Schleppleine für Hunde – 5 Trainingstipps für richtige Anwendung

Lesedauer 10 Minuten

Die Schleppleine für Hunde ist aus dem Hundetraining kaum noch wegzudenken. Dem einen Vierbeiner bietet es mehr Freiheit, da er aufgrund eines stark ausgeprägten Jagdtriebs nicht abgeleint werden kann. Für den anderen ist es eine hilfreiche Unterstützung im Training, zum Beispiel für einen sicheren Rückruf oder aber auch im Bereich Anti-Jagd-Training. Wenn Du Schleppleinen einsetzen möchtest, solltest Du auf einige Punkte achten. Die richtige Anwendung ist das A und O. In diesem Beitrag geben wir Dir viele hilfreiche Tipps für das Schleppleinentraining und erklären Dir, worauf Du beim Kauf achten solltest.

Wann ist eine Schleppleine für Hunde sinnvoll?

Bei einer Schleppleine handelt es sich um eine längere Leine als die „normale“ Leine. Du kannst sie in verschiedenen Längen erwerben, zum Beispiel 5m, 7,5m, 10m, 15m oder auch 20m. Der Einsatz der Schleppleinen ist vielfältig. So wird eine Schleppleine beim Mantrailing oder auch beim Fährten genutzt. Hierbei dient die Schleppleine als Verbindung zwischen Dir und Deinem Hund.

Aber auch im Alltag können Dir Schleppleinen im Hundetraining halten. So können manche Hunde aufgrund von starker Jagdmotivation nicht abgeleint werden. Eine Schleppleine bietet ihnen mehr Freiraum. Bei anderen Hunden möchtest Du genau am Jagdtrieb arbeiten. Mit dem Schleppleinentraining kannst Du somit am Jagdverhalten und dem Rückruf arbeiten.

Die Schleppleine solltest Du also als Deine Armverlängerung verstehen. Für manchen Hund bedeutet sie mehr Freiheit, für andere ein probates Mittel, um an gewissen „Baustellen“ zu arbeiten.

Was ist die beste Länge für eine Schleppleine?

Wie bereits beschrieben, kannst Du Schleppleinen in verschiedenen Längen kaufen. Aber welche Länge ist nun die Beste? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Denn das ist davon abhängig, wofür Du sie einsetzen möchtest. Im Mantrailing beispielsweise wird gerne mit 7,5 Meter Leinen gearbeitet. Möchtest Du Deinem Hund mehr Freiraum gewähren, kann eine 15m Leine gut zu Euch passen.

Beachte dabei immer: Je kürzer die Leine, desto mehr Einfluss hast Du auf Deinen Hund, aber er hat weniger Freiraum. Gleiches gilt andersherum: Bei einer längeren Leine, hast Du zwar weniger Einfluss, aber Dein Hund hat natürlich deutlich mehr Freiraum. Allerdings kann eine sehr lange Leine auch überall hängen bleiben und die Verletzungsgefahr steigt.

Und noch ein kleiner Tipp für Dich, wenn Du noch überlegst, welches die perfekte Länge ist: Nutzt Du eine lange Leine, kann Dein Hund mehr Geschwindigkeit aufnehmen. Das kann dann problematisch werden, wenn er mit Anlauf in die Leine „kachelt“ und Du eben am anderen Ende hängst. Auch die Stolpergefahr könnte steigen.

Achte beim Kauf der entsprechenden Länge auch auf das Gewicht und die Größe Deines Hundes. Längere Schleppleinen sind häufig breiter und dementsprechend auch schwerer. Ein kleiner Hund fährt besser mit einer leichten Schleppleine. Ein großer, schwerer Hund sollte ein robusteres und vor allem stabileres Modell nutzen.

Was spricht gegen Schleppleinen?

Grundsätzlich solltest Du genau bewerten, was Du von Deinem Hund möchtest, bevor Du zu einer bestimmten Leine greifst. Möchtest Du Leinenführigkeit trainieren, macht ein Halsband und eine kürzere Leine selbstverständlich mehr Sinn. Auch in der Stadt oder Naturschutzgebieten etc. solltest Du Deinen Hund an einer kürzeren Leine führen.

Außerdem schleifen Schleppleinen viel auf dem Boden. Gerade bei matschigem Wetter kann das extrem nerven. Du bist quasi durchgehend damit beschäftigt, die Leine aus Pfützen und von Matschlöchern fern zu halten. Einige Hunde stören sich auch an den wild und her schleifenden Leinen (meine Hündin zum Beispiel).

Es sollte also zum gesunden Menschenverstand gehören, genau zu bewerten, ob der Einsatz von „Schleppis“ an diesem Tag für dieses Training Sinn macht – oder eben nicht. Und natürlich sollte sich nicht nur Dein Hund damit wohl fühlen, sondern Du selbstverständlich auch.

Schleppleine vs. Flexi-Leine (Rollleine)

Sowohl Schleppleinen als auch Rollleinen (besser bekannt unter dem Namen „Flexileine„) ermöglichen Deinem Hund mehr Freiraum. Dennoch ist die Flexi-Leine bei „echten Hundekennern“ (sorry, vielleicht etwas ironisch gemeint) in Verruf. Das liegt leider daran, dass es durchaus viele Hundehalter gibt, die die Rollleine eben falsch einsetzen. Aber genau diese Menschen würden auch eine Schleppleine oder eine andere Leine falsch einsetzen. Fakt ist also: Die Leine ist nur ein „Werkzeug“ und Du bist der Handwerker, der eine Leine gut oder eben nicht so gut einsetzt.

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Die Vorteile einer Flexileine sind, dass das Leinenseil nicht auf dem Boden schleift und somit nicht dreckig wird. Außerdem musst Du auch nicht so aktiv sein, denn die Leine rollt sich selbstständig auf und aus. Du kannst sie zudem auch auf kurz stellen. Zudem hast Du immer eine Hand frei. Allerdings ist die Flexi nicht so gut geeignet, wenn Du mit Deinem Hund beispielsweise den Abruf trainieren oder Mantrailen oder Fährten möchtest.

Im gezielten Hundetraining ist somit eine Schleppleine besser geeignet, da Du eine engere Verbindung zu Deinem Hund hast. Einige Hundetrainer kritisieren an der Rollleine zudem, dass Dein Hund lernt, dass er nur durch Gegenzug weiter voran kommt und damit das Ziehen erst richtig lernt bzw. es bestätigt wird. Meine Hündin kann an jeder Leine vernünftig bei mir laufen. Egal, ob Flexi, Schlepp oder kurze Leine. Liegt es also wirklich an der Flexi?

Dennoch haben beide Leinen eine Daseinsberechtigung und sollten nicht pauschal schlecht geredet werden. Ist ein Hund an einer Flexileine nicht leinenführig, ist er es aller Wahrscheinlichkeit auch nicht an einer normalen Leine :-). Dennoch an dieser Stelle ein Tipp. Entscheidest Du Dich für eine Flexi-Leine, kauf bitte eine mit einem breiteren Band. Die schmalen Bänder können richtig schmerzhaft sein, wenn sie sich doch mal um Deinen Fuß wickeln oder ähnliches.

Aus unserer Sicht ist die Flexileine vor allem für Hunde geeignet, die sich außerhalb des Trainings befinden und einfach schon etwas gelassener durch den Alltag gehen.

Was macht eine gute Schleppleine aus?

Lass uns gerne einen Blick darauf werfen, worauf Du beim Kauf einer guten Schleppleine achten solltest:

  • reißfest / stabil
  • liegt angenehm in der Hand
  • gutes Material (sollte möglichst wenig Schmutz aufnehmen)
  • ggf. ausgestattet mit Reflektoren für die dunklere Jahreszeit

An erster Stelle sollte natürlich stehen, dass die Schleppi reißfest und robust ist. Sie muss im Alltag viel aushalten. Und da sie häufig zum Managen ungewollter Verhaltensweisen eingesetzt wird (zum Beispiel Unterbindung des Jagdverhaltens), muss sie selbstverständlich absolut reißfest sein. Bedenke die Größe und das Gewicht Deines Hundes dabei. Schleppleinen kannst Du in Biothane, Leder oder Nylon kaufen.

Schleppleine für Hunde

Achte unbedingt darauf, dass die Leine gut in Deiner Hand liegt. Biothane lässt sich beispielsweise sehr gut reinigen. Leder liegt angenehm in der Hand – aber müssen wir wirklich Leder als Leine kaufen? Bei Nylon gibt es große Unterschiede. Eine tolle Möglichkeit sind Schleppleinen aus Kletterseil. Diese sind besonders reißfest, neben Wasser und Schmutz nicht so stark auf, liegen gut in der Hand und lassen sich auch schnell reinigen.

Je nach Jahreszeit ist es hilfreich, wenn Deine Leinen mit Reflektoren ausgestattet sind. Hierdurch bist Du mit Deinem Hund schon auf weite Entfernung besser sichtbar. Hierdurch sorgst Du für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Je nach Einsatz ist auch eine Handschlaufe sinnvoll. Es gibt Schleppleinen, bei denen Du die Handschlaufe auch je nach Bedarf abnehmen (und sogar als Kurzführer) einsetzen kannst.

Wir sind von den Floxik-Schleppleinen sehr überzeugt. Diese kannst Du in den Längen 5m, 10m, 15m und 20m bestellen. Sie bestehen aus reißfestem Kletterseil, haben je nach Länge eine abnehmbare Handschlaufe und sind alle mit Reflektoren ausgestattet. Es gibt sie in orange oder grau. Vor allem die robusten Karabiner machen die Schleppleinen zu einer echten Bereicherung im Hundetraining.

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Alternativ empfehlen wir Dir eine Biothane-Schlepp:

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Schleppleinentraining – so trainierst Du richtig

Als erstes eine ganz wichtige Regel (die übrigens auch für Flexi Leinen gilt): Schleppleinen sollten ausschließlich an einem gut sitzenden Brustgeschirr befestigt werden. Bitte leine Deinen Hund niemals damit am Halsband an. Durch den längeren Freiraum kann Dein Hund viel mehr Geschwindigkeit aufnehmen und mit Vollgas in die Leine „knallen“. Das kann den Hals – und Nackenbereich und die Wirbelsäule erheblich schädigen. Wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst, ist das schmerzhaft für Deinen Hund.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass eine Leine immer nur ein Hilfsmittel ist. Durch Schleppleinen kann Dein Hund lernen, bei Dir in der Nähe zu sein. Er erlernt quasi einen maximalen Radius. Und natürlich sollte Dein Einflussbereich immer positiv behaftet sein. Auch wenn es immer noch einige Hundetrainer empfehlen: Ein Leinenruck oder ein „den Hund zurück reißen“ ist nicht hilfreich und Dein Hund lernt daraus rein gar nichts – außer, dass es unangenehm ist, an der Leine zu laufen.

Die Schleppleine selber ist beim Training lediglich ein Hilfsmittel, damit dein Hund lernt, einen bestimmten Radius einzuhalten. Sie soll für ihn etwas Positives sein und ist nicht zum Bestrafen durch aktives Rucken oder Ziehen gedacht.

Wie Du Dein Training mit der Schleppi aufbaust, hängt vom Einsatz ab

Wenn wir Dir den korrekten Umgang mit Schleppleinen beim Mantrailing oder Fährten erklären würden, würde das in diesem Beitrag den Rahmen sprengen. Gerne kommen wir aber in einem anderen Beitrag noch mal darauf zurück. Daher wollen wir uns hier auf den Umgang im Alltag beschränken:

Es gibt vier Möglichkeiten, wie Du die Schleppleine nutzen kannst:

Möglichkeit 1: Sie schleift auf dem Boden. Das Ende der Schleppleine ist noch in Deinem Einflussbereich. Das macht nur dann Sinn, wenn Dein Hund grundsätzlich schon sehr gut hört und Du nur eine zusätzliche Sicherheit haben möchtest. Denn ist Dein Hund überhaupt nicht abrufbar, wirst Du kaum eine Chance haben, die Schleppleine schnell genug zu fassen zu kriegen. Auch das typische „auf die Leine stellen“ ist dann nicht möglich

Möglichkeit 2: Du hältst die Scheppleine an einer Stelle, der Rest der Scheppleine gleitet Dir durch die Hand: So musst Du nicht einen riesigen Batzen Leine in der Hand halten und hast die meiste Zeit eine Hand frei. Pass aber unbedingt auf, dass Du nicht über den auf dem Boden schleppenden Teil stolperst (ich spreche eventuell aus Erfahrung). Außerdem kannst Du so natürlich immer mal wieder hängen bleiben.

Möglichkeit 3: Halte das Ende der Leine in der Hand und der Rest schleppt auf dem Boden: Gerade bei Hunden, die nicht abrufbar sind, solltest Du immer ein Stück Leine in der Hand behalten (Vertrauen ist gut, Kontrolle ist in dem Fall aber besser). Innerhalb des restlichen Teils der Leine kann sich Dein Hund frei bewegen – das hat allerdings den Nachteil, dass die Leine häufig hängen bleibt und Du auch mal auf die Leine drauf treten könntest, was zu einem Leinenruck führt, den Du gar nicht beabsichtigt hattest

Möglichkeit4: Du hältst den Teil von der Leine in beiden Händen, die Dein Hund gerade nicht benötigt. Die Verbindung zum Hund sollte dabei zwar locker sein, aber komplett auf den Boden schleifen. Natürlich musst Du bei dieser Variante „arbeiten“. Denn Du nimmst die Leine auf, gibst wieder nach, rollst auf und wieder ab. Das klingt anstrengend, aber mit etwas Übung es fast wie von selbst. Aus unserer Sicht ist das die beste und sicherste Lösung für alle Beteiligten. Im Fall der Fälle kannst Du die Leine dann nämlich auch sehr schnell kurz nehmen – zum Beispiel bei Hundebegegnungen

So könntest Du das Schleppleinentraining beginnen

Ist Dein Hund an der Schleppleine, bedeutet das nicht automatisch, dass er Narrenfreiheit hat. Du bist als Besitzer also gefragt. Vor allem dann, wenn Dein Hund noch nicht so weit ausgebildet und zuverlässig ist. Starte also nicht direkt mit der vollen Leinenlänge. Sondern gib die Leine nur nach und nach frei. Hält sich Dein Hund an den von Dir vorgegebenen Radius, belohne ihn dafür. So schaffst Du auch eine Basis, dass Dein Hund auch unangeleint in Deiner Nähe bleibt.

Ist Deinem Hund egal, was Du am Ende der Leine machst, versuche es einfach mit Richtungswechseln. So lernt Dein Hund aufmerksamer darauf zu achten, was Du machst. Bleibe dabei aber ruhig und entspannt. Wütend zu werden oder hektische Bewegungen zu machen, werden nur zu noch mehr Aufregung bei Deinem Hund führen. Als Hilfe kannst Du nach und nach auch ein Kommando vor dem Richtungswechsel einführen. Das solltest Du jedoch ankündigen, bevor die Leine „zu Ende ist“. Reagiert Dein Hund auf Dein Kommando, belohne ihn bitte auch sofort.

Achte bitte auf die Bedürfnisse Deines Hundes. Führst Du ihn an einer Schleppleine, sollte er durchaus die Möglichkeit haben, auch mal Schnüffeln zu können. Hierfür solltest Du Dir auch bitte etwas Zeit nehmen. Wir unterbinden viel zu häufig die natürlichen Bedürfnisse unserer Hunde. Und Schnüffeln gehört eben dazu. Achte aber unbedingt darauf, dass Dein Hund Dich nicht wild hinterher zieht.

Schleppleinen während der Brut- und Setzzeit – ist das erlaubt?

In einigen Bundesländern wie Niedersachsen und Bremen gilt eine Brut- und Setzzeit. In dieser Zeit darf Dein Hund in der freien Natur eben nicht frei laufen. Hierdurch soll die Aufzucht von Jungtieren geschützt werden. Unter anderem stehen hierbei auch Vögel im Fokus, die am Boden brüten. Aber natürlich auch andere Wildtiere sollen in ihrer Aufzucht nicht gestört werden. Schwierig ist, dass einige Tiere nach einer Störung nicht zu ihren Jungtieren zurückkehren. Wie Du weißt, sterben immer mehr Tierarten auch hier in Deutschland aus.

Ob und wo und wann eine Brut- und Setzzeit gilt, regelt jedes Bundesland selbst. Zudem gibt es auch außerhalb dieser Zeiten bestimmte Orte, wo Du Deinen Hund anleinen musst. Innerhalb von Städten schreiben einige Bundesländer auch eine maximale Leinenlänge vor.

Schleppleine für Hunde

Grundsätzlich ist es aber so, dass Dein Hund während der Brut- und Setzzeit an einer Schlepp geführt werden darf. Allerdings und das ist ganz wichtig: Darf Dein Hund trotz einer Langlaufleine nicht die Wege verlassen und Tiere und Wild aufstöbern. Eine lange Leine ist also kein Freifahrtschein. Achte bitte darauf, dass Du mit Deinem Hund auf befestigten Wegen bleibst und er nicht die Möglichkeit hat, zu stöbern.

Einige Kommunen haben neben den Landesgesetzen auch eigene Regelungen. So gilt in Wildschongebieten ganzjährig Leinenpflicht. Aber auch viele Orte haben einen allgemeinen Leinenzwang. Wir empfehlen Dir, Dich vor Ort bei Deiner Kommune zu erkundigen, inwiefern Dein Hund frei laufen darf und welche Leinenlänge wo erlaubt ist. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Verstöße gegen Leinenpflicht innerhalb und außerhalb der Brut- und Setzzeit können empfindlich hoch sein. In einigen Bundesländern liegt sie sogar bei bis zu 10.000 Euro.

Fazit: Schleppleinen gehören fest in einen Hundehaushalt

Wie Du siehst, sind Schleppleinen im Hundetraining eine echte Bereicherung. Sie wirken wie Dein verlängerter Arm und können Dir gerade beim Thema Rückruf und Jagdtrieb eine tolle Unterstützung sein. Natürlich solltest Du eine Leine auch immer mit dem passenden Training verbinden. Am Ende ist eine Leine ein Werkzeug und Du der Handwerker. Also solltest Du es richtig einsetzen.

Gewöhne Deinen Hund bitte Schritt für Schritt an eine Langlaufleine. Dein Hund muss erst lernen, den Radius richtig einzuschätzen. Und falls Du immer noch denkst: Nur ein freilaufender Hund ist ein glücklicher Hund, können wir nur widersprechen. Für viele Hunde bietet eine Schleppleine erst einen gewissen Freiraum, den sie sonst nicht kriegen könnten.

Schleppleine für Hunde

Gerade Hunde mit starkem Jagdtrieb oder Angsthunde können häufig nicht abgeleint werden ohne sich oder andere Tiere und Menschen zu gefährden. Außerdem gibt es auch viele andere tolle Möglichkeiten, einen Hund körperlich und mental zu beschäftigen. Viele Hunde sind auch einfach nur glücklich, wenn sie mit ihrem Menschen etwas unternehmen und erleben können. Die Leine ist dann nebensächlich. Also sei bitte tolerant, wenn andere ihren Hund nicht ableinen können oder möchten.

Wir hoffen, Dir mit unserem Beitrag eine Hilfe geben konnten, um die passende Schleppleine zu finden und diese auch richtig einzusetzen. Wenn Du Fragen zu diesem Thema hast, freuen wir uns, wenn Du uns einfach ein Kommentar hinterlässt. Natürlich beraten wir Dich auch gerne. Selbstverständlich würde uns auch Deine Meinung interessieren: Schleppleinentraining ja oder nein? Welches ist Deine liebste Schleppleine? Wir freuen uns auf den Austausch mit Dir.

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