Merle-Gen – Alles, was Du über den Merle-Faktor wissen solltest!

Lesedauer 6 Minuten

Die Farbvielfalt des Haarkleids unserer Hunde ist schon erstaunlich. Während es einige Hunderassen, wie beispielsweise den Labrador Retriever stets nur in einer Fellfarbe gibt, gibt es auch Hunde, deren Fell regelrecht bunt erscheint. Das Merle-Gen kommt ins Spiel. Doch was ist der Merle-Faktor oder das Merle-Gen? Kann es bei allen Hunderassen vorkommen oder sind einige deutlich häufiger betroffen als andere? Und was hat die Fellfarbe mit der Gesundheit des Hundes zu tun? Wir wollen uns das Thema „Merle“ heute mal etwas genauer anschauen.

Was bedeutet Merle?

Der Merle-Faktor ist im Grunde eine Genmutation beim Hund – genauer gesagt der Fellfarbe des Hundes. Sie erzeugt eine Fehlfunktion beim Silver-Gen, die wiederum zu einer Farbverdünnung der ursprünglichen Fellfarbe des Hundes führt. Anders als bei Hunden ohne Merle-Gen, wird das Fell und die Haut also unregelmäßig gefärbt – eine Störung der Pigmentbildung liegt beim Merle Hund vor. Da diese Pigmentstörung aber nicht gleichmäßig über das Haarkleid des Hundes verteilt ist, entsteht diese zerrissene Optik, die den Merle Hund oftmals gescheckt aussehen lässt. Die Augen eines Hundes mit Merle-Gen sind oftmals blau oder sogar weiß. Auch das ist auf diese Pigmentstörung zurückzuführen – die Augenfarbe kann auch unterschiedlich ausfallen, beispielsweise ein blaues und ein weißes Auge.

Ein kleiner Einblick in die Genetik eines Hundes mit Merle-Gen

Wie bereits erwähnt befindet sich die Genmutation auf dem Silver-Gen, genauer gesagt auf dem Silver-Locus-Gens (Pmel17), welches sich beim Hund auf dem Chromosom CFA10 befindet. Das Merle-Gen hellt allerdings nicht alle Bereiche des Fells des Hundes auf, sondern nur diese mit Eumelanin. Bereiche in denen sich ausschließlich Phäomelanin befindet, bleiben hingegen unberührt.

Wenn nun ein mischerbiger Hund mit einem Merle-Gen mit einem Hund gepaart wird, der das Merle-Gen nicht besitzt, werden im Wurf statistisch 50% Merle Hunde und 50% andersfarbige Hunde erwartet.

Wie vererbt sich das Merle-Gen

Bei einer Merle Färbung ist ein Allel (Gen-Paar) an der Vererbung beteiligt, bei welchem die Dominanz nicht vollständig ist und das aus dem Merle-Faktor „M“ sowie dem Monofarbigkeits-Gen „m“ besteht:

„mm“ – Farbe solid (meist rot oder braun)
„Mm“ – Merle heterozygot (mischerbig)
„MM“ – Merle homozygot (reinerbig – mit Merle-Syndrom)

Der Merle-Faktor vererbt sich autosomal intermediär.

Neben den Hauptformen „M“ (Merle) und „m“ (non Merle), gibt es noch die sogenannten Crypic Merles („Mc“), die Atypical Merles („Ma“) und die Halequin Merles („Mh“).
Das tückische bei den Cryptic Merles ist, dass sie nicht als Merle Hunde zu erkennen sind – zumindest nicht am Haarkleid. Hier kann tatsächlich nur ein Test helfen, um herauszufinden ob der Merle-Faktor vorliegt oder nicht.

Das Gegenteil ist beim Harlequin Merle der Fall. Hunde mit Mh haben in der Regel ein ganz besonders helles fell. Es kann dabei das gesamte Haarkleid betroffen sein, oder auch nur eine kleine Stelle. Kennzeichnend ist aber dennoch, dass die aufgehellten Stellen silbrig, fast schon weiß erscheinen.

Merle-Gen
Von links nach rechts: Black Tri, Red Merle, Blue Merle und Red Tri

Ein Hund mit Atypical Merle hat meist ein deutlich weniger stark geschecktes Haarkleid.
Im Gegensatz zum Cryptic Merle wirkt das Fell meist aber dennoch heller.

Die Unterscheidung der einzelnen Merle Arten fällt oft schwer, was es für den unwissenden Halter oft noch viel schwieriger macht, einen Hund mit Merle-Faktor als solchen zu erkennen.

Wie sieht ein Hund mit Merle eigentlich aus

Zugegeben, Merle Hunde sind schon etwas besonderes und sehen wirklich hübsch aus – doch was genau hebt sie von ihren ein- oder zwei-farbigen Artgenossen so sehr ab? Schauen wir uns hierzu mal die Farbgebung unserer Hunde etwas genauer an.

Das Farbpigment Eumelanin ist im Grunde schwarz – doch nicht bei Hunden mit Merle. Durch die Pigmentstörung werden sämtliche Partien des Haarkleides, der Haut und auch der Augen aufgehellt. Dadurch erscheint Fell, das im Grunde schwarz sein sollte in anderen Farbnuancen. Dazu zählen vor allem grau und braun. Allerdings gibt es viele Zwischennuancen wie beispielsweise silbergrau, kupfer oder auch blaugrau. Dadurch entstehen weiße Flecken an Stellen, die eigentlich schwarz sein müssten. Diese Stellen sind aber nicht immer gleich groß. Es können kleinere Flecken entstehen oder gar richtig große. Jeder Hund mit Merle hat eine gänzlich andere Farbgebung, die man auch nicht beeinflussen kann.

Gesundheitliche Folgen bei Merle Hunden

Nicht nur die Hautfarbe, Fellfarbe und Augenfarbe wird bei Hunden mit Merle-Faktor beeinflusst, auch gesundheitliche Nachteile können sich ergeben. Dabei lässt sich aber sagen, dass Hunde, die das Gen nur ein Mal in sich tragen, in den meisten Fällen gesund sind. Hunde, die das Merle-Gen allerdings doppelt in sich tragen, kommt es hingegen häufiger zu Problemen.
Allen voran können Merle Hunde unter Taubheit leiden. Manchmal leidet der Hund nur unter einseitiger Taubheit, es können aber auch beide Ohren betroffen sein.

Neben dieser starken Einschränkung sind meist auch die Augen von Hunden mit Merle Syndrom betroffen. Es kann beispielsweise zu Spaltbildungen der Augenhäute kommen, genauso können aber auch stark verkleinerte Augen oder entrundete Pupillen entstehen. Viele Welpen kommen blind zur Welt.

Merle-Gen Red Merle
Vor allem den Red Merles wird immer mal wieder nachgesagt, dass sie stressanfälliger sind. Dies ist jedoch nicht bewiesen und lässt sich auch nicht wissenschaftlich her leiten.

Zucht mit Merle-Hunden

In dieser Hinsicht ist der Tierschutz in Deutschland recht rigeros. Die Verpaarung zweier Merle-Hunde zählt bei uns in Deutschland zur sogenannten Qualzucht. Da In § 11b Absatz 1 des deutschen Tierschutzgesetzes steht, dass es verboten ist, Wirbeltiere zu züchten wenn die Nachkommen “ als Folge der Zucht […] erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten“.

Es ist also schlicht verboten Merle-Nachkommen zu züchten, wenn die Gefahr besteht, dass eben jene Genmutation zu Misbildungen beim Hund führt.
Viele Hundehalter kennen die Gefahr und züchten dennoch Merle-Hunde. Der ausgefallenen Farbgebung wegen. Zum Wohle der Tiere sollte daher davon abgesehen werden zwei reinerbige Merle Hunde zu verpaaren, da in dieser Kombination immer mit schweren Gesundheitsproblemen gerechnet werden muss. Etwa 50% bis hin zu 100% des Wurfes werden betroffen sein.

Erlaubt ist es hingegen, einen mischerbige Merle Hund mit einem Hund ohne Merle Gen zu verpaaren. Der Grund liegt darin, dass das Risiko, das gesundheitliche Folgen bei den Nachkommen auftreten, deutlich geringer ausfällt. Nichtsdestotrotz ist das Risiko, wenn auch gering, noch immer vorhanden.

Hunderassen mit Merle-Faktor

Der Australian Shepherd ist der wohl bekannteste Träger des Merle-Gens. Hier weisen besonders viele Hunde diese Farbgebung und damit verbunden natürlich auch diese Genmutation auf. Daher solltest du, wenn du dich für einen Vierbeiner dieser Rasse entscheidest, besonders gut belesen und am Ende einen vertrauensvollen Züchter wählen.
Dennoch gibt es auch noch einige andere Rassen, die als Merle daherkommen können:

  • Shetland Sheepdog
  • Collie
  • Border Collie
  • Dackel
  • Deutsche Dogge
  • Cardigan Welsh Corgi
  • Chihuahua
  • Pit Bull
  • Cocker Spaniel
  • Catahoula Leopard Dog
  • Pyrenean Shepherd
  • Pomeranian
  • Norwegian Hound
  • Beauceron Sheepdog

In unserer Kategorie Hunderassen findest Du noch viele weitere Rassenprofile – natürlich auch über Hunde ohne das Merl-Gen.

Wie kann ich herausfinden, ob mein Hund Träger des Merlefaktors ist?

Es gibt mehrere Labore, die für dich herausfinden können, ob dein Hund Merleträger ist. Dazu kannst du dir im Internet einen einfachen Gentest anfordern, der mittels Backenabstrich durchgeführt wird. Die Probe sendest du ans Labor zurück und erhälst in der Regel recht schnell eine Antwort. Du kannst aber auch deinen Tierarzt darauf ansprechen, er wird alles weitere in die Wege leiten. Mit einem kleinen Kostenfaktor solltest du dabei aber schon rechnen.

Möchtest du dir einen vierbeinigen Freund zulegen und bist dir nicht sicher, ob der auserwählte Hund Träger des Merle-Faktor ist? Die erste Anlaufstelle sollte dabei natürlich der Züchter sein. Anhand der Elterntiere, der Papiere und eventuell stattgefundener Voruntersuchungen sollte bereits ersichtlich sein, ob es sich um einen Merle Hund handelt oder nicht. Besondere Vorsicht ist hingegen immer dann geboten, wenn es gar keine Papiere gibt – dann kannst du entweder eine Voruntersuchung mit dem Verkäufer vereinbaren oder direkt vom Kauf absehen.

Ist es dann überhaupt sinnvoll sich einen Merle Hund zuzulegen?

Das liegt wohl, wie so vieles, im eigenen Ermessensbereich. Die Züchtung reiner Double Merle Hunde sollte natürlich strikt gemieden werden, damit lässt sich vielen Hunden eine große Menge Leid ersparen – und: es ist sowieso verboten! General lässt sich sagen, dass Merle Hunde häufig wegen ihrer optischen Erscheinung so hoch im Kurs stehen. Viele Halter wissen vermutlich nicht einmal, wodurch diese Fellfärbung entsteht.

Die Entscheidung liegt allerdings ganz bei dir. Wichtig ist stets, dass du dich vor der Anschaffung genau über deinen Hund und dessen Abstammung informierst. Ein seriöser Züchter lässt die Elterntiere komplett gesundheitlich durchchecken. Diese Gesundheitsnachweise stellt er Dir auch gerne zur Verfügung. Kaufe bitte nicht in einem „Hinterhof“ oder unterstützen illegalen Welpenhandel (egal bei welcher Rasse oder Fellfarbe). Besuche den Züchter ein paar Mal, lerne die Elterntiere und Welpen kennen. Sofern der Züchter für merle-gefärbte Tiere mehr Geld verlangt, ist dies schon ein Zeichen auf wenig Seriösität! Und was ich Dir zudem sagen kann: Ich kenne viele merle-farbige Hunde, die sehr alt geworden sind.

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13 Gedanken zu „Merle-Gen – Alles, was Du über den Merle-Faktor wissen solltest!“

  1. Liebe Frau Janssen,
    vielen Dank für diesen sehr interessanten und ausführlichen Artikel mit ganz viel Hintergrundwissen. Ja, ich hätte auch zu diesen unwissenden Hundehaltern gehören können. Besser für die Hunde wenn man vorher klüger ist.

    Antworten
    • Liebe Frau Seger,
      da gebe ich Ihnen recht. Wichtig ist einfach, dass man sich vor dem Kauf eines Hundes mit der jeweiligen Rasse beschäftigt und sich auch von einem kompetenten Züchter beraten lässt. Das erspart unseren Tieren oft sehr viel leid – denn man selbst kann einfach nicht allwissend sein und jeder von uns lernt täglich dazu.
      Liebe Grüße, Wiebke

      Antworten
  2. Danke für diese gut verständliche Erklärung. Was ist nun, wenn als Elterntiere ( WC Cardigan) „blue-merle und white“ mit „blue-merle und white mit brindle“ verpaart wurden. Der daraus entstandene Rüde ist selbst gesund ist (?). Was haben dann deren Welpen zu befürchten ? Bzw. welche gesundheitlichen Risiken gibt es der überspringenden Generation? Großeltern auf Enkel? lg

    Antworten
    • Hallo, man sagt zwar, dass die weißen aus dem Wurf krank sind und die normalen gesund sind, aber ob es am Ende wirklich so ist, kann Dir niemand sagen. Da man das schlimmste nicht ausschließen kann, würde ich einen Hund aus einem solchen Wurf niemals zur Zucht einsetzen, egal, ob er gesund erscheint. Denn es muss nicht nur beachtet werden, ob es „nur“ ein Merle ist oder durch die schlechte Verpaarung ggfs. in der Genetik noch weitere Probleme liegen. Liebe Grüße, Wiebke

      Antworten
  3. Sehr geehrte Wiebke,

    auf der Suche nach einem Teckel habe ich einen etwa 20 wöchigen Welpen angeboten bekommen. Vater: Tigerdackel, Mutter: Dackel -Merle.

    Der Welpe zeigt keinerlei auffällige Färbung. Das Fell ist durchgehend schwarz mit hellbrauner Zeichnung auf der Brust. Er hat auch das typische „Vieraugen“-Gesicht mit den beiden hellbraunen Felltupfern über den Augen. Die Augen sind eher „dunkelblau/schwarz“ und für mein Empfinden recht groß.

    Was meinst Du? Ist hier Vorsicht geboten?

    Viele Grüße Jörg Müller

    Antworten
    • Lieber Jörg,

      vielen Dank für Deine Rückfrage. Ein Tigerdackel ist ja quasi ein Merle-Dackel, denn nur durch das Merle-Gen entsteht die Tigerzeichnung. Für die Zucht hätten also beide Hunde gar nicht gekreuzt werden dürfen. Ein Tigerdackel darf nur mit einem Hund verpaart werden, der ohne das Gen ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit Dackeln nicht besonders gut auskenne. Allerdings würde ich wahrscheinlich vom Kauf absehen. Zwar zeigen die Hunde mit hohem Weißanteil die meisten Auffälligkeiten und das ist ja bei dem Welpen nicht so. Sicher kannst Du Dir aber nicht sein.
      Liebe Grüße,
      Wiebke

      Antworten
  4. Liebe Wiebke, bin gerade im Begriff einen mini-aussie bei uns einziehen zu lassen.
    Bei Durchsicht der pedigrees habe ich gerade gesehen dass von beiden elternteilen jeweils ein Elternteil eine merle/merle-Verpaarung aufweist. (Z.T. aus Frankreich, da ist/war das wohl noch nicht verboten)
    Das verunsichert mich jetzt doch stark.
    Die Welpen werden auf mdr1 getestet und augenuntersucht (nächste woche). Kann man sich dann relativ sicher sein?
    Vielleicht könnte ich von dir eine Einschätzung bekommen?
    Lieben dank

    Antworten
    • Liebe Vera,
      sicher sein kannst Du im Grunde nie, egal welchen Hund Du bei Dir einziehen lässt. Wenn der Welpe aber schon auf der Welt ist, kannst Du zumindest schon mal das schlimmste ausschließen. Denn es gibt auch durchaus „gesunde“ nachkommen aus einer Merle/Merle Verpaarung. Schaue Dir die Welpen in Ruhe an und lasse Dir unbedingt auch die Untersuchungsergebnisse zeigen. Konkret ein Dafür oder Dagegen kann ich Dir nicht geben, wenn ich den Hund nicht selbst gesehen habe. Aber ich denke, wenn die Eltern quietschfidel sind und der Welpe auch, dann ist das Risiko minimal. Die meisten Defizite würde er sonst nun schon aufweisen. Ich würde vielleicht noch schauen, wie hoch der Weißanteil des Hundes ist. Vor allem bei Hunden mit extrem viel weiß wäre ich vorsichtiger. Sprich über Deine Ängste am besten mit dem Züchter. Wenn er vertrauensvoll ist, wird er mit Dir offen und ehrlichd darüber reden.
      Liebe Grüße
      Wiebke

      Antworten
  5. Sehr geehrte Wiebke,
    wir haben eine dreifarbige (viel weiß und verschiedene Brauntöne, wenig schwarz) Hündin (einen Mischling aus Mutter: Australien Shepherd/Cattle Dog und Vater: Border Collie), der Vater blue merle, die Mutter schwarz-weiß „gesprenkelt“.
    Frage: trägt unsere Hündin dann automatisch das merle Gen in sich und wie entwickelt sich dies in einer Verpaarung mit einem zweifarbigen Rüden bzw. ist von einer Verpaarung mit einem reinerbigen-merle Rüden abzuraten?
    Liebe Grüße Katja

    Antworten
    • Liebe Katja,
      bitte habe dafür Verständnis, dass ich keine Empfehlung für eine Verpaarung geben werde. Zum einen kenne ich die Hunde nicht optisch. Zum anderen ist eine Verpaarung aber auch von vielen verschiedenen anderen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel dem MDR Status. Liebe Grüße, Wiebke

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  6. Was bedeutet eine Markerabweichung Ja AHTh130.Wenn diese Abweichung auf eine Mutation hinweist.Sind diese Hunde dann Träger des Merl Genes obwohl ihre Fellfarbe keinen Hinweiss darauf gibt.lg Irmi

    Antworten
    • Liebe Irmi, leider konnte ich dazu keine Informationen finden. Ich würde Dir empfehlen, bei einem kompetenten Züchter dieser Rasse anzufragen. Der kann Dir diese Frage sicherlich beantworten.
      Liebe Grüße
      Wiebke

      Antworten
  7. Guten Tag
    Wie schätzen Sie das Risiko für merle-spezifische Erkrankungen ein bei einem merle Mischlingswelpen zwischen einem Berner Sennenhund und Pudel (merle)? Sollte man hier vorsichtig sein oder ist das Gesundheitsrisiko hier nicht so hoch?
    Danke und viele Grüsse
    Andi

    Antworten

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