Husky – Rasseportrait eines bewegungsfreudigen Teamplayers

In unserem Rasseportrait Husky erfährst du, wie dieser bewegungsfreudige Hund optimal gehalten werden sollte, um ein artgerechtes Leben führen zu können. Der kraftvolle, ausdauernde, agile Hund stellt an seinen Halter insbesondere bei der Beschäftigung und der Bewegung hohe Ansprüche, die erfüllt werden sollten. Bist du nicht bereit, diesem Hund die Möglichkeit zu geben, sich artgerecht zu verhalten, werdet ihr keine Freude miteinander haben. Alles Wichtige zum Husky erfährst du hier.

Rasseportrait Husky – das sagt die FCI

Im FCI wird der Husky in Gruppe 5 eingeordnet. Dort finden sich Spitze und Hunde vom Urtyp. Der Husky ist in der Sektion 1 unter den Schlittenhunden eingeteilt. Als Schlittenhund wurde er über Jahrhunderte genutzt und eingesetzt. Heute hat er seinen Weg in die Familien gefunden und wird weiterhin im Zughundesport genutzt.

Rasseportrait Husky – das Aussehen

Die Größe und das Gewicht

Mit einer Höhe von 53 Zentimetern bis 60 Zentimetern bei den Rüden und 50 Zentimetern bis 60 Zentimetern bei den Hündinnen, gehört der Husky zu den mittelgroßen Hunden.
Rüden erreichen ein Gewicht von 20 Kilogramm bis 28 Kilogramm. Die Hündinnen sind mit einem Gewicht von 15 Kilogramm bis 23 Kilogramm deutlich leichter.

Das Alter

Bei guter Haltung und Pflege erreichen Huskys ein Alter bis 12 Jahren.

Stimmige Proportionen

Der Husky insgesamt ist gut proportioniert und sehr gut bemuskelt. Das Gewicht sollte die Proportionen des Huskys nicht negativ beeinflussen. Bei kleineren Exemplaren muss das Gewicht entsprechend niedriger sein, um das gleichmäßige Gesamtbild nicht negativ zu beeinflussen.
Am gesamten Körperbau ist zu erkennen, dass der Husky ein Arbeitshund ist. Alles an einem Husky ist stimmig und zeugt von Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.

Rasseportrait Husky
Bildnachweis: Depositphotos.com Husky @ Saksoni

 

Rasseportrait Husky -Haarkleid und Fellfarbe

Bei Huskys gibt es keine festgelegte Fellfarbe. Alle Farben und Schattierungen sind erlaubt. Im Rasseportrait vom Husky findet sich eine umfangreiche Farbpalette, die von weißen Tönen, schwarzen Tönen und Brauntönen, bis hin zu Mischungen und Zeichnungen unterschiedlichster Farben, vor allen Dingen im Kopfbereich variieren kann.
Weil der Ursprung des Huskys vor allen Dingen in den nördlichen Breitengraden mit viel Schnee und Kälte zu finden ist, hat der Husky im Winter ein dichtes Unterfell.
Unterwolle und Deckhaar sind kurz bis mittellang. Das Fell liegt glatt an und zeigt keine Locken und Stichel.

Fellwechsel

Findet der Wechsel von Winterhaar nach Sommerhaar statt, verliert der Husky seine Unterwolle büschelweise und nicht, wie andere Rassen nach und nach.
Insgesamt schützt die dichte, an Pelz erinnernde Behaarung den Husky in seiner ursprünglichen Heimat vor der Kälte des Winters.

Rasseportrait Husky – Der Kopf

Die Augenfarbe eines Huskys kann braun, blau oder zweifarbig sein. Gemischt farbene Augen sind bei dieser Rasse nicht selten und haben, neben seinem Wesen dazu geführt, dass sich der Husky eine Zeit sehr großer Beliebtheit erfreute. Die Augen sind mandelförmig und stehen etwas schräg.
Die kurzen, spitzen Ohren sind aufgerichtet und hängen niemals herab. Sie stehen eng beieinander und sind gut behaart. Diese Behaarung hat den Husky in den kalten Regionen davor bewahrt, sich Erfrierungen zuzuziehen. Die Ohren befinden sich sehr hoch am Kopf.

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Rasseportrait Husky – das Wesen

Huskys gelten allgemein als sanftmütige, freundliche Hunde, die ein enges Zusammenleben mit ihrem Rudel bevorzugen. Als ausgesprochenes Rudeltier ist die Haltungsform im Zwinger für diesen Hund absolut kontraproduktiv. Während ihrer Zeit als Schlittenhund wurden die Welpen dieser Rasse in engem Kontakt mit der Familie großgezogen. Wurden die Hunde älter, waren sie in das erwachsene Rudel integriert und niemals allein.

Der Husky benötigt den engen Kontakt zwingend, um glücklich zu sein. Ein zweiter Artgenosse ist für den Husky von Vorteil. Vor allen Dingen dann, wenn nicht gewährleistet werden kann, dass der Kontakt zur Bezugsperson dauerhaft sicher gestellt werden kann.

Rasseportrait Husky: Jagdtrieb und Schutztrieb

Als Hunde aus der urtypischen Klasse verfügen Huskys, neben ihrem hohen Bewegungsdrang, über einen hohen Jagdtrieb.

Als Wachhund ist der Husky weniger geeignet. Ihm fehlt schlicht und ergreifend das Bedürfnis ,etwas zu schützen. Der Husky ist ein aufgeschlossener Hund, der auf jeden zugeht.
Der Husky hat einen eigenen Kopf. Nicht jedes Kommando wird von ihm ausgeführt, falls er nicht frühzeitig erzogen wird. Huskys binden sich gern an eine Bezugsperson. Sie akzeptieren aber das gesamte Rudel und zeigen in der Regel keinerlei Aggressionen.

Enge Bindungen geht der Husky erst ein, wenn sich der Halter als Rudelführer herauskristallisiert und dem Hund dieser Rasse ausreichend Beschäftigung anbietet.

Rasseportrait Husky – Besonderheiten

Huskys kommen ursprünglich aus Gegenden, in denen das Futterangebot rar gesät ist. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Verdauung und Futterverwertung bei Huskys von anderen Rassen. Der Stoffwechsel läuft viel langsamer ab und der Husky benötigt, falls er keine Hochleistung erbringen muss, weniger Futter. Er nimmt ohne Belastung auch weniger Futter auf, als dies bei anderen Rassen der Fall ist.

Wird der Husky nicht ausreichend bewegt, frisst er schlechter.

Rasseportrait Husky- rassetypische Erkrankungen

Viele Hunderassen haben mit Erbkrankheiten zu kämpfen. Wenn auch in geringerem Maß, als dies zum Beispiel bei Schäferhunden der Fall ist, können Huskys Probleme mit vererbten Erkrankungen bekommen. Hierzu zählen unter anderem folgende Erkrankungen:

Maligne Hyperthermie

Verantwortlich für diese Krankheit ist ein Gendefekt. Bei dieser Erkrankung entgleist der Stoffwechsel. Der Husky produziert zu viel CO². Körpertemperatur und Herzfrequenz steigen an und der Blutdruck sinkt ab.
Ausgelöst werden kann der vorhandene Defekt durch bestimmte Medikamente. Die Skelettmuskeln kontrahieren und werden geschädigt. Eiweiße, die durch zerstörte Muskelzellen freigesetzt ins Blut gelangen, führen zu Störungen der Lungenfunktion, Nierenschäden und Hirnschäden.
Treten Symptome wie Anstieg der Körpertemperatur und Herzfrequenz auf, musst du mit deinem Husky umgehend zum Tierarzt gehen. Dort kann mit geeigneten Mitteln gegengesteuert werden, um zum Beispiel ein Herzversagen zu verhindern.

Gangliosidose

Auch diese Erkrankung ist eine Stoffwechselerkrankung. Diese Erkrankung beeinträchtigt das zentrale Nervensystem eines Huskys und tritt schon im Welpenalter auf. Zittern, unsicherer Gang und Anzeichen von Minderwuchs weisen auf diese Erkrankung hin.
Grund für Gangliosidose ist ein fehlendes Enzym, das für den Abbau zuckerhaltiger Fette verantwortlich ist. Diese Fette lagern sich an den Gehirnzellen ab und führen zu massiven Fehlfunktionen.

Degenerative Myelopathie

Huskys ab ungefähr 8 Jahren sind von dieser chronischen Rückenmarkserkrankung betroffen. Anzeichen sind unter anderem Stolperer, das Umfallen bei Drehungen und Zehenschleifen. Schreitet diese Erkrankung fort, kann der Hund nicht mehr selbstständig aufstehen und laufen. Heilbar ist diese Erkrankung nicht. Einmal diagnostiziert schleicht sie voran und führt am Ende zum Tod des Tieres.

Rasseportrait Husky – Magen-Darm-Probleme

Magen-Darm-Probleme gehören nicht zu den erblichen Erkrankungen. Aufgrund ihres besonderen Stoffwechsels neigen Huskys aber dazu, sich öfter zu Erbrechen und an Durchfall zu erkranken. Dauert dieses Erbrechen oder der Durchfall lediglich eine kurze Zeit an, ist dies kein Grund zur Sorge. Bei längerer Dauer einer solchen Erkrankung solltest du mit deinem Hund dringend den Tierarzt aufsuchen.

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Rasseportrait Husky-Haltung und Beschäftigung

Wie oben schon erwähnt sind Huskys ausgesprochene Rudeltiere, die einen engen Bezug zum Rudel haben wollen und müssen, um sich glücklich und zufrieden zu fühlen.
Außerdem verfügen Huskys über einen ausgeprägten Bewegungsdrang, der vor allen Dingen in der kalten Jahreszeit in hohem Maß vorhanden ist und befriedigt werden muss.

Der Husky wurde als Arbeitshund und Zughund gezüchtet. Über viele Jahre mussten Huskys und ihre Vorfahren, die Polarhunde, die Lasten für Nomadenstämme, die in den unwirtlichen eisigen, nordischen Regionen zu Hause waren, ziehen.

Ein gut trainierter Husky kann das Neunfache seines eigenen Körpergewichts in einer mäßigen Gangart über viele Kilometer ziehen.

Welche Sportarten eignen sich für den Husky?

Wer sich einen Husky anschaffen will, muss diesen Aspekt im Hinterkopf behalten. Für den Husky eignen sich Agility, Dogdancing und Apportierübungen nicht. Er muss laufen.

Mehrere Stunden Bewegung am Tag, zusammen mit seinem Rudel müssen gewährleistet sein. Als geeignete Sportarten für den Husky kommen vor allen die Dinge in Betracht, für die der Hund gezüchtet wurde. Der Einsatz als Schlittenhund, Dogscooting, Bikejöring und ausgiebiges Joggen sind die Beschäftigungen, die ein Husky zur artgerechten Haltung unbedingt benötigt.

Huskies beim Schlittenhundrennen
Bildnachweis: depositphotos.com Winter Sled dog racing @ kalinovsky

Rasseportrait Husky – Pflege

Die Pflege von Huskys ist einfach. Regelmäßiges Bürsten während des Fellwechsels hilft dem Hund die Unterwolle loszuwerden und schützt die Wohnung des Halters vor Unmengen de Hundehaare. Gewaschen wird der Husky nur im Notfall. Die Fellstruktur des Huskys reinigt sich selbst. Grobe Verschmutzungen können einfach mit einem Tuch abgerieben werden.

Läuft der Hund ausschließlich auf weichen Untergründen, wie dies für die Zugsportarten zu empfehlen ist, musst du auf die Krallen achten und diese bei Bedarf kürzen.
Zahnpflege sollte auch bei einem Husky Normalität sein.

Rasseportrait Husky – Wissenswertes rund um den Husky

Der vom Polarhund abstammende Husky war seit Jahrhunderten bei den Nomadenstämmen Sibiriens als Arbeitshund im Einsatz. In diesen unwirtlichen Gegenden waren die Menschen auf die Kraft und Ausdauer des Hundes angewiesen.
Sie nutzten ihn, um ihre Habe zu ziehen. Das dichte Fell und der angepasste Stoffwechsel machten die Huskys in diesen Regionen zum ausgezeichneten Begleiter.
Als der Husky in die USA kam, wurde er dort weiterhin als Zughund genutzt.

Schlittenhundrennen mit historischem Hintergrund

In vielen Filmen ist insbesondere eine Begebenheit in Erinnerung geblieben, die in den USA bis heute zu einem der spannendsten Hundeschlittenrennen geführt hat.
In der Stadt Nome gab es im Jahr 1925 eine Diphterie Epidemie. Da es Winterzeit war, konnten die Menschen in Nome nicht auf normalem Weg mit den notwendigen Impfstoffen versorgt werden. Man entschloss sich, Schlittenhundegespanne auf den Weg nach Nome zu schicken. Diese Hunde schafften es, das Serum in die Stadt zu transportieren. Auf diese Weise wurde vielen Menschen das Leben gerettet.

Jährlich wird dieses Rennen mit Schlittenhunden wiederholt, um an die denkwürdige Leistung der Zughunde und ihrer Hundeführer zu erinnern.

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