Kieselerde Pulver – Superfood für Hunde oder doch riskant?

Lesedauer 3 Minuten

Kieselerde wird schon seit jahrzehnten als Nahrungsergänzung eingesetzt – und zwar nicht nur beim Hund, sondern auch beim Menschen. Ihr werden viele positive Wirkungseigenschaften zugesprochen. Aber stimmt das wirklich? Wann kann ich Kieselerde bedenkenlos einsetzen und worauf sollte ich achten? Wir verraten es Dir in unserem Beitrag aus der Reihe Superfoods für Hunde.

Kieselerde – was ist das überhaupt und woher kommt sie?

Kieselerde ist tatsächlich eher ein allgemeiner Begriff. Er bezeichnet Sedimente und Mineralien, die einen hohen Siliciumgehalt aufweisen. Kieselerde kann auch aus Kieselalgen gebildet werden. Wie Du siehst, ist der Begriff weit gefächert. Deswegen ist es für Dich auch sehr wichtig, bei dem Kauf genau darauf zu achten, aus was die Kieselerde gewonnen wurde.

Wird sie aus Kieselalgen (Diatomeen) gebildet, spricht man von echter Kieselerde. Seit Jahrzehnten wird ihr eine positive Wirkung auf Nägel und Haaren zugesprochen und soll auch zur Festigung des Bindegewebes beitragen. In Knochen, Knorpeln und Bindegewebe befindet sich Silizium und es wird davon ausgegangen, dass die Zuführung zu einer Anreicherung in der Haut führt und im Körper verteilt wird. Dies ist jedoch wissenschaftlich bisher nicht bewiesen!

Kritische Stimmen zur Kieselerde

Wie bereits eben ausgeführt, ist die Wirkung von Kieselerde auf den menschlichen oder tierischen Organismus nicht wissenschaftlich bewiesen. Daher möchten wir an dieser Stelle gar nicht weiter auf die Kritik eingehen, dass Kieselerde nicht wirksam sei(n könnte).

Kieselerde aus Kieselalgen
Das Nahrungsergänzungsmittel Kieselerde wird aus aus Kieselalgen gewonnen. Eine Wirkung ist wissenschaftlich nicht bewiesen und umstritten.

In vielen Produkten sind Stoffe wie Christobalit und Quarz enthalten. Atmest Du diesen feinen Staub ein, kann sogar das Risiko an Lungentumoren steigen. Zumindest kann diese Gefahr nicht ausgeschlossen werden. Aber es gibt noch weitere Kritikpunkte. Denn bei einer zu hohen Einnahme besteht die Gefahr auf Nierensteine, auch wenn die orale Einnahme von Kieselerde Pulver als ungiftig gilt. Daher wird das Produkt von einigen Wissenschaftlern als überflüssig angesehen. Aber natürlich gibt es zwei Seiten.

Die Befürworter von Kieselerde für Hunde

Neben den kritischen Stimmen über Kieselerde gibt es auch viele positive Stimmen, die in vielen Anwendungsbereichen darauf schwören. Die Erfolge sind nicht wissenschaftlich bewiesen, sondern beruhen einzig und allein auf den jeweiligen Erfahrungen.

Wie bereits weiter oben beschrieben, wird es gerne bei brüchigen Krallen und stumpfen Fell oral angewandt. Die Anwendung wird jedoch langfristig empfohlen, da die Wirkung der Mineralien und Sedimente ist längerer Einsatzzeit einsetzen soll. Es wird gerne als Unterstützung beim Fellwechsel eingesetzt. Es wird aber auch häufig von einer positiven Wirkung auf Knochen und Bindegewebe gesprochen.

Tipp
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Aber auch zur äußerlichen Anwendung nutzen einige Hundebesitzer Kieselerde und zwar gegen Flöhe, Grasmilben, Hasenmilben sowie andere Parasiten. Dabei wird das Präparat einfach mit der Handfläche im Fell Deines Hundes verteilt und eingerieben. Achte aber unbedingt darauf, dass Dein Hund die Erde nicht einatmet! Spare den Kopf daher aus. Achte darauf, dass Du es insgesamt vorsichtig machst und es nicht zur Staubbildung kommt. Sollte Dein Hund es später ablecken, ist es unbedenklich, sofern es sich um ein hochwertiges Produkt handelt.

Nun fragst Du Dich vielleicht, warum Kieselerde gegen Parasiten helfen kann? Es soll die lebenden Tiere und Eier austrocknen, sodass Du diese später mit einem Flohkamm auskämmen kannst. Auch die Schlafplätze Deines Vierbeiners musst Du jedoch mit der Kieselerde bestreuen und waschen.

Unser Fazit

Wir nutzen Kieselerde bei unseren Hunden nicht. Für alle angesprochenen Vorteile gibt es bessere Alternativen, bei denen die Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist und / oder wir bereits selbst positive Erfahrungen gemacht haben.

Beginnend mit einem gesunden und ausgewogenen Hundefutter, welches die Gesundheit Deines Hundes maßgeblich prägt, sind auch andere Futterzusätze vielversprechender. Grünlippmuschelpulver wirkt positiv auf Gelenke und Muskeln, Kurkuma bei Hautproblemen und mehr, Teufelskralle sowie Biotin, Zink, Bierhefe und Chlorella und vieles mehr.

Solltest Du Dich doch für die Anwendung von Kieselerde entscheiden, achte bitte unbedingt auf ein hochwertiges Produkt in BIO-Qualität.

Hast Du bereits Erfahrungen mit Kieselerde gemacht? Waren diese positiv oder negativ oder hast Du vielleicht gar keine Wirkung festgestellt? Natürlich möchten wir das Thema möglichst objektiv darstellen und freuen uns daher immer über die Meinung unserer LeserInnen. Hinterlasse uns doch gerne ein Kommentar. Wir freuen uns darauf.

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