.

Schmerzen & Entzündungen

Durch die entzündungshemmende Wirkung wird sie auch gerne bei Gelenkschmerzen, Arthritis, Zahnproblemen und anderen Wunden, Exkzemen und Hautirritationen sowie Pilzinfektionen eingesetzt.

Atemwegsbeschwerden wie Halsschmerzen, Husten und Entzündungen im Rachenbereich werden durch Ulmenrinde für Hunde gemildert und Dein Hund kann unter anderem leichter Abhusten.

Nicht zuletzt möchten wir auch noch mal die beruhigende Wirkung erwähnen, die sich positiv bei Harnwegserkrankungen wie Blasenentzündungen auswirken können.

Stärkung nach einer OP

Ulmenrinde für Hunde wirkt appetitanregend. Hast Du also einen schlechten Fresser oder muss Dein Hund nach einer Krankheit oder aus anderen Gründen zunehmen, so kannst Du diese mit Ulmenrinde unterstützen.

Wie Du siehst, ist das Einsatzgebiet von Ulmenrinde für Hunde wirklich breit gefächert und versorgt Deinen Hund zudem mit vielen Mineralstoffen (u.a. Magnesium, Calcium) , Vitaminen (Vitamin A, B, C und K), enthält Gerbstoffe und Bitterstoffe und unterstützt bei der Entgiftung beim Hund. Bevor Du nun aber Deinem Hund einfach so die Rinde der Ulme fütterst, möchten wir Dich natürlich noch über wichtige Fakten, Dosierung und eventuelle Nebenwirkungen aufklären. Im Übrigens wollen wir hier aber gerne auch den Hinweis geben, dass Ulmenrinde auch für Menschen, Katzen und sogar Pferde eine mögliche und gesunde Unterstützung bietet.

Ulmenrinde für Hunde kaufen – worauf muss ich achten?

Bevor Du die Ulmenrinde Deinem Hund nun gibst, solltest Du noch auf ein paar wichtige Punkte achten. Wir fassen Dir diese nun gerne in der Übersicht zusammen.

Kaufe ein hochwertiges Produkt

Entscheidest Du Dich für den Kauf von Ulmenrinde für Hunde, solltest Du wie immer unbedingt auf Qualität achten. In den meisten Fällen erhältst Du sie in Pulverform und Pulver kann sehr leicht mit minderwertigen Rohstoffen gemischt und gestreckt werden. Dies würde sich negativ auswirken. Das Ulmenrindenpulver sollte fein sein, ohne Klumpen oder Fasern, die Farbe sollte braun-grau sein.

Wir empfehlen Dir zudem, darauf zu achten, dass die Ulmenrinde aus der amerikanischen Rot-Ulme gewonnen wurde. Denn diese Ulme hat die besten Eigenschaften und enthält den gewollten Schleim. Im Übrigen trägt sie wegen des Schleims den Spitznamen Slippery Elm, was so viel bedeutet wie schlüpfrige oder glatte Ulme.

Ulmenrinde für Hunde: Fertige Paste oder Pulver?

Damit die Ulmenrinde ihre Wirkung entfaltet, muss sie „schleimen“. Du kannst Ulmenrinde für Hunde sowohl als Pulver als auch als Paste bestellen. Die Paste ist direkt verzehrfertig. Je nach Pulver musst Du diese Dareichungsform erst zubereiten oder zumindest vorher mit Wasser angießen.

Wofür Du Dich entscheidest, bleibt Dir überlassen. Effektiver / günstiger und länger haltbar ist sicherlich das Pulver. Selbst wenn Du ein Pulver nimmst, welches Du erst zum Sirup zubereiten musst, ist dies sehr schnell gemacht. Einfacher wiederum ist die Paste, da diese verzehrfertig ist und somit sofort verfüttert werden kann. Ist Dein Hund jedoch sehr mäkelig, kannst Du einen Sirup besser über eine Spritze füttern.

Hier drei hochwertige Produkte, die wir aus unserer Erfahrung empfehlen können, jeweils eine Paste, ein Pulver zum Herstellen von Sirup und ein Pulver, welches nicht aufgekocht werden muss:

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Die Medidog Ulmenrinde ist bereits als Paste verzehrfertig.

ANIforte Ulmenrinde muss erst aufgekocht werden, sodass ein Sirup entsteht. Achte darauf, dass der Sirup abgekühlt ist, bevor Du ihn verfütterst.

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ReaVet USA Ulmenrinde reicherst Du mit heißem Wasser an und lässt es ungefähr 15 Minuten quellen. Du musst sie nicht extra aufkochen. Achte auch hier darauf, dass der Sirup erst abkühlt, bevor Du ihn Deinem Hund gibst. Bei diesem Produkt sind übrigens auch Flohsamenschalen für Hunde enthalten, die zusätzlich die Verdauung unterstützen können.

Richtige Lagerung

Ulmenrinde für Hunde solltest Du generell kühl und trocken lagern und vor Sonneneinstrahlung schützen. Fertig angerührter Sirup sollte nach spätestens 5-6 Tagen verbraucht werden.

Ulmenrinde für Hunde richtig füttern

Sollte Dein Hund keine Medikamente bekommen, empfiehlt es sich, dass Du die Ulmenrinde mindestens 30 Minuten vor der normalen Fütterung und / oder der Gabe von Medikamenten gibst, da es so die Schleimhäute bereits schützen kann und dennoch die Aufnahme von allen wichtigen Stoffen gewährleistet ist. Wir empfehlen Dir sogar, mindestens die Ulmenrinde mindestens 60-120 Minuten vorher zu geben (achte auf die Angaben des Herstellers).

Wenn Dein Hund es nicht „pur“ annimmt, kannst Du es auch mit einer Spritze direkt ins Maul geben. Hier ein kleiner Tipp: Rührst Du das Pulver zu einem Sirup an, kannst Du statt Wasser auch eine Hühnersuppe für Hunde nehmen, damit es für Deinen Hund schmackhafter ist.

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Nicht mit anderen Medikamenten füttern

Durch die Schleimbildung und die entgiftende Funktion der Ulmenrinde sollte sie nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten gefüttert werden. Erhält Dein Hund also Medizin, zum Beispiel in Form von Tabletten, Pulver oder Saft, dann musst Du zwischen der Verabreichung der Medizin und der Fütterung der Ulmenrinde unbedingt eine Pause lassen.

Ulmenrinde für Hunde

Fütterst Du beides gleichzeitig, kann die Wirkung der Medikamente gehemmt oder sogar komplett ausgesetzt werden. In manchen Fällen dauert es auch länger, bis Medikamente aufgenommen werden können, die die Ulmenrinde die Aufnahme abblockt. Denke dementsprechend immer daran: Ulmenrinde nicht gleichzeitig mit Medikamenten verfüttern!

Dies ist auch der Grund, warum Du Ulmenrinde nicht mit dem Futter geben solltest. Denn auch hier könnte wichtige Nährstoffe abgeblockt und das Futter nicht richtig verwertet werden.

Welche Nebenwirkungen hat Ulmenrinde?

Es sind kaum Nebenwirkungen bei der Gabe von Ulmenrinde bekannt. Die meisten Vierbeiner (und Zweibeiner) vertragen sie gut. Sollte Dein Hund dennoch eine allergische Reaktion (bei innerlicher oder äußerlicher Anwendung) zeigen, solltest Du sie selbstverständlich sofort absetzen.

Wie lange sollte ich Ulmenrinde füttern

Ulmenrinde soll als Unterstützung zur Heilung dienen. Eine Wirkung ist jedoch nicht garantiert. Wie bereits weiter oben beschrieben, solltest Du Deinen Hund unbedingt einem Tierarzt vorstellen und die Gabe mit ihm besprechen. Vor allem bei einer längeren Gabe solltest Du Dir das Go von Deiner Tierarztpraxis holen.

Ulmenrinde für Hunde richtig dosieren

Eine pauschale Aussage über die richtige Dosierung von Ulmenrinde für Hunde können wir nicht treffen. Jeder Hersteller gibt aber eine Dosierungsempfehlung an, nach der Du Dich richten solltest.

Fazit: Ulmenrinde für Hunde ist eine sinnvolle Erweiterung der Hundenotfallapotheke

Wir haben bereits in unserem Freundes- und Bekanntenkreis festgestellt, dass viele noch nicht von der positiven und unterstützenden Wirkung von Ulmenrinde auf unsere Vierbeiner wussten. Grund genug für uns, diesem Thema auch hier einen Beitrag zu widmen. Wir haben immer eine Dose zu Hause stehen (meist das Pulver, da es einfach länger haltbar ist) und setzen es bei Bedarf gerne ein. Unsere Hunde vertragen es hervorragend und es wird gerne angenommen. Es ist ein gutes Gefühl, den Hund auch mit den Kräften der Natur bei der Selbstheilung zu unterstützen. Dennoch gilt: Lieber ein Mal zu viel als zu wenig zum Tierarzt.

Erzähle uns doch gerne in einem Kommentar: Wusstest Du über die Wirkung der Ulmenrinde oder ist Dir dieses Thema komplett neu? Hast Du es selbst bereits ausprobiert und Erfahrungen? Oder hast Du Fragen? Dann freuen wir uns wie immer über ein Kommentar und werden Dir schnellstmöglich antworten.

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, freuen wir uns zudem, wenn Du uns bei Freunden und Bekannten empfiehlst.

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