Diabetes mellitus bei Hund und Katze

Ein gesundes, langes Leben ist auch mit Diabetes mellitus möglich. Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine hormonell bedingte Krankheit. Bei Hunden und Katzen tritt sie vergleichsweise häufig auf. Am häufigsten erkranken Vierbeiner zwischen dem siebten und neunten Lebensjahr, wobei Hündinnen doppelt so oft wie Rüden betroffen sind. Besonders gefährdet sind die Rassen Pudel, Dackel, Beagle und Zwergschnauzer. Doch mittlerweile leiden in Deutschland auch 20.000 Katzen an der Krankheit. Die Tendenz ist laut Tierärzten steigend.

Die Symptome auf einen Blick

Diabetes mellitus bei Hund und Katze äußert sich zuallererst durch gesteigerten Durst und Hunger. Auch vermehrter Urinabsatz samt einem Gewichtsverlust können Anzeichen für die Krankheit sein. Bei einigen Tieren kommt es des Weiteren zu Veränderungen am Fell und in weiterer Folge zu Haarausfall. Ein besonders typisches Symptom für die Zuckerkrankheit beim Hund ist die Linsentrübung. Bei der Katze führt Diabetes zu einer Schwäche in den Hinterpfoten.
Hund hat Hunger - Diabetes mellitus
Ein typisches Signal ist der dauerhafte Hunger – und zwar auch nachts. Sowohl Hunde als auch Katzen finden keine Ruhe, randalieren, einfach, weil sie durchgehend Heißhunger haben. Bildnachweis: Depositphotos.com Hungry dog @ damedeeso

Die vielfältigen Ausprägungen von Diabetes

Behalte im Hinterkopf, dass nicht jeder Diabetes mellitus gleich ist. Beim Hund entsteht die Erkrankung durch eine Zerstörung der Betazellen. Sie sind nämlich für die Insulinbildung verantwortlich. Oft sind Erbkrankheiten, Infektionen oder eine Antikörperbildung dafür verantwortlich. Damit ähnelt die Zuckerkrankheit des Hundes dem Diabetes mellitus Typ 1 beim Menschen.
Bei der Katze ist der Sachverhalt ein wenig anders. Hier ist die Erkrankung dem Diabetes mellitus Typ 2 des Menschen ähnlich. Das Leiden wird dabei durch ähnliche Risikofaktoren gefördert. Besonders häufig betroffen sind Kater mittleren Alters. Die Krankheit entsteht in den meisten Fällen durch eine beeinträchtigte Insulinausschüttung. Dadurch kommt es zur sogenannten Glukosetoxizität. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, kommt es also zu einer nachhaltigen Schädigung der Betazellen. Wird die Katze rechtzeitig behandelt, lässt sich dieser Effekt vermeiden. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie mit dem Tier bei Verdacht auf Diabetes mellitus zeitnah einen Arzt aufsuchen. Denn Stubentiger, die frühzeitig behandelt werden, sind rund vier Monate nach Behandlungsbeginn nicht mehr insulinpflichtig. In solchen Fällen sprechen Mediziner auch von einem transienten Diabetes mellitus bei Hund und Katze.
Allerdings müssen solche Fellnasen auch nach dem Ausheilen der Erkrankung regelmäßig von einem Arzt untersucht werden. Denn sie hat fortan ein höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken. Bei der Katze ist Übergewicht ein häufiger Auslöser für die Zuckerkrankheit. Aus diesem Grund gilt es, die Ernährung umzustellen.

Über die Ernährung zum Erfolg

Wie bereits erwähnt, kannst Du durch die Ernährung einen positiven Einfluss auf das Erkrankungsrisiko von Hund und Katze nehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Du eine Ernährungsumstellung mit Bewegung kombinierst. Wichtig ist, dass Du ein Futter wählst, das für eine ausreichende Energiezufuhr sorgt. Natürlich ist es gleichermaßen von Bedeutung, dass die Nahrung schmackhaft ist. Nur so wird sich Dein Vierbeiner mit der dauerhaften Ernährungsumstellung anfreunden.
Besonders geeignet sind rohfaserreiche Futtermittel. Mit ihnen lässt sich vor allem bei Hunden die Einstellungsqualität des Insulins verbessern. Natürlich ist es auch möglich, ein solches Futter auf eigene Faust zuzubereiten. Idealerweise setzt es sich zu jeweils einem Drittel aus Fleisch, Kohlenhydraten und Gemüse zusammen. So wird Dein Vierbeiner mit der benötigten Energie versorgt, während er sich trotzdem ausgewogen ernährt. Das Futter sollte vor der Gabe von Insulin bereitgehalten werden. Denn vor allem zu diesem Zeitpunkt braucht Deine Fellnase Energie. Mitunter verspürt sie dann auch ein vermehrtes Hungergefühl.
Bei Katzen sollte die Nahrung reich an Protein sein. Die Zugabe von Kohlenhydraten ist, soweit möglich, zu reduzieren. Auf diese Weise ist es nach einiger Zeit mitunter möglich, die Insulindosis zu senken. Ist der Vierbeiner nicht übergewichtig, muss die verabreichte Futtermenge nicht verändert werden. ist das Tier übergewichtig, solltest Du das Gewicht nur sanft reduzieren. Es sollte nur zwischen ein und zwei Prozent seines Gewichts pro Woche verlieren.

So lässt sich Diabetes mellitus kontrollieren

Der Arzt wird bei Verdacht auf Diabetes mellitus bei Hund und Katze im ersten Schritt den Blutzuckergehalt bestimmen. Auf diese Weise ist es ihm möglich, die benötigte Insulin-Dosis festzusetzen. Dafür kommt Insulin, das speziell für Katzen und Hund zugelassen wurde, zum Einsatz. Danach erhältst Du eine Einweisung vom Tierarzt. So ist es Dir später möglich, dem Tier das Insulin später selbst zu verabreichen.
Des Weiteren ist es notwendig, dass Du die Nahrungs- und Wasseraufnahme Deines Lieblings stetig im Blick behältst. Außerdem lohnt es sich, den Hund oder die Katze einmal pro Woche zu wiegen. So bemerkst Du etwaige Veränderungen rechtzeitig. Kommt es trotz der Behandlung zu einer Verstärkung der Symptome, ist davon auszugehen, dass die Insulineinstellung weiter angepasst werden muss. Wende Dich in diesem Fall unbedingt an Deinen Tierarzt.
Es kann sich außerdem lohnen, sich einen Insulinstreifen zuzulegen. Mit ihm ist es Dir möglich, die Insulinglukose Deines Tiers selbständig zu kontrollieren. Die Insulindosis darfst Du aber keinesfalls verändern, ohne den Tierarzt zu konsultieren. Bedenke jedoch, dass dieser Wert bei der Katze nur eine geringe Gewichtung hat. Bei einer passenden Insulineinstellung musst Du dem Tierarzt nur viertel- oder halbjährlich einen Besuch abstatten.

Gehe zum Arzt

Bemerkst Du die erwähnten Symptome bei Deinem Haustier, solltest Du Dich mit ihm sofort zum Tierarzt begeben. Er kann in nur kurzer Zeit feststellen, ob Diabetes mellitus bei Hund und Katze vorliegt. Denn bei der Zuckerkrankheit musst Du schnell handeln. Nur auf diese Weise lassen sich negative Langzeitschäden vermeiden.
Nach der Untersuchung und Diagnosestellung wird der Arzt dem Tier eine Therapie und Ernährungsumstellung verordnen. Es ist wichtig, dass Du Dich an die Vorgaben des Mediziners hältst – dies gilt auch dann, wenn dafür eine Lebens- und Ernährungsumstellung erforderlich ist.

Diese Prozesse laufen im Körper des Tiers ab

Bei Diabetes mellitus bei Hund und Katze laufen im Körper des Vierbeiners bestimmtes Prozesse ab. Der Hauptakteur ist dabei die Glukose. Hierbei handelt es sich nämlich um einen Hauptenergielieferanten des Organismus. Wichtig ist des Weiteren das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Insulin. Denn dieses transportiert die Glukose durch den Körper. Fehlt das Insulin, kann der Zucker nicht mehr in die Zellen befördert und dort verwertet werden. Er sammelt sich daraufhin im Blut des Tiers an. Wird daraufhin nichts unternommen, kommt es zu einer Überschreitung der Rückgewinnenkapazität der Nierenkanälchen. Als Folge davon, wird der Rucker mit dem Harn ausgeschieden. Dadurch steigt automatisch die Urinmenge an. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb es bei Diabetes beim Tier zu einem vermehrten Harndrang kommt.
Natürlich versucht der Körper daraufhin auch, die ausgeschiedene Wassermenge wieder auszugleichen. Aus diesem Grund suchen Hunde und Katzen bei Diabetes mellitus häufiger den Wassernapf auf. Gleichzeitig kommt es im Sättigungszentrum des Gehirns zu einem Glukosemangel. Dieses Symptom resultiert in einem verstärkten Hungergefühl. Bei Diabetes mellitus bei Hund und Katze ist also auch eine vermehrte Nahrungsaufnahme zu beobachten. Da die Glukoseverwertung gestört ist, baut der Körper zum Ausgleich der verlorenen Energie außerdem Muskeln und Fett ab. Im fortgeschrittenen Stadium führt Diabetes mellitus bei Hund und Katze somit auch zu Gewichtsverlust. Spätestens zu diesem Zeitpunkt solltest Du Dich mit einem Arzt in Verbindung setzen. Nimmt Deine Fellnase nämlich in nur kurzer Zeit stark ab, kann sich hinter diesem Symptom auch eine andere Krankheit verbergen, die das Leben des Tiers bedroht.

Wo können Interessenten hochwertiges Futter erwerben?

Bei Diabetes bei Hund und Katzen musst Du Deinem Haustier ein gesundes und ausgewogenes Futter verabreichen. Willst Du die Nahrung nicht selbst zubereiten, kannst Du sie im Fachhandel erwerben. Das Futter erkennst Du zumeist an einer speziellen Kennzeichnung. Hierbei musst Du unbedingt darauf achten, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Das Futter muss in jedem Fall ohne Zucker hergestellt sein.  Wichtig ist des Weiteren ein gut ausgebauter Kundenservice, an den Du Dich bei Fragen wenden kannst. Mache den Preis nicht zum alleinigen Entscheidungskriterium. Viel wichtiger ist, dass die Qualität der Nahrung stimmt – immerhin hängt davon die Gesundheit Deines Vierbeiners ab.
Setze deswegen aus einen zertifizierten Ernährungsberater für Hund und Katze. Gockel’s Duett von AniFit könnte ein passendes Futter sein um Deinen Hund zu unterstützen. Sprich uns gerne an. Wir beraten Dich hier umfassend und kompetent und bringen das notwendige Fachwissen mit.
Werde AniFit Berater und komm zu uns ins Team!
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist vor allem bei Hunden wichtig, die Erkrankungen haben. Und genau da setzen wir an: Komm in unser Team und werde AniFit Berater. Sprich uns an und wir erklären Dir alles. Foto: www.sleepherds.de

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei einer Erkrankung mit Diabetes mellitus?

Wie hoch die Lebenserwartung bei Diabetes mellitus bei Hund und bei Katze ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Einerseits ist das Lebensalter, in dem die Erkrankung auftritt, ausschlaggebend. Tritt Diabetes bei Deinem Haustier bereits in jungen Jahren in Erscheinung, kann es die Lebenserwartung erheblich verkürzen. Dies gilt auch dann, wenn die Krankheit sehr spät entdeckt wird. In diesem Fall haben die Nieren oftmals schon Schaden genommen, was den Organismus Deines Haustiers nachhaltig schwächt.
Auch die Art der Behandlung hat Einfluss auf die Gesundheit. Wendest Du Dich beispielsweise zeitnah an einen erfahrenen Arzt, kann der die Insulindosis sofort richtig einstellen, sodass der Körper des Tiers entlastet wird. Natürlich ist in diesem Kontext gleichermaßen die Ernährung von Bedeutung. Achte darauf, dass Dein Liebling bei Diabetes mellitus bei Hund und Katze ausschließlich hochwertiges Futter zu sich nimmt. Schauen solltest Du dabei auf die Zusammensetzung desselben.
Generell ist aber anzumerken, dass sich die Erkrankung Diabetes mellitus bei Hund und Katze gut behandeln lässt. Natürlich hört sich die Therapie samt der Ernährungsumstellung erst einmal nach einem großen Aufwand an. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase werden Dir die Maßnahmen aber leicht von der Hand gehen. Wichtig ist, dass Du beim Auftreten der ersten Symptome sofort handelst – so trägst Du mitunter dazu bei, dass das Leiden ohne langfristige Folgen ausheilt.

Du musst kein Experte sein

Um Deinem Hund oder Deiner Katze bei Diabetes mellitus ein langes, erfülltes Leben zu ermöglichen, musst Du kein Experte sein. Wie bereits erwähnt, zeigt Dir der Tierarzt gerne alle Tricks und Kniffe, die Du können musst. Essenziell ist außerdem, dass Du den Blutzucker des Tiers in den ersten Wochen nach der Diagnosestellung regelmäßig überprüfst. Nur so siehst Du, ob er richtig eingestellt wurde. Außerdem erlaubt es Dir dieser Zeitraum, ein Gefühl für das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand des Vierbeiners zu entwickeln. Achte außerdem darauf, dass die Fellnase ein regelmäßiges Leben mit kontrollierten Mahlzeiten führen. Vor allem bei der Ernährung darfst Du nichts dem Zufall überlassen.

Übergewicht oder Diabetes mellitus behandeln – was hat Vorrang?

Leidet die Katze oder der Hund zusätzlich zu Diabetes mellitus an Übergewicht, stellt sich für viele Haustierbesitzer die Frage, welches Leiden zuerst behandelt werden soll. Generell sollte im ersten Schritt versucht werden, die Zuckerkrankheit in den Griff zu kriegen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich nur um leichtes Übergewicht handelt. Es ist nämlich durchaus möglich, durch die Ernährungsumstellung eine gleichzeitige Gewichtsabnahme zu erwirken. Allerdings ist es hierbei extrem wichtig, dass Du sanft vorgehst. Da der Organismus des Tiers ohnehin schon belastet ist, darfst Du den Körper nicht zusätzlichen Stressoren aussetzen.
Hole Dir bei Unklarheiten auch den Rat des Tierarztes ein. Strebst Du während der Behandlung von Diabetes mellitus die Gewichtsabnahme Deiner Fellnase an, solltest Du stets deren Gesundheitszustand im Blick behalten. Wirkt es energie- und kraftlos, liegt womöglich eine Mangelernährung oder ein zu niedriger Insulinspiegel vor. Setzen Sich in diesem Fall ebenfalls mit einem Spezialisten in Verbindung. Nur auf diese Weise ist es Dir möglich, Folgeschäden auszuschließen.

Fazit zu Diabetes mellitus bei Hund und Katze

Diabetes mellitus bei Hund und Katze tritt oft im fortgeschrittenen Alter auf. Dabei macht sich die Krankheit durch ein verstärktes Durst- und Hungergefühl bemerkbar. Dein Haustier wird also oft den Gang zum Futternapf wagen. Ein weiteres Anzeichen ist das vergleichsweise häufige Absetzen von Urin. Im fortgeschrittenen Stadium verlieren Hund und Katze bei Diabetes trotz der vermehrten Nahrungsaufnahme an Gewicht. Beobachtest Du die beschriebenen Symptome an Deinem Fellnase, solltest Du mit ihr beim Tierarzt vorstellig werden. Denn Diabetes lässt sich im Frühstadium gut behandeln. Bei Katzen ist es sogar möglich, eine dauerhafte Besserung des Zustands zu erreichen. Allerdings solltest Du mit einem Tier, das in der Vergangenheit schon einmal an Diabetes erkrankt ist, trotzdem regelmäßig beim Tierarzt vorbeischauen.
In den Griff lässt sich die Krankheit mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung kriegen. Investieren dabei am besten in Protein-reiches Futter. Der Anteil an Kohlenhydraten sollte dabei möglichst gering ausfallen – dies gilt insbesondere für gesundes Katzenfutter, zb. Anifit Katzenfutter. Ein solches Tierfutter kannst Du mittlerweile unkompliziert über das Internet bestellen. Doch entscheide Dich dabei niemals für den erstbesten Anbieter. Wir sind zertifizierte Ernährungsberater für Hunde und Katzen und beraten Dich gerne.
Wie auch Du Ernährungsberater für Hunde und Katzen wirst? Wir erzählen es Dir!
Auf pfoten.net erfährst Du viele weiteren nützlichen Informationen zu diversen Krankheiten wie zum Beispiel zu Zwingerhusten oder Schilddrüsenunterfunktion. Schau doch gerne mal wieder vorbei.

Schreibe einen Kommentar